Aneurysma: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei einem Aneurysma

Aneurysma, Gefässerweiterung

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Aneurysma, Gefässerweiterung

Das Wort Aneurysma stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Aufweitung. Mit diesem Terminus wird eine Arterienerweiterung bezeichnet, welche sich in als eine Spindel- oder sackförmige Ausbuchtung zeigt.

Das Aneurysma

Das Aneurysma ist oim ICD-10 unter verschiedenen Klassifizierungen aufgeführt. Je nach dem Ort der Erweiterung in der Arterie wird es medizinisch anders bezeichnet. Bei angeborenen Wandveränderungen in den Gefäßen spricht man allerdings von eine Ektasie, was eine klare Abgrenzung zum Aneurysma darstellt.

Was ist ein Aneurysma?

Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine krankhafte Gefäßerweiterung, welche sich in Form einer Spindel oder als Sack darstellt. Dabei ist diese Veränderung permanent und bildet sich in der Regel nur sehr selten wieder von selbst zurück. Dabei diverse Unterscheidungen getroffen. Zum einen kann es sich um ein echtes Aneurysma handeln. Dabei kann aber auch ein unechtes Aneurysma diagnostiziert werden. Als dritte variante kann es sich auch um ein gespaltenes Aneurysma handeln.

Die echte Variante wird in der Medizin als Aneurysma verum bezeichnet. Bei dieser ist die Gefäßwand mit all ihren Schichten vollständig erweitert. Dabei wird ein starker Druck auf das jeweilige Gefäß ausgeübt, sodass es unter Umständen zu einem Riss kommen kann. Dieser kann, je nach Lage, lebensbedrohlich sein. Bei der Flaschen Variante, auch spurium oder falsum genannt, handelt es sich um eine Verletzung der Gefäßwände, welche entweder durch einen Unfall oder starke Belastung aufgetreten sind. Hier kann dann ein Katheter-Eingriff erforderlich sein.

Bei der gespaltenen Art ist nur die mittlere Schicht der Arterie erweitert. Dabei liegt die Erweiterung innerhalb der Media, sodass in den Hohlraum Blut eingespült wird. Hierdurch kann die Gefäßwand sowohl nach außen als auch nach innen reißen. Bei dieser Art handelt es sich um eine eher seltene Form, welche meist bei speziellen Erkrankungen auftritt.

Ursachen für ein Aneurysma?

Bei den Ursachen steht die Arteriosklerose ganz oben auf der Liste. In über 80 Prozent aller Fälle wird ein Aneurysma aufgrund der Arterienverkalkung diagnostiziert. Allerdings können auch Traumate oder Infektionen zu einer Gefäßerweiterung führen. Hier stehen sowohl Syphilis als auch rheumatisches Fieber im Vordergrund der Betrachtung. Auch angeborene Bindegewebsschwächen können eine Ursache sein, wobei hierbei zwischen verschiedenen Symptomen unterschieden wird. Hierbei kann man dann auf das Marfan-Syndrom oder Ehlers-Danlos-Syndrom verweisen, welche als Hauptursachen in diesem Bereich gesehen werden können. Auch die Hauptschlagader kann von einem Aneurysma betroffen sein. In vielen Fällen sind angeborene Herzfehler für eine solche Erweiterung verantwortlich.

Einer der Hauptverursacher ist in Verbindung mit der Verkalkung der Arterien, der Bluthochdruck. Hierdurch wird das Verkalken der Gefäße beschleunigt, sodass es schneller zu einer Erweiterung kommen kann. Daher betrifft eine solche Erkrankung auch häufig Menschen, die unter einer starken Erhöhung des Blutdruckes leiden. In den überwiegenden Fällen wird dabei auch eine Verkalkung der Arterien diagnostiziert. Dabei sind vor allem die kleineren Gefäße als erstes betroffen. Die Arterien benötigen aufgrund ihres Durchmessers länger, um eine entsprechende Erweiterung aufzuweisen.

Typische Symptome und Anzeichen eines Aneurysmas

Das Wort typisch kann bei den Symptomen eines Aneurysmas eigentlich nicht verwendet. Die Symptome richten sich jeweils danach, in welcher Region des Körpers die Gefäßerweiterung zu finden ist. Bei einem cerebralen Aneurysma treten die vermeintlichen Kopfschmerzen nicht sofort auf. Vielmehr werden diese erst dann bemerkt, wenn die Erweiterung bereits einen Riss verursacht hat. An dieser Stelle sei gesagt, dass alle Aneurysmata innere Blutungen auslösen.

Im Hirn kann ein solches Aneurysma zu einem permanenten starken Druckgefühl führen, sofern es sich in einer entsprechenden Region befindet. Beim Aufbrechen kann es dann zu Lähmungserscheinungen kommen. Auch kann ein Schlaganfall auftreten oder es kommt zu dauerhaften Subarachnoidalblutungen. Befindet sich das Aneurysma hingegen im Becken oder in der Nähe der Bauchaorta, so verhalten sich die Symptome ganz anders. In der Regel spürt der Großteil der Betroffenen nichts von der Verengung. Wird es symptomatisch, so können starke Rückenschmerzen die Folge sein. Auch von einem verstärkten Harndrang und von Verstopfung wird sehr oft berichtet. Auch Durchfall kann eine Folge sein.

Treten Aneurysmata hingegen im Brustraum auf, so können diese bei einem symptomatischen Verlauf, zu Schluckbeschwerden, Husten, Heiserkeit und plötzlicher Atemnot führen. Ist ein Lungengefäß betroffen, kann im schlimmsten Fall eine Emboli die Folge sein. Liegt das Aneurysma in der Aortenwand oder in den Kranzgefäßen des Herzens, so zeigt sich dieses für gewöhnlich durch sehr starke heftige Schmerzen im Brustraum. Hierbei können Durchblutungsstörungen des ganzen Körpers auftreten. Hier ist umgehende medizinische Hilfe erforderlich, da dieser Prozess sehr schnell zu einem Herzinfarkt führen kann.

Diagnose & Verlauf bei einem Aneurysma

Die meisten Aneurysmata sind absolut symptomlos. Daher werden sie entweder gar nicht oder erst bei einer allgemeinen Untersuchung entdeckt. In der Folge wird dann meist eine Nachkontrolle durchgeführt, ob sich der Zustand verändert hat. In der Regel wird nicht systematisch nach einem Aneurysma gesucht, sondern dieses wird meist bei der Behandlung eines plötzlich auftretenden Krankheitsbildes entdeckt. Häufig kommt der Ultrashall oder auch die Angiografie zum Einsatz. Sogenannte periphere Aneurysmata können allerdings auch mit bloßen Händen ertastet werden und sind meist auch äußerlich sichtbar.

Über den Verlauf kann man nur so viel konkret gesagt werden, dass beim Platzen eines Aneurysmas immer ein heftiger Schmerz auftritt, der so stark ist, dass er wahre Todesangst auslöst. Der weitere Verlauf hängt dann einzig und allein von der Lage der des Aneurysma ab. Findet der Riss im Hirn statt, so ist für gewöhnlich ein Schlaganfall die Folge. Geschieht dies im Herzen wird das ganze durch einen Herzinfarkt kenntlich. In der Lunge tritt meist eine Embolie auf. Im übrigen Körper ist der Verlauf diffuser und durch viele weitere Begleiterscheinen gekennzeichnet. Hier muss dann immer die Abklärung durch den Arzt erfolgen.

An dieser Stelle stellt sich die Frage, welcher Facharzt diagnostiziert ein Aneurysma? In der Regel kann ein Aneurysma von jedem Arzt festgestellt werden. Dabei hängt es immer davon ab, unter welchem Umständen es entdeckt wird. Sollte der Verdacht im Raum stehen, dass man an einem Aneurysma leidet, so sollte man sich an einen Facharzt für Gefäß- und Thoraxchirurgie wenden. Dieser hat für gewöhnlich eine umfassende Erfahrung mit diesem Bereich gesammelt.

Behandlung & Therapie eines Aneurysmas

Hier stellt sich nun die Frage, ab wann spricht man von einem Aneurysma? Als Aneurysma werden alle Verengungen in den Gefäßen bezeichnet, die bereits einen entsprechenden Druck aufgebaut haben. Sie besitzen allerdings das Potenzial zu Platzen, und somit zu einer inneren Blutung zu führen. Hinzu kommt die Frage, ab welcher Größe eines Aneurysma sollte man operieren? Dies ist von Bereich zu Bereich unterschiedlich. Im Hirn sollte ein Aneurysma stets so schnell wie möglich entfernt werden. Dies gilt auch für den Bereich des Herzens, da hier schon kleine Erweiterungen zu schwerwiegenden Folgen führen können. Auch in der Lunge sollte man nicht all zu lange warten. Im Bauchbereich sollte die Größe eines Aorten-Aneurysmas niemalsdie5 cm überschreiten.

Behandelt wird grundsätzlich über eine minimal invasive OP. Hierbei wird ein Katheter in die Arterie eingeführt und ein Stent an der Stelle der Erweiterung platziert. Somit kann es nicht zu einer Ruptur kommen. Auch Betablocker können verschrieben werden, um einen erhöhten Blutdruck zu reduzieren und somit die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens zu verringern. Zudem haben diese die zusätzliche Wirkung, dass das Blut dünnflüssiger wird und sich somit keine Verstopfung bilden kann. In vielen Fällen wird auch eine Ernährungsumstellung empfohlen, um den Blut-Fett-Gehalt zu reduzieren und somit die Verkalkung der Arterien zu verlangsamen.

Vor allem für Arbeitnehmer steht noch eine Frage im Raum. Wie lange wird man mit einem Aneurysma krankgeschrieben? Mit einem Aneurysma ohne Symptome wird man überhaupt nicht krankgeschrieben. Es erfolgt lediglich eine Kontrolle in festgelegten Abständen. Bei einem symptomatischen Aneurysma kann die Karnkschreibung je nach Lage, mehrere Wochen bis hin zu Monaten betragen.

Was passiert, wenn ein Aneurysma platzt?

Die hängt ganz davon ab, wo sich das Aneurysma befindet. In jedem Fall tritt Blut aus dem Gefäß aus und überflutet das dahinterliegende Gewebe. Im Hirn kann dies zu einem Schlaganfall führen. Im Herzen kann es einen Herzinfarkt auslösen und in der Lunge wird dann meist eine Embolie verzeichnet. Alle übrigen Erweiterungen in den Gefäßen zeigen sich dann durch sehr starke Schmerzen. In jedem Fall sollte bei einem geplatzten Aneurysma immer ein Arzt gerufen werden.

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