L-Arginin - eine Alternative zu Viagra?

L-Arginin

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L-Arginin

L-Arginin: Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung. Wie L-Arginin bei Potenzstörungen helfen kann und was der Unterschied des Wirkstoffs zu Viagra ist.

L-Arginin bei Potenzstörungen - Alternative zu Viagra?

Mindestens fünfzig Prozent der Männer, davon gehen Mediziner aus, machen im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit einer erektilen Dysfunktion (ED). Das können nur vorübergehende Erektionsprobleme sein, deren Ursachen beispielsweise in einer temporären psychischen Belastung liegen. Behandlungsbedürftige Erektionsstörungen liegen vor, wenn diese länger als sechs Monate andauern und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich eingeschränkt ist. Wie alle Sexualstörungen sind Erektionsprobleme dabei nicht das Problem eines einzelnen Mannes, sondern immer eines Paares. Hier kann auch die direkte Ursache liegen: Bei Partnerschaftsproblemen kann der Körper seinen Dienst verweigern, wenn es zu intimen Handlungen kommen soll.

Psychische Ursachen

Sind psychische Probleme die Ursache, hilft eine medikamentöse Behandlung zwar gegen die Symptome und wird zu einer Erektion führen, das eigentliche Problem wird so aber natürlich nicht behoben.   

Bei einer langanhaltenden ED liegen in den meisten Fällen körperliche Ursachen zugrunde, die Erektionsprobleme als Folgeerkrankung verursachen, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder eine Arterienverkalkung. Regelmäßiges Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind dabei besonders schädlich sowohl für das Herz-Kreislauf-System als auch für die männliche Potenz.

Was kann man gegen Erektionsstörungen tun?

Das wohl bekannteste Mittel zur Förderung der männlichen Erektion ist Viagra, das 1998 vom US-amerikanischen Unternehmen Pfizer auf den Markt gebracht wurde. Der darin enthaltene Arzneistoff Sildenafil gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer. Alle Arzneimittel dieser Art sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz verschreibungspflichtig. Deswegen sind Viagra oder ähnliches nicht die erste Wahl zur Behandlung von Erektionsproblemen, vor allem wenn die Ursache psychischer Natur ist.

Nicht jeder Mann möchte außerdem gleich zu arzneihaltigen Mitteln greifen, weshalb es auf dem Markt auch viele freiverkäufliche Mittel gibt, die bei einer ED eingesetzt werden können. Gerade bei psychisch oder gefäßbedingten Erektionsproblemen kann die Einnahme von L-Arginin helfen. Diese semiessentielle Aminosäure ist die Voraussetzung für die Bildung von Stickoxid, das wiederum die Weitung der Gefäße und die Entspannung der Muskeln steuert. Der Einsatz von L-Arginin ist vor allem sehr bekannt unter Sportlern, da es auch als leistungssteigerndes Mittel gilt, das die Nährstoffversorgung der Muskeln verbessert und das Immunsystem stärkt.

Doch zunehmend wird es auch von immer mehr Urologen empfohlen - bei leichten Erektionsproblemen als arzneifreies Mittel in einer hohen Tagesdosis von mindestens 3000 mg oder in Kombination mit PDE-5-Hemmern. Deren Wirkung wird nachweislich verstärkt durch die Zugabe bestimmter Aminosäuren wie L-Arginin. Die Dosis der arzneihaltigen Potenzmittel kann dadurch in vielen Fällen herabgesenkt werden, um so zum Beispiel starke Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wissenswertes über L-Arginin

L-Arginin ist als klassisches Nahrungsergänzungsmittel frei in Apotheken oder Drogerien zu kaufen. Wie viele andere „ Hausmittel “ gegen Potenzstörungen ist die Wirkung nicht in allen Fällen hundertprozentig garantiert, aber es gibt immer mehr Studien, die positive Wirkungen nachweisen . Als semiessentielle Aminosäure kann der Körper sie teilweise selbst herstellen, ist aber auch auf die Aufnahme über die Nahrung angewiesen. In bestimmten Lebensphasen kann es daher sinnvoll sein, L-Arginin ergänzend zur Nahrung aufzunehmen.

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