Brustkrebs: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Brustkrebs

Brustkrebs

© Sven Bähren / fotalia.com

Brustkrebs

Wie bei allen Formen von Krebs entsteht das abnorme Gewebe beim Brustkrebs aus den eigenen Zellen des Patienten, welche sich unkontrolliert vermehrt haben.

Diese Zellen können auch zu anderen Orten im Körper wandern, wo sie normalerweise nicht benötigt werden, was bedeutet, dass der Krebs metastatisch ist. Brustkrebs entwickelt sich im Brustgewebe, in erster Linie in den Milchgängen (duktales Karzinom) oder Drüsen (lobuläres Karzinom). Brustkrebs beginnt in der Regel mit der Bildung eines kleinen, begrenzten Tumors (Klumpen) oder als Kalkablagerungen (Mikroverkalkungen) und verbreitet sich dann durch die Kanäle in der Brust in die Lymphknoten oder durch den Blutstrom in andere Organe.

Dieser Tumor kann im Laufe der Zeit wachsen und das Gewebe um die Brust okkupieren, wie die Haut oder Brustwand. Verschiedene Arten von Brustkrebs existieren, wobei alle mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten wachsen und sich ausbreiten. Zum Beispiel benötigen einige Arten von Brustkrebs einige Jahre, um sich über die Brust auszubreiten, während andere Arten sehr schnell wachsen und sich verbreiten. Männer können ebenfalls an Brustkrebs erkranken, aber sie machen nur ein Prozent aller Fälle von Brustkrebs aus. Bei Frauen ist Brustkrebs hingegen die häufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Ursache nach Lungenkrebs für alle Todesfälle, welche durch Krebs verursacht wurden.

Ursachen von Brustkrebs

Derzeit werden immer noch viele Forschungen betrieben, um die genauen Ursachen von Brustkrebs zu identifizieren, Forscher haben jedoch mehrere Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs identifiziert. Ein Risikofaktor ist etwas, das die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eine Person eine Krankheit entwickelt. Es ist jedoch keine Garantie und prognostiziert nicht eine künftige Diagnose. Einige Risikofaktoren für die Entwicklung von Brustkrebs sind:

Das Alter: Wenn wir älter werden, steigt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken dramatisch. Es wird geschätzt, dass 80% der Frauen, die mit Brustkrebs diagnostiziert werden 50 Jahre oder älter sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jüngere Frauen nicht in Gefahr sind. Junge Frauen werden ebenfalls mit Brustkrebsdiagnostiziert, jedoch nur viel seltener.

Familie und persönliche Geschichte von Brustkrebs: Wenn die Mutter, Schwester oder Tochter einer Person mit Brustkrebs dijagnostiziert wurde, verdoppelt dies das Risiko einer Erkrankung für diese Person. Während die Familiengeschichte eine Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs spielt, sollte eine Person aber nicht der landläufigen Meinung sein, dass sie ohne eine Familiengeschichte von Brustkrebs nicht gefährdet ist. Forschungen schätzen, dass 70 bis 80% der Frauen, welche mit Brustkrebs dijagnostiziert wurden, keine Familiengeschichte besitzen, die auf Brustkrebs hindeutet.

Rasse: Von allen Patienten werden kaukasische Frauen häufiger als Frauen anderer Rassen mit dieser Erkrankung diagnostiziert. Obwohl kaukasischen Frauen die am meisten gefährdeten sind, sind afroamerikanische Frauen diejenigen, welche an den Folgen dieser Krankheit am meisten sterben. Asiatische und hispanische Frauen haben hingegen ein geringeres Risiko diese Krankheit zu entwickeln.

Alkoholkonsum: Frauen, die Alkohol trinken, erhöhen ihr Brustkrebsrisiko deutlich, wobei die Gefahr mit der Menge des konsumierten Alkohols dramatisch steigt. Frauen, die 2 bis 5 alkoholische Getränke pro Tag konsumieren, erhöhen ihr Risiko im Vergleich zu anderen Frauen, die keinen Alkohol trinken um 50%. Ein Getränk am Tag erhöht das Risiko einer Frau jedoch nur geringfügig.

Frauen, die zuvor mit Brustkrebs diagnostiziert und behandelt wurden, haben ebenfalls ein höheres Risiko einer erneuten Entwicklung von Brustkrebs.

Symptome bei Brustkrebs

Ein besorgniserregender Knoten in der Brust ist in der Regel der Grund, welcher eine Frau dazu veranlasst einen Arzt aufzusuchen, aber es gibt einige andere Symptome, die durch Brustkrebs verursacht werden können. Die häufigsten Brustkrebs Symptome umfassen:

  • Eine Brust, die sich warm anfühlt
  • Blutiges Sekret aus einer oder beiden Brustwarzen
  • Die Haut auf oder um die Brust hat ein ähnliches Aussehen wie eine Orangenhaut
  • Die Haut auf der Brust ist rot oder fleckig
  • Ein plötzlicher Anstieg in der Größe der Brust, welcher nicht mit dem Menstruationszyklus verbunden ist
  • Schmerzen in den Brustwarzen oder schuppige Brustwarzen
  • Anhaltende Schmerzen in der Brust oder Empfindlichkeit, die nicht mit dem Menstruationszyklus verbunden ist
  • Schwellung der Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Ein Knoten, Schwellung oder Ansammlung in der Brust

Dies sind die Symptome von Brustkrebs, die gesehen oder gefühlt werden können, aber es gibt auch Fälle bei Brustkrebs im Frühstadium, wo es keine Symptome gibt, welche durch eine körperliche Untersuchung erkannt werden können. Verfahren wie eine Mammografie und MRI erkennen jedoch Brustanomalien, die nicht durch das bloße Auge oder eine Berührung zu Dijagnostizieren sind.

Diagnose von Brustkrebs

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können Anomalien in der Brust zeigen, die eine zusätzliche Untersuchung erfordern. Die meisten Frauen entdecken Brustanomalien jedoch durch eine Selbstuntersuchung der Brust zu Hause oder über eine klinische Brustuntersuchung durch ihren Arzt. In der Regel werden Brustanomalien aber durch Mammografien entdeckt. Nur 10% der Symptome werden ursprünglich durch eine körperliche Untersuchung gefunden, wobei die restlichen 90% durch eine Mammografie entdeckt werden, was beweist, wie wichtig es ist, dass sich eine Frau regelmäßig einer Mammografie unterzieht. Die meisten Ärzte empfehlen, dass Frauen mit einer jährlichen Mammografie im Alter von 40 Jahren beginnen. Frauen, die ein höheres Risiko der Entwicklung von Brustkrebs haben, können jedoch mit dieser Untersuchung auch früher beginnen.

Wenn eine Person Symptome dieser Krankheit aufweisen sollte oder eine Mammografie zeigt eine Anomalie, dann werden meistens weitere Tests durchgeführt, um festzustellen, ob tatsächlich Brustkrebs vorliegt und in welchem ??Stadium die die Krankheit sich befindet. Weitere Testmethoden, welche verwendet werden, um Brustkrebs zu diagnostizieren umfassen:

  • Diagnostische Mammografie
  • Brust-MRT
  • Brust-Ultraschall
  • Ductogram

Falls weitere Untersuchungen eine Anomalie feststellen sollten, kann ebenfalls eine Biopsie durchgeführt werden. Eine Biopsie beinhaltet, dass ein Arzt eine kleine Menge des Brustgewebes entfernt, welches dann unter einem Mikroskop untersucht wird.

Therapie und Behandlung von Brustkrebs

Eine Früherkennung von Brustkrebs minimiert die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs sich ausbreitet und erhöht die Chancen auf eine vollständige Genesung. Die Behandlung dieser Krankheit hängt von den individuellen Umständen ab, wie der Wachstumsrate, der Reaktion auf die Behandlung und ob der Tumor sich ausgebreitet hat. Die Behandlungsmöglichkeiten für Brustkrebs umfassen eine Chirurgie, Strahlentherapie, Chemotherapie und medikamentöse Therapie (einschließlich einer hormonellen und biologischen Therapie).

Bei der Chemotherapie wird die Behandlung üblicherweise durch eine Injektion vorgenommen, wobei die Chemotherapie nicht nur das Wachstum von Krebszellen behindert, sondern auch die gesunden Zellen beeinträchtigt. Häufige Nebenwirkungen der Chemotherapie sind zum Beispiel eine Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall und Infektionen.

Eine Hormontherapie (z.?B. Tamoxifen oder die Klasse von Medikamenten, die als Aromatoasenhemmer bekannt ist) hilft ebenfalls das Wachstum von Krebszellen zu stoppen und kann für bis zu 5 Jahre bei postmenopausalen Frauen verwendet werden, die Rezeptorpositiven Krebs haben. Häufige Nebenwirkungen der Hormontherapie sind Hitzewallungen und eine unregelmäßige Menstruation.

Die Strahlentherapie wird häufig nach einer Lumpektomie oder partiellen Brustentfernung (Mastektomie) vorgenommen. Die Strahlung tötet Krebszellen in der Brust und manchmal in der Achselhöhle als auch der Brustwand. Zu den Nebenwirkungen der Strahlentherapie gehören Hautrötungen und Müdigkeit, was eine Folge von gesundem Gewebe ist, welches in dieser Umgebung zerstört wurde, was jedoch nach Abschluss der Therapie sich wieder normalisiert.

Da Risiken mit jedem Medikament verbunden sind, sollte die Entscheidung über die Therapie, welche verwendet wird, nach der Kenntnis aller Risiken und Nutzen der Behandlung vorgenommen werden. Es gibt zudem auch andere Schritte, die eine Person ergreifen kann, um das Risiko von Brustkrebs zu reduzieren, wie zum Beispiel:

  • Regelmäßig Sport zu treiben
  • Eine gesunde, fettarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen
  • Den Alkoholkonsum zu reduzieren (Das Risiko steigt mit der Menge des konsumierten Alkohols, denn auch 1 bis 2 Drinks pro Tag können leicht das Brustkrebsrisiko erhöhen)
  • Die Risiken der Hormonersatztherapie (vor allem für mehr als 5 Jahre) sollten gründlich abgewägt werden
  • Das Rauchen sollte komplett vermieden werden

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