Depression: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Depressionen

Depressionen

© WavebreakmediaMicro / fotalia.com

Depressionen

Immer mehr Menschen geraten in ihrem Leben wenigstens 1x in eine Depression oder eine depressive Phase. Häufig ist der Job der Auslöser für diese Krankheit.

Oder aber auch belastende häusliche Situationen können einen Menschen krank machen. Und so bekommen sie Depressionen. Sie ziehen sich aus der Gesellschaft oder aber auch innerhalb der Familie zurück, haben keinen Antrieb mehr, verlieren Gewicht, bekommen Schlafstörungen und können teilweise ihrem Beruf nicht mehr nachkommen. Das kann im Schlimmsten Fall zum Verlust des Arbeitsplatzes führen, was die Menschen dann nur noch weiter in ein Loch schmeißt, weil sie sich jetzt auch noch nutzlos vorkommen. Sie treffen sich nicht mehr mit Freunden. Dort zeigen sich häufig, wer die wirklich engen Freunde sind. Die anderen sind mit dieser Situation überfordert und ziehen sich zurück. Bloß die Freunde, die bleiben und nicht mit dummen Sprüchen wie „Stell dich nicht so an....“ kommen, auf die kann der Betroffene dann bauen. So weit er sie dann an sich heran lassen kann, das hängt dann auch immer vom Krankheitsgrad ab. Die Betroffenen verlieren ihr Hungergefühl, sie achten auch nicht mehr darauf, regelmäßig etwas zu essen. So verlieren sie mit der Zeit jeglichen Lebenswillen.

Ursachen von Depressionen

Die Ursachen für eine Depression gibt es so noch nicht direkt. Man kann Zusammenhänge mit einer schwierigen Lebenssituation schließen, aber was nun dafür sorgt, dass man depressiv wird, das ist noch immer nicht wissenschaftlich belegt. Die Depressionen lassen sich anhand eines Fragebogens einordnen, allerdings sind das keine genauen Einteilungen, ein Arzt muss den Schweregrad der Depressionen feststellen und das geht nur über persönliche Gespräche und nicht über Tests, die trotzdem gerne ausgeteilt werden. Da die tatsächliche Ursache für Depressionen noch nicht bekannt ist, arbeitet jeder Arzt vermutlich anders mit dem Patienten. Symptombezogen und ein wenig Therapeutisch. Doch die Heilung kann sich trotzdem über Monate hinziehen. Bei einigen Menschen ist es dann aber so, dass sie immer wieder in eine Depression geraten, die auch dann wieder behandelt werden muss. Manchmal gerät jemand in eine Depression, der vorher überhaupt nicht krank war und ein sehr tolles Leben hatte. Das sind dann meistens die Patienten, die Co-Krank sind. Soll heißen, die Ehepartner sind psychisch erkrankt, vielleicht aber auch körperlich, so dass sich die Ehepartner dann um den anderen kümmern, was sie auch gerne machen, aber wo es sehr schnell passieren kann, dass die Helfer überfordert sind mit der Situation und daher häufig selber erkranken. Diese Patienten sind häufig sogar noch schwerer zu behandeln. Weil sie während der Behandlung immer bloß an den Partner denken können und ein schlechtes Gewissen haben, dass sie nun in der Zeit, in der er/sie in der Klinik ist, ihren Partner alleine lassen müssen. Auch, wenn für die Pflege gesorgt ist.

Symptome bei Depressionen

Bei den Betroffenen kann sich die Depression sehr unterschiedlich zeigen. Einige klagen über eine Niedergeschlagenheit und Schlafstörungen. Wieder andere sind für eine längere Zeit nicht mehr in der Lage, die Wohnung oder sogar auch nur das Bett zu verlassen. Sie vernachlässigen alles. Sei es die Ernährung, die Hygiene, Freundschaften, Schlaf, Antrieb, Traurigkeit, Suizidgedanken. Oder aber sie versuchen, sich selber zu „therapieren“. Das sieht dann meistens so aus, dass sie übermäßig Alkohol trinken oder Drogen nehmen, um vielleicht doch schlafen zu können. Die Schlafstörungen sind eines der schwersten Symptome, die eine Depression auslösen kann.

Diagnose von Depressionen

Meistens suchen die Patienten auch nur deswegen einen Arzt auf, der dann nach (im günstigsten Fall) ein paar Gesprächen mit dem Patienten eine Diagnose stellen kann und dem Patienten dann in der Regel Antidepressiva und zu Beginn auch noch Schlafmittel verschreibt. Anschließend wird er dem Patienten, wenn es nötig ist, einen Klinikaufenthalt vorschlagen. Hier liegt es auch wieder am Schweregrad der Erkrankung, ob der Patient vielleicht für ein paar Wochen besser auf einer offenen oder geschlossenen Station behandelt wird, oder ob es reicht, dem Patienten zu einer Tagesklinik zu raten. Bei der Anamnese des Patienten macht sich der Arzt ein Bild darüber, ob es eine Neigung zu Depressionen gibt, weil ein naher Verwandter auch schon unter dieser Diagnose gelitten hat.

Therapie und Behandlung von Depressionen

Die Therapie wird auch von Patient zu Patient verschieden angesetzt. Bei einigen, die sich in eine Klinik begeben haben, reicht es aus, wenn sie sich am Küchendienst beteiligen. Wieder andere übernehmen vielleicht weitere Verantwortung, in dem man sie bittet, eine Woche lang den Kühlschrank sauber zu machen und halten. Es gibt Betroffene, die sogar von solchen Tätigkeiten bereits überfordert sind und die für diese Aufgabe extra motiviert werden müssen. Für diese Patienten ist es auch eine Therapie, dass man sie auch ergotherapeutisch behandelt. In der Ergotherapie lernen sie wieder Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Sie erlernen mühsam wieder, sich zu konzentrieren. Sie erleben Erfolgserlebnisse. Sie können sich mit anderen Patienten austauschen und verkriechen sich nicht immer nur zum Beispiel im Ruheraum oder Bett. Tageskliniken haben häufig einen Tag in der Woche, an dem sie nicht, wie sonst immer, das Essen aus einer Großküche geliefert bekommen, sondern an dem die Patienten unter Mithilfe des Personals selber kochen. Mahlzeit, Nachtisch, Salat, an diesem Tag wird alles selber gemacht. Hierzu werden in der Regel Patienten genommen, die Bestätigung brauen und die etwas aus sich raus kommen sollen. So werden sie immer wieder angesprochen, gelobt, tragen Verantwortung für das gesamte Essen aller Patienten und des Personals. Das hilft ihnen sehr, das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein wieder aufzubauen, damit sie sich im „normalen Alltag“ später, wenn sie aus der Klinik entlassen werden, auch ohne Hilfe (vielleicht noch von einem ambulanten Therapeuten) zurecht finden können. Die Kliniken haben meistens alle einen Plan aushängen, wer welche Dienste erledigen soll, da wird dann auch drauf geachtet, dass nicht ein Patient, der es vielleicht etwas langsamer angehen sollte, alle Dienste übernehmen will und die, die sich am liebsten verkriechen möchten, sich vor allen Aufgaben drücken können. Das täte beiden nicht gut. Deshalb ist bei solchen Planungen auch immer mindestens ein Mitarbeiter anwesend, der die Dienstvergabe auch zusätzlich noch moderiert.

Wenn dann die Zeit gekommen ist, die Klinik wieder zu verlassen, kann es, vor allem bei Patienten, die über Monate dort behandelt wurden, dazu kommen, dass auch mal die Tränchen fließen. Denn schließlich hat man sie bestärkt in der Klinik, man hatte viel zu lachen, man hatte „Klinik-Freunde“, man besuchte gemeinsame Therapiemöglichkeiten innerhalb der Klinik. Man musste sich zu Hause nichts mehr kochen. Man lernte, dass Sport in Gruppen Spaß macht. Man hatte immer die Möglichkeit, sich mit seinen aktuellen Sorgen an das Personal zu wenden. Sie hatten (vielleicht) tolle Behandler, tolle Ärzte, bei denen man sich geborgen gefühlt hat. All das soll nun plötzlich nicht mehr sein. Bei diesen Patienten, die schon so sehr lange in der Klinik waren, wird, wenn die Entlassung näher rückt, ein Plan aufgestellt, in dem steht, wie und an welcher Position (oder Therapie) von nun an „gespart“ wird, die wegfallen, weil die Betroffenen wieder mehr Zeit im Leben „draußen“ verbringen sollen, damit sie nicht von der Entlassung völlig überrascht sind und davon so geschockt sind, dass sich ihr Zustand schnell wieder verschlechtert und sie im Grunde direkt wieder in der Klinik aufgenommen werden müssten. Um dieses Phänomen zu vermeiden, wird der Aufenthalt in der Klinik langsam aber sicher ausgeschlichen. Dann können die Betroffenen das leichter ertragen und kommen auch „draußen“ wieder gut zurecht. Leider gibt es allerdings auch Depressionen, die immer wieder kommen können. Besonders anfällig dafür sind die Patienten dann in der Herbst - und Winterzeit, wenn es immer so früh dunkel wird und auch die Tage unter Umständen nichts gemütliches mehr haben. Diesen Depressionen kann man vorbeugen, wenn man sich eine kleine Licht-Lampe besorgt und immer eine kleine Weile in das Licht sieht. Das Licht gibt dem Patienten die Helligkeit, die er/sie braucht und somit in den meisten Fällen sogar das Rezidiv einer Depression aufhalten oder sogar ganz vermeiden kann.

Das könnte Sie auch interessieren