COPD: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei COPD

COPD

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COPD

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, kurz auch COPD genannt, ist eine chronisch, entzündliche Erkrankung der Lungen und der Bronchien.

Die genaue medizinische Bezeichnung ist chronic obstructive pulmonary disease. Der gesamte Atemweg ist verengt, beim betroffenen Patienten kommt es zur Atemnot. Die Obstruktion geht mit intensiven Husten, Auswurf und Schmerzen im Brustraum einher. Häufig leidet der Betroffene unter massiver Erschöpfung, aufgrund des quälenden Hustens. Die Beschwerden des einzelnen sind stark abhängig vom Fortschreiten der Erkrankung. Sehr häufig wird diese Erkrankung auch als Raucherhusten bezeichnet. Wobei die Ursachen auch andere Gründe haben können, wie berufliche Einflüsse oder Umwelteinflüsse.

Ursachen von COPD

Das Rauchen gehört dennoch zu den größten Hauptrisikofaktoren der COPD. Die Erkrankung ist neben Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen, die dritthäufigste Todesursache weltweit. Die Hauptursache für das Entstehen der COPD ist der starke Einfluss von Nikotin. Rauchern ist das Risiko durch Einfluss von Nikotin und andere Inhaltsstoffe der Zigarette, Lungenkrebs zu bekommen durchaus bewusst. Hingegen ist das Risiko durch Rauchen an COPD zu erkranken den meisten Rauchern nicht oder nur wenig bekannt. Selbst Nichtraucher, die sich oft mit Rauchern zusammen in einem Raum aufhalten, können an COPD erkranken. Arbeiten mit Feinstaub ohne dementsprechenden Mundschutz und früher mit dem gefährlichen Asbest können ebenfalls auf Dauer zu dieser durchaus lebensbedrohlichen Erkrankung führen. Die Vererbung von COPD ist wissenschaftlich nachgewiesen. So gibt es für viele Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben durch genetische Vorbelastungen an COPD zu erkranken. Ozon und industrielle Gase führen bei zu hoher Belastung ebenfalls zur Schädigung der Lungen. Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid können besonders in Großstädten durch die Autoabgase zur obstruktiven Lungenerkrankung beitragen. Deshalb sind besonders häufig erwachsene Patienten von COPD betroffen, deren Eltern in ihrer Kindheit geraucht haben oder aber in besonders belastenden Gebieten aufgewachsen sind. Eine unbehandelte virale Grippe steht auch im Verdacht eine COPD zumindest zu fördern.

Symptome bei COPD

Durch ständige Reizungen mit Nikotin oder anderen Substanzen, verändern sich Flimmerhärchen der Lungen. Die ursprüngliche Schutzfunktion vor Feinstaub, Viren und Bakterien geht verloren. So kommt es zur drastischen Veränderung der Bronchialschleimhaut. Es kommt zu Entzündungen, die zu irreversiblen Schädigungen führen. Durch die andauernde Schädigung der Flimmerhärchen kann der entzündliche Schleim nicht mehr ordnungsgemäß abtransportiert werden. Heftiger Reizhusten, insbesondere im Liegen stört den Betroffenen im Schlaf und lässt diesen kaum zur Ruhe kommen. Da COPD in verschiedenen Stadien verläuft beginnt die Krankheit erst einmal mit harmlosen Husten und Auswurf. In deren Verlauf zunächst erst einmal nur bei Belastung, wie Treppensteigen, Laufen oder anderen körperlichen Bewegungen der Betroffene von starkem Husten gequält wird. Im Verlauf der Erkrankung kommt es neben Husten und Auswurf auch zu Erschöpfungszustände und Atemnot. Anfänglich wird die Krankheit oft als harmloser Husten abgetan, in deren Verlauf es aber immer häufiger zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen kommt. In vielen Fällen kommt es zu einer Vergrößerung der rechten Herzkammer. Deren Ursache liegt in der unzureichenden Versorgung von sauerstoffreichen Blut aus der Lunge. Infolge dessen leidet der Patient unter Herzrhythmusstörungen. Die Folge sind Ödeme in den Beinen, aber auch im Gesicht. Leichte bis mittelgradige Atemgeräusche zu Beginn der Erkrankung können ein Zeichen sein, dass es sich bei der Erkrankung um COPD handelt.

Diagnose von COPD

Oft wird COPD mit Asthma verwechselt. Es gibt aber eindeutige Hinweise, ob es sich tatsächlich um COPD handelt. Die ersten Symptome werden bei den Betroffenen erst ab dem 40. Lebensjahr oder später wahrgenommen. Wogegen bei Asthma schon junge Menschen betroffen sind. Des Weiteren entsteht COPD schleichend und erst nach einiger Zeit kommt es zu massiven gesundheitlichen Einschränkungen. Die Krankheit ist chronisch, dennoch verläuft diese in Schüben und wird in bis zu IV Stadien eingeteilt. Eine leichte COPD mit Schweregrad I geht meist nur mit Husten und Auswurf einher. Die gefürchtete Atemnot mit chronischen Husten und vermehrten Auswurf wird erst im Schweregrad II beobachtet. Hinzu kommt die Atemnot bei schwerer Belastung. Im Schweregrad III können die Patienten oft schon nach leichter Belastung kaum noch Luft holen und fühlen sich erschöpft. Die Symptome von Schweregrad I und II verschlimmern sich in dieser Phase der Krankheit. Der IV. Schweregrad beinhaltet die gleichen Symptome wie alle drei Schweregrade zuvor. Ist aber in seiner Intensität wesentlich massiver und belastender als die Grade zuvor. Selbst bei geringer oder gar keiner Belastung kommt es in diesem Stadium der Erkrankung zu schwerer Atemnot. Durch eine adäquate Familienanamnese stellt der Facharzt fest, ob es eventuelle familiäre Dispositionen gibt, die den Verdacht der COPD bestätigen. Durch die gründliche Anamnese werden auch Lebensgewohnheiten des Betroffenen mit in die Diagnosesicherung einbezogen. Dazu gehören neben familiären Dispositionen auch die berufliche Komponente. Natürlich auch die Frage, ob es sich um einen Raucher oder Nichtraucher handelt wird hier berücksichtigt. Die anschließende körperliche Untersuchung beschäftigt sich mit der Hautbeschaffenheit, dem Gewicht und den Atemgeräuschen. Dies gibt Ausschluss darüber, ob sich COPD noch im Anfangsstadium befindet oder schon weiter fortgeschritten ist. Wer als Patient schon grundlos viel an Gewicht verloren hat, befindet sich möglicherweise schon im fortgeschrittenen Stadium. In diesem Fall muss der Therapieablauf anders gestaltet werden, als bei einem Betroffener, der einen unauffälligen Untersuchungsbefund nachweist. Eine weitere Diagnosesicherung ist die Spirometrie. Diese Untersuchung ist auch bekannt unter Lungenfunktionstest und wird beim Spezialisten für Pneumologie durchgeführt. Hierauf basieren insbesondere die Werte vom FEV1 und VK. Beim FEV1 wird geprüft, wie viel der Patient in einer Sekunde an Luft ausatmen kann. Dabei muss zuvor soviel Luft wie möglich eingeatmet werden. Dem Patienten fällt diese Untersuchung oft sehr schwer. Das Personal weiß um die Probleme COPD Patienten und unterstützt dem Patienten bei der wichtigen Untersuchung. Bei der VK Testung geht es darum, wie viel der Patient noch einatmen kann. Welches Fassungsvermögen hat die Lunge noch, wenn der Patient ausgeatmet hat und wieder einatmet. Beide Untersuchungen geben Auskunft über das Gesamtvermögen der Lunge, die Kraft der Lunge beim Ausatmen der Luft und Verengung der Atemwege. Die Ergebnisse sichern die Diagnose COPD und schließen gleichzeitig Asthma aus. Weitere Untersuchungen, um die Diagnose COPD zu sichern ist eine Blutgasanalyse, eine Probe vom Auswurf, Röntgenaufnahmen und ein CT. Belastungstest, sowie das Elektrokardiogramm und diverse Labor Untersuchungen dienen der weiteren Sicherheit der Diagnose.

Therapie und Behandlung bei COPD

Die Therapie kann erst nach eindeutiger Diagnosesicherung erfolgen. Deshalb sollte ein Patient mit COPD die Diagnose auch als Chance verstehen, dass endlich etwas gegen seine Beschwerden unternommen wird. In vielen Fällen wird eine Cortison-Therapie unumgänglich sein. Die Dosierung wird der behandelte Arzt unter Berücksichtigung der Diagnoseergebnisse vornehmen. Eine weitere Möglichkeit sind Medikamente, die der Lunge helfen wieder besser durchzuatmen. Die Medikation von COPD verschafft Linderung und wird vom Lungenfacharzt verschrieben. Je nach Schweregrad gibt es leichte bis sehr starke Medikamente, die für Verbesserung der Krankheit sorgen. Neben der medikamentösen Therapie kann der Patient zusätzlich einiges zur Linderung der Beschwerden beitragen. Es gibt spezielle Sportgruppen für COPD Patienten, die wieder mehr Lebensfreude bringen. Leichte Bewegung ist in jedem Falle eine gute Therapieform, die gleich zwei Vorteile für den Patienten bietet. Der Patient bleibt in Bewegung und durch den Gruppensport wird die soziale Insolation weniger. Mit Gleichgesinnten weiß der Patient, dass es ihm nicht allein so geht. So können auch Selbsthilfegruppen eine gute Möglichkeit sein, mit der Erkrankung gut zu leben. Wird die Krankheit im frühen Anfangsstadium erkannt und therapiert, so hat der Patient gute Chancen auf ein fast normales Leben. Der Patient selbst kann viel leisten, um mit COPD länger leben zu können. Aufklärung durch Fachärzte und das Mitmachen des einzelnen Patienten hilft dem Betroffenen mit der Diagnose COPD umzugehen.

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