Akne: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Akne

Akne

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Akne

Akne ist eine Form von Hauterkrankung, die oft durch Entzündungen, Pickel und Mittesser auf der Haut gekennzeichnet ist.

Dieser Zustand ist weit verbreitet, vor allem während der Pubertät, und die Mehrheit der Menschen leidet mindestens einmal im Laufe ihres Leben an Akne. Es gibt viele Mythen darüber, was die Ursachen und Heilung von Akne sind. Um zu verstehen wie Akne entsteht ist es von Bedeutung zu wissen, was Haarfollikel sind. Ein Haarfollikel liegt unterhalb der Haut begraben, und ein Haar wächst aus ihm heraus und bricht schließlich auf die Hautoberfläche. Am Haarfollikel sind Talgdrüsen, welche Öl produzieren, das sogenannte Sebum, und dieses wiederum ist dafür zuständig die Haut gesund zu erhalten. Akne tritt auf, wenn dass Haarfollikel blockiert wird und sich ein Talg unter der Haut aufbaut. Auf diese Weise können Bakterien entstehen und schließlich einen Pickel verursachen.Viele sind der Ansicht, dass Akne nur aus roten Punkten, leichten Entzündungen und Pickeln besteht. In Wahrheit aber kann Akne auch in Form von nicht entzündeten Unreinheiten vorkommen, sogenannte Komedonen, die besser bekannt sind als Mitesser. Mitesser kommen in zwei Formen vor, Whiteheads und Blackheads. Whiteheads entstehen wenn sich eine Masse von Bakterien und Sebum durch die blockierte Haarfollikel formiert, und diese unter der Hautoberfläche bleiben. Sie sind sehr klein und manchmal auch für das Auge unsichtbar.

Blackheads bilden sich dann, wenn diese Masse ausbricht und offen an der Oberfläche zu sehen ist, sodass das Melanin im Talg anfängt zu oxidieren und schließlich schwarz wird.Im Idealfall sind diese Formen von Akne nicht entzündet und der aufgebaute Talg und die Bakterien trocknen aus und entleeren sich, sodass die Haut heilen kann. Oft jedoch zerreißt die Innenwand des Haarfollikels und sobald dies geschieht, fließen weiße Blutkörperchen in die bereits vollgestopfte Haarfollikel um die Bakterien zu bekämpfen. Dadurch entzündet sich die Akne und bildet sogenannte Papel oder Hautknötchen. Wirklich schwere Fälle können zu extremen Entzündungen in Form von Zysten führen. Viele Menschen sind der Meinung, dass die Ernährung hierbei eine große Rolle spielt, und dass fettige Lebensmittel oder Schokolade Pickel verursachen. Dieser Zusammenhang ist in den bisherigen Studien noch nicht bewiesen worden. Die Behandlung von Akne kann mit einer beliebigen Anzahl von Lotionen und Cremes behandelt werden, vor allem denen mit Benzoylperoxid und Salicylsäure.

Ursache von Akne

Viele sind der Ansicht, dass Akne ein Resultat von mangelnder und schlechter Hygiene ist, und manche Menschen, vor allem Frauen versuchen dieses Problem durch Schrubben im Gesicht zu verringern. Dies funktioniert selten und kann in manchen Fällen das Problem verschlechtern. Es gibt jedoch mehrere Ursachen für Akne einschließlich verstopfter Poren, der Hormonspiegel und sogar Gewichtsprobleme. Eine der häufigsten Ursachen von Akne vor allem im Erwachsenenalter sind anhaltend verstopfte Poren. Manchmal können diese durch die Anwendung von schwerem Make-up oder Feuchtigkeitscremes welche Komedogen sind (erhalten Inhaltsstoffe die Pickel verursachen können) ausgelöst werden. Insbesondere Menschen mit fettiger Haut sollten Komedogene Produkte vermeiden. Auch das tägliche Abschminken hilft dabei, die Poren freizumachen, sodass die Haut atmen kann. Menschen, die übergewichtig sind, haben eine größere Wahrscheinlichkeit diese Haukrankheit zu entwickeln. Normalerweise aber ist der Zusammenhang zwischen dem Gewicht und Akne viel mehr die Folge der kompletten Ernährung. So können zum Beispiel fettige Lebensmittel wie Pizza, Pommes und Currywurst, welche zum einen die Gewichtszunahme verursachen gleichzeitig höhere Mengen an Öl auf der Haut produzieren.

Fettige Haut kann als Resultat diese Ausbrüche hervorrufen. Außerdem können hohe Mengen an Zucker und Kohlenhydraten bei übergewichtigen Menschen zu Akne führen.Am häufigsten aber ist ein hormonelles Ungleichgewicht die primäre Ursache von Akne, vor allem bei Erwachsenen. Stress spielt hierbei eine große Rolle, da er die Hauptursache für ein hormonelles Ungleichgewicht sein kann. Akne neigt manchmal dazu, aus der Überproduktion von dem Hormon Androgen zu entstehen. Dieser stimuliert die Talgdrüsen, welche das Öl auf der Haut produzieren. Das Niveau der Androgenproduktion kann erhöht sein, wenn eine Person enorm unter Stress steht, aber ein hoher Androgen-Spiegel kann auch mit verschiedenen anderen Erkrankungen assoziiert sein, welche nicht stressbedingt sind. Bei Frauen kann ein zusätzlicher Grund für einen schwankenden Hormonspiegel der Menstruationszyklus sein. Manche Frauen bemerken, dass Akne direkt vor ihrem Menstruationszyklus auftritt, aufgrund der Veränderungen im Hormonspiegel.

Symptome von Akne

Die Symptome von Akne können in 3 Kategorien eingestuft werden: mild, mittelschwer und akute Akne. Bei leichten Akne Symptomen treten überwiegend nur Mitesser auf, die sich normalerweise nur auf das Gesicht beschränken. Mittelschwere Akne kann eine Kombination von Whiteheads, Mitessern, Papeln und Pusteln sein. Diese können sich auf den Schultern und Rücken ausbreiten. Schwere oder akute Akne umfasst neben den Papeln und Pusteln, auch Knötchen und Zysten und die gesamte Ausbreitung der Akne kann ziemlich umfangreich sein.Die körperlichen Symptome sind relativ eindeutig und sichtbar, dazu gehören offene Komedonen (Mitesser) und Whiteheads die sich unter der Hautoberfläche befinden sowie große und feste Klumpen unter der Haut, sogenannte Pusteln. Des Weiteren sind gelbliche Klumpen auf der Hautoberfläche, die mit Eiter gefüllt sind (Pusteln) ein Indiz für Akne. Rote Flecken ohne Eiter sind ein Symptom der nicht-entzündlichen Akne. Ein weiteres Anzeichen sind Zysten die sich unter dem Hautgewebe befinden und einen Durchmesser von ca. 4-5 mm haben. Sie sind meistens sehr schmerzhaft und mit Eiter gefüllt. Zuletzt ist eine trockene, rote und juckende Haut einschließlich Narbenbildung ein visuelles Merkmal der Akne.

Diagnose von Akne

Die Diagnose von Akne ist im Vergleich zu anderen Hauterkrankungen relativ einfach und wird aufgrund der äußerlichen Erscheinung diagnostiziert. Der Arzt kann eine körperliche Untersuchung vornehmen und die medizinische und persönliche Geschichte befragen, um andere Möglichkeiten auszuschließen. Auch Fragen über die Verwendung von Kosmetik und Medikamenten helfen dabei eine Akne Diagnose schnell zu erstellen. Eine Untersuchung und die medizinische Vorgeschichte sind in den meisten Fällen ausreichend, damit Akne diagnostiziert werden kann. Bei Anzeichen von einem Androgenüberschuss ist manchmal eine Empfehlung zum Spezialisten vorhanden, um die Hormone zu kontrollieren.Viele Hautveränderungen weisen ähnliche Symptome auf wie Akne, so können manche Medikamente wie Cortison und fettige Kosmetik, die auf der Haut angewendet wird fast dieselbe Auswirkung hervorrufen. Rosazea kann zum Beispiel Rötungen, rote Flecken und Pickel auslösen. Es gibt jedoch keine Mitesser. Patienten dieser Hauterkrankung sind in der Regel im mittleren Alter. Akne beschränkt sich nicht immer nur auf das Gesicht, so muss ein Arzt bei der Untersuchung alle betroffenen Stellen überprüfen, einschließlich Gesicht, Brust und Rücken. Sobald die Anwesenheit von Mitessern und entzündeten Knötchen bestätigt wird, kann eine endgültige Diagnose gemacht werden. Die Diagnose wird auf einer Skala von 1 bis 4 gemessen, abhängig von der Stärke der Symptome.

Therapie und Behandlung bei Akne

Die Behandlung von Akne ist ein fortlaufender Prozess. Dass entscheidende ist die Verhinderung der Neubildung. Es ist dabei wichtig das vorhandene Hautunreinheiten ordnungsgemäß heilen, aber eine sichtbare Verbesserung bei diesem Zustand braucht Zeit. Wenn die Akne nach 8 bis 10 Wochen unverbessert bleibt, dann muss eine stärkere Therapie eingesetzt werden. Der Hautarzt empfiehlt zunächst eine Behandlung, welche individuell variieren kann, entsprechend der Art von Akne die behandelt wird. Es gibt eine große Anzahl von Akne Lotionen und Cremes, die nicht verschreibungspflichtig sind, und die bei leichteren Fällen von Akne helfen. Produkte die Vitamin A-Säuren oder Benzoylperoxid enthalten helfen dabei die verstopften Poren freizumachen und die Bakterien zu reduzieren. Wie bei anderen Produkten und Medikamenten können auch hier einige Nebenwirkungen auftreten. So können manche von ihnen zum Austrocknen und schälen der Haut führen.Auch Antibiotika werden verwendet, um Akne zu behandeln. Diese werden in weniger schweren Fällen eingesetzt. Wenn große rote Beulen vorhanden sind, kann der Arzt eine Cortison-Injektion direkt in die Unebenheiten einspritzen. Es ist sehr wichtig, dass der Patient nicht an der Akne oder am Pickel kratzt, pickt oder sie ausdrückt.

Auf diese Weise können sich Rötungen und Schwellungen verschlimmern, sich entzünden und zu Narbenbildung führen. Antibiotika die oral eingenommen werden wie Erythromycin oder Minocyclin werden oft bei mittelschweren und schweren Fällen verschrieben. Sie verringern die Anzahl der Bakterien im Haarfollikel und können Rötungen effektiv reduzieren. Isotretinoin ist ein weiteres orales Medikament, und wird manchmal bei akuter Akne eingesetzt, die nicht auf andere Behandlungen angesprochen hat. Dieses Medikament wird seltener verschrieben da die Liste der Nebenwirkungen relativ lang ist, und häufige Nachuntersuchungen notwendig sind, um sie zu überwachen. Bei der Behandlung von Akne ist es wichtig zu verstehen dass sie nicht über Nacht besser werden kann. Es kann Monate oder sogar Jahre dauern bis sie unter Kontrolle ist, aber durch konstante Behandlungen können positive Resultate erzielt werden.

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