Asthma bronchiale: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Asthma bronchiale

Asthma bronchiale

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Asthma bronchiale

Anfallsweise auftretende und sich meist wiederholende Zustände von Atemnot, ausgelöst durch spastische Verengung der Bronchialmuskultur bezeichnet man als Asthma bronchiale.

Die Lunge ist das Organ mit der größten Oberfläche. Ein gesunder Erwachsener hat rund dreihundert Millionen Lungenbläschen und auseinandergefaltet würde das eine Fläche von ungefähr hundertzwanzig Quadratmeter ergeben. Diese große Fläche findet aber dennoch Platz im Brustkorb, der beim Erwachsenen gerade mal fünf bis sechs Liter Fassungsvermögen hat.

Die spastische Einengung der Luftwege wird noch verstärkt durch ödematöse Schleimhautschwellungen sowie abnorm zähe Schleimpfröpfe in den Bronchien. Die Veränderungen sind herdförmig. Im Anfall ist die effektive Atmung auf die schleimfreien Bronchialabschnitte beschränkt. Die Schwere eines Asthmaanfalls korreliert mit der Zahl der verstopften Bronchien. Beim Asthma handelt es sich um eine chronische Entzündung der Atemwege. Die Bronchien reagieren mit einer unangemessenen starken Entzündungsreaktion. Die Atemwege verengen sich so stark, dass nicht mehr ausreichend Luft transportiert werden kann, dadurch entsteht die Atemnot. Asthma ist mit Medikamenten gut behandelbar, wird jedoch Asthma bronchiale zu spät diagnostiziert, kann es zu dauerhaften Schädigungen des Lungengewebes kommen. Die schwerste Form ist der sogenannte Status asthmaticus. Wird ein kritisches Maß der Atmungsbehinderung überschritten, kann der Tod eintreten.

Ursachen von  Asthma bronchiale

Die genaue Ursache für das Asthma ist noch nicht ganz geklärt. Auffallend ist aber, dass Asthma bronchiale in manchen Familien gehäuft auftritt. Rund zehn bis zwölf Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden unter Asthma bronchiale, bei den Erwachsenen liegt der Prozentsatz bei ungefähr sechs bis acht Prozent. Es wird angenommen, dass nicht die Krankheit selbst vererbt wird, sondern die Bereitschaft, Asthma bronchiale in Laufe seines Lebens zu entwickeln. Ob durch diese gegebene Bereitschaft auch tatsächlich Asthma entsteht, hängt auch mit verschiedenen Umwelteinflüssen zusammen. Beobachtet wird, dass in Industrieregionen die Häufigkeit der Asthmaerkrankungen laufend zunimmt, dadurch wird der Zusammenhang von Asthma bronchiale und Umwelteinflüssen bestätigt. Asthma bronchiale kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Eine der Ursachen sind Inhalationsallergene. Darunter fällt Hausstaub, Tierhaare, Betteninhaltsstoffe, Insektenstäube, Pollen und dergleichen, aber auch Nahrungsmittel- und Arzneimittelallergien und Parasitenbefall. Asthma bronchiale kann auch durch infektallergische Ursachen ausgelöst werden. Stoffwechselprodukte von Bakterien wirken als Allergen. Ein entzündlicher Gewebeschaden wirkt als Schrittmacher für eine Sensibilisierung. Ein lokalisierter Infektherd in der Lunge kann reflektorisch eine Bronchienverengung auslösen. Chemische Reizstoffe, wie zum Beispiel Tabakrauch, Putzmittel, Farben, Lacke, Haarsprays oder Parfüms, können akut und chronisch toxisch auf die Schleimhäute einwirken und so ebenfalls Asthma bronchiale auslösen.

Asthma bronchiale kann aber auch durch psychische Ursachen entstehen. Das Ausmaß der Asthmareaktion steht in direkter Abhängigkeit zur vegetativen Erregbarkeit.

Sympto me von  Asthma bronchiale

Typische Symptome sind die anfallsartig auftretende Atemnot und vor allem nächtlicher Husten. Ebenso ein Engegefühl in der Brust und pfeifende Geräusche beim Ausatmen. Es gibt beschwerdefreie Phasen und Phasen in denen die Asthma Beschwerden auftreten. Wenn die Symptome in der beschwerdenfreien Zeit auch fehlen, bleibt die Entzündung der Atemwege trotzdem bestehen und der Betroffene muss deshalb weiterhin mit den Medikamenten behandelt werden.

Behandlung und Therapie bei  Asthma bronchiale

Oberste Priorität bei der Therapie von Asthma bronchiale ist die Kontrolle der Erkrankung, also ein beschwerdefreier Zustand des Erkrankten und damit ein Zustand ohne Einschränkung der körperlichen Aktivitäten. Asthma bronchiale tritt in den seltensten Fällen ganz plötzlich auf, sondern entwickelt sich eher schleichend. Zu Beginn treten nur leichte Atembeschwerden bei Belastungen auf. Zum Beispiel eine nur geringfügige Atemnot beim Treppensteigen oder körperlicher Arbeit und ein leichter ständiger Hustenreiz.

In solchen Fällen sollte rasch der Arzt aufgesucht werden. Weiterführende Untersuchungen beim Pneumologen verhärten oder widerlegen die Diagnose Asthma bronchiale. Die Lungenfunktionsprüfung gibt Auskunft über die Verengung der Atemwege. Am häufigsten wird die Spirometrie durchgeführt. Die Spirometrie zeigt die Vitalkapazität an, das ist jene Luftmenge die der Betroffene maximal ein- und ausatmen kann. Die Ein- Sekunden-Kapazität zeigt jene Luftmenge an, die nach einer maximalen Einatmung in einer Sekunde maximal wieder ausgeatmet werden kann. Die Ermittlung dieses Wertes ist besonders wichtig zur Bestimmung der Verengung der Atemwege. Treten die Atembeschwerden gehäuft im Frühling oder im Sommer auf, empfiehlt sich ein Allergietest. 

Eine besondere Form des Asthma bronchiale ist das Belastungsasthma, bei dem die Atemnot zum Beispiel beim Sport auftritt. Unter diesem Anstrengungsasthma leiden viele Kinder und Jugendliche.

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