Operation von Gehirntumoren - Möglichkeiten und Verlauf

Operation von Gehirntumoren - Möglichkeiten und Verlauf

© pixabay.com

Operation von Gehirntumoren - Möglichkeiten und Verlauf

Vielen Menschen erscheint die Operation von Gehirntumoren als besonders riskanter und schwerwiegender operativer Eingriff. Dabei handelt es sich um eine effektive Möglichkeit, um den Gesundheitszustand eines Krebspatienten deutlich zu verbessern.

Wann ist eine operative Entfernung möglich?

Zwingend muss der Tumor schnell wachsen und weiteren Raum einfordern, damit eine Entfernung Sinn macht. Bei der Operation müssen unter Umständen auch Teile des Schädelknochens dauerhaft entfernt werden. Das Einsetzen eines Schädelimplantats ist deshalb in manchen Fällen erforderlich, kann aber auch noch einige Zeit nach dem ersten Eingriff erfolgen. Bei vielen Patienten zieht der Arzt eine operative Entfernung eines Hirntumors ohnehin nicht in Betracht. Entscheidend dafür ist neben dem Alter des Patienten auch sein allgemeiner gesundheitlicher Zustand. Denn bei allgemeiner Schwäche oder einem zurückliegenden Schlaganfall steigt das Risiko schwerer Komplikationen deutlich an.

Operation als Teil der Behandlung

Der chirurgische Eingriff ist dabei stets nur ein Teil der Therapie und reicht in aller Regel nicht aus, um die Krankheit zu heilen. Dennoch verzögert eine Operation den weiteren Krankheitsverlauf und steigert unter Umständen die Behandlungschancen bei der Chemo- oder Strahlentherapie. Bei der offenen Operation wird vom Chirurgen versucht, den Tumor möglichst komplett zu entfernen, ohne dabei aber neurologische Funktionen durch den Eingriff zu beeinträchtigen. Je nach Lage des Tumors wird eine fluoreszenzgestützte Resektion vorgenommen, um die betreffenden Areale klarer zu unterscheiden. Dabei schluckt der Patient einige Stunden vor der Operation ein Medikament, welches den Tumor unter dem Einsatz von Blaulicht noch deutlicher von den anderen Bereichen abhebt, um eine sichere Entfernung zu gewährleisten.

Der Weg nach der OP

Verläuft der erste Tag nach der Operation ohne Komplikationen, so ist der Patient in der Regel bereit, auf das normale Krankenzimmer verlegt zu werden. Unter Umständen kann sich das Verabreichen des Cortisons, welches in jedem Fall eingesetzt wird, auf die ersten fünf bis sieben Tage erstrecken. Bei einem idealen Heilungsverlauf gibt es für die Patienten schon nach etwa sieben bis zehn Tagen die Gelegenheit, die Klinik zu verlassen. Dann wird die Erholung entweder in einer Reha-Klinik, dem Heimatkrankenhaus, oder aber direkt zu Hause fortgesetzt. Rund vier Wochen nach dem Abschluss der Therapie folgt in den meisten Fällen eine MRT-Untersuchung , um den Erfolg des Eingriffs klar bemessen zu können. Weiterhin erfolgt eine solche Überprüfung je nach Tumor alle zwei bis drei Monate, um die Fortschritte klar festhalten zu können und über die weiteren Maßnahmen für die Behandlung zu entscheiden.

Das könnte Sie auch interessieren