Darmkrebs: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Darmkrebs

Darmkrebs

© DOC RABE Media / fotalia.com

Darmkrebs

Darmkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung im Darm. Diese Tumorerkrankung kann im Dickdarm und im Mastdarm auftreten. Tumore im Dünndarm sind sehr selten.

Dieser Erkrankung kann sowohl bei Männern und auch bei Frauen auftreten. Mehr als sechs Prozent der Menschen erkranken an dieser Krankheit. Durch diese Zahlen kann man sagen, dass der Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung ist. Beim Darmkrebs unterscheidet man die unterschiedlichen Bereiche, wie bereits oben genannt. Die Ärzte nutzen dazu jedoch folgende Fachbegriffe. Dickdarmkrebs wird in der Fachsprache als Kolonkarzinom bezeichnet. Krebs im Bereich des Mastdarms wird als Rektumkarzinom in der Fachsprache bezeichnet. Spricht ein Wissenschaftler oder ein Arzt von Kolorektales Karzinom, werden damit der Dickdarm und der Mastdarm zusammengefasst. Der Darmkrebs ist einer der besten erforschten Krankheiten im Bereich der Krebserkrankungen, das kann daran liegen, dass er so häufig auftritt. Durch diese Forschung kann man heute sagen das, bis zu 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen aus gutartigen Darmpolypen entstehen. Betrachtet man die Entstehung des Darmkrebses als Ganzes, kann man sagen das Darmkrebs sich aus der Drüsenschleimhaut entwickelt. Eine Entwicklung zum Darmkrebs aus gutartigen Darmpolypen kann bis zu 10 Jahre dauern. Aber nicht jeder Darmabschnitt ist gleichhäufig betroffen, da unser Darm sehr lang ist, gibt es verschiedene Angriffsstellen für den Krebs. Die meisten Tumore bilden sich im linken Teil des Dickdarms, hier liegt die Wahrscheinlichkeit bei 60 Prozent. Von diesen 60 Prozent der Fälle werden bis zu 55 Prozent der Fälle, einer Tumorerkrankung im Rektum und im Sigmaschlinge festgestellt. Der rechte Teil des Dickdarms wird oftmals nur in 25 Prozent der Fälle angegriffen. In den Industrieländern hat in den letzten 30 Jahren die Neuerkrankung deutlich zugenommen. Jährlich wird die Zahl der Neuerkrankungen jedoch höher. Momentan sind bis zu 40 Neuerkrankungen auf 100.000 Menschen zu verzeichnen. Dabei sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen, dabei tritt diese Art des Krebses am häufigsten nach dem 50. Lebensjahr auf.

Ursachen von Darmkrebs

Bei keiner anderen Krebsart gibt es so viel Vorsorge wie bei Darmkrebs. Vorsorgen kann man, aber nur wenn man die Risikofaktoren kennt. Mehr als 70 Prozent der Tumore treten ohne Vorerkennung auf, einfach spontan. Dabei ist die genetische Belastung aus der Familie nicht so hoch wie erwartet, diese liegt gerade einmal bei 30 Prozent. Dabei unterscheiden Wissenschaftler aber zwischen der Häufung von Darmkrebs in der Familie und der wirklichen genetischen Veranlagung. Ein weiteres hohes Risiko an dieser Krebserkrankung zu erkranken haben Menschen mit einer chronischen Erkrankung des Darms, wie beispielsweise Menschen mit der Erkrankung Morbus Crohn. Es gibt aber noch weitere Risikofaktoren, die zu einer solchen Erkrankung führen können. Das Alter spielt teilweise eine Rolle, besonders Menschen ab dem 50. Lebensjahr gelten als Risiko für Darmkrebs und sollten deshalb häufiger zur Vorsorge gehen. Das Alter speilt neben dem Risikofaktor Vererbung eine große Rolle. Auch Menschen, die an Diabetes Typ 2 leiden, haben ein dreifach erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Das Insulin soll laut Experten eine wachstumsfördernde Wirkung haben. Leider verläuft die Erkrankung bei dieser Gruppe häufig tödlich. Auch die Ernährung und der Lebensstil spielen bei den Risikofaktoren eine Rolle. Wie bei anderen Erkrankungen auch. Menschen die zu viel Fett und zu wenig Ballaststoffe zu sich nehmen haben ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Auch der typische Bewegungsmangel und erhöhter Rauch- und Alkoholkonsum können zum Darmkrebs führen. Die Darmpolypen, aus denen der Darmkrebs entsteht, können zum Risiko werden, sobald ein Mensch bereits einmal Darmpolypen hatte. Diese Menschen tragen das Risiko noch einmal an diesen Polypen zu erkranken und somit auch an Darmkrebs. Sollte man diese Risikofaktoren aufweisen, sollte man zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen. Um Darmkrebs vorzubeugen, sollte man seine Ernährung und seine Bewegungsgewohnheiten genauestens überprüfen. Dazu kann man sich mit seinem Arzt in Verbindung setzten. Auch einer Ernährungsberatung kann dabei helfen. Somit kann man auch das Risiko an Diabetes zu erkranken und somit an Darmkrebs mindern. Wichtig ist auch diese Risikofaktoren nicht außer Acht zu lassen und danach zu handeln.

Symptome bei Darmkrebs

Darmkrebs hat in den seltensten Fällen genaue Symptome. Die ersten Symptome treten erst auf den der Tumor eine bestimmte Größe oder ein größeres Ausmaß annimmt. Ein ganz typisches Symptom ist Blut oder sogar Schleim im Stuhl. Auch Durchfall, Verstopfung und Darmkrämpfe sind typische Symptome für einen Verdacht auf Darmkrebs. Auch Flatulenzen sind ein Symptom. Durch eventuellen Blutverlust kann es zu Müdigkeit und allgemeiner Schwäche kommen. Im Laufe der Tumorerkrankung kann es zu starkem Gewichtsverlust kommen. Bei der Erkrankung an Darmkrebs kann es natürlich auch zu Komplikationen kommen, die häufig erst zu spät wahrgenommen werden. Der Tumor kann zu einem Darmverschluss führen, da kann wiederum zu einem Darmdurchbruch führen.

Diagnose bei Darmkrebs

Im Bereich der Diagnose steht ganz klar die Früherkennung an erster Stelle. Um den Darmkrebs rechtzeitig zu erkennen, ist die Vorsorge eine der wichtigsten Untersuchungen. Sollte von der Familiengeschichte eine solche Erkrankung vorliegen, kann man diese Vorsorgeuntersuchung auch in jungen Jahren bereits vornehmen lassen. Um den Darmkrebs zu erkennen, stehen der Medizin heute zahlreiche Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Viele davon werden zur Früherkennung verwendet, einige werden aber auch zur Diagnose und zur Ausbreitung verwendet. Die Frühuntersuchung wird häufig beim Hausarzt durchgeführt, diese Untersuchung besteht häufig aus einem Laborbefund, einem Bluttest, einer Darmspiegelung sowie einer virtuelle Koloskopie. Die Diagnose von Darmkrebs besteht ebenfalls aus diesen Untersuchungen sowie einem Ultraschall, einer Biopsie, einer Kapselendoskopie und einem MRT. Auch diese Untersuchung kann bei einem Hausarzt durchgeführt werden, häufig wird man aber zu einem Speziallisten weitergeleitet.

Therapie und Behandlung bei Darmkrebs

Im Frühstadion ist der Darmkrebs gut behandelbar und sogar heilbar. Der Patient gilt dann als geheilt, wenn der Tumor vollständig entfernt wurde. Das geht jedoch nur, wenn der Krebs früh erkannt wurde. Sollte der Krebs schon in einem weiteren Stadion sein, dient die Behandlung dazu dem Krebs einzudämmen. Diese Behandlung gibt den Patienten oftmals einige Jahre mit einer sehr guten Lebensqualität. Der erste Schritt der Behandlung ist ein ausgiebiges Gespräch mit dem Arzt und eine Entscheidung über die Behandlung. Bei diesem Gespräch wird außerdem über verschiedene Kliniken gesprochen, die eine Behandlung durchführen können. Wichtig ist vielleicht auch sich eine zweite Meinung von einem Arzt einzuholen. In den meisten Fällen wird jedoch zu einer Operation geraten. Diese sollte nicht lange aufgeschoben werden, sondern sofort durchgeführt werden. Es gibt verschiedene Operationsmethoden. Zum einem gibt es die radikale Methode, in der nicht nur der Tumor, sondern auch das umliegende Gewebe entfernt wird. Bei der lokalen Operation wird nur der Tumor entfernt und nur sehr wenig gesundes Gewebe. Aber nicht nur die Operation wird als wichtig betrachtet, auch die Chemotherapie ist ein wichtiger Bestandteil. Diese Behandlung kann ambulant gemacht werden und muss je nach Stadion eingeschätzt werden. Je nach Behandlungsmethode kommen unterschiedliche Medikamente zum Einsatz, die den Tumor bekämpfen. In den letzten Jahren wurden die Medikamente für die Chemotherapie verbessert. Wichtig vor einer solchen Behandlung ist aber die Beratung mit einem Spezialisten. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Strahlentherapie, sie gilt als sehr effektiv. Im Falle des Darmkrebses wird die Strahlentherapie nur im Bereich des Mastdarms angewendet. Hierbei wird eine zielgenaue Zerstörung des Tumors angestrebt. Die Strahlentherapie wird oft mit der Chemotherapie kombiniert. Diese Therapieform verursacht aber Nebenwirkungen, die jedoch gut behandelt werden können. Es wird immer eine zielgerichtete Therapie und Behandlung angestrebt. Auch die Behandlung von Metastasen wird immer wieder erfolgreich durchgeführt. Wichtig dabei ist sich an einen Spezialisten zu wenden. Auch die Nachsorge spielt eine große Rolle, der Körper benötigt nach der Behandlung eine gewisse Zeit sich zu erholen. Danach wird jedem Patienten empfohlen das Leben und den Stil umzustellen, um eine Neuerkrankung vorzubeugen. Dazu gehören auch regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen.

Das könnte Sie auch interessieren