Dickdarmkrebs: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Dickdarmkrebs

Dickdarmkrebs

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Dickdarmkrebs

Das ist wohl einer der schrecklichsten Diagnosen, die man überhaupt bekommen kann. Krebs ist ohnehin schon schlimm genug, aber die Diagnose Dickdarmkrebs ist noch einmal eine Nummer härter, als einige andere Krebsarten.

Dickdarmkrebs kann im Frühstadium mit hoher Wahrscheinlichkeit geheilt werden. Das klingt zunächst einmal gut, doch ganz so gut sieht es leider doch nicht aus. Denn Dickdarmkrebs verursacht meist erst dann Beschwerden und Symptome, wenn die Krebserkrankung meist schon im Endstadium ist. Und wenn Dickdarmkrebs erst einmal in diesem Stadium ist, dann besteht leider nur wenig Hoffnung auf Heilung. Sie ist zwar möglich, aber im echten Endstadium, wird sie wohl keiner mehr erlangen. Und genau aus diesem Grund ist es so wichtig, Diagnosen wie Dickdarmkrebs, Magenkrebs und ähnliche Krebserkrankungen im Magen-Darm-Trakt so schnell wie möglich zu bekommen. Bei solch einem Krankheitsbild kann jeder Tag zählen. 

Wenn Sie also Symptome oder Beschwerden haben, die auf dieses Krankheitsbild zutrifft, suchen Sie unbedingt unverzüglich einen Arzt auf! Sie sollten natürlich nicht in Panik verfallen, denn Symptome und Beschwerden, die zu Dickdarmkrebs passen, kommen auch bei manchen anderen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt vor. Aus diesem Grund, sollte man unbedingt Ruhe bewahren! Hierzu ist auch noch zu sagen, dass Darmkrebs meist erst bei älteren Menschen auftretet. Menschen in jungen oder mittleren Jahren sind hiervon fast überhaupt nicht betroffen, es sei denn, sie sind erblich vorbelastet. Trotz allem sollte man auch dann sofort zum Arzt gehen, denn es können genauso auch andere Erkrankungen vorliegen!

Ursachen von Dickdarmkrebs

Die Ursachen für Dickdarmkrebs können vielschichtig sein. Die zunächst einmal häufigste Ursache von Dickdarmkrebs, ist die vererbte Vorbelastung. Tritt in einer Familie häufig Dickdarmkrebs auf, so ist die Wahrscheinlichkeit um ein vielfaches höher, ebenfalls diese Diagnose einmal gestellt zu bekommen. Wer erblich vorbelastet ist, sollte unbedingt schon in frühen Jahren zur regelmäßigen Darmspiegelung gehen. Diese wird in solch einem Fall und auch bei jedem anderen begründeten Fall, auch von der Krankenkasse bezahlt. Die Darmspiegelung ist ein recht risikoloses Verfahren um Dickdarmkrebs und andere Krebsarten im Darmbereich zu erfassen. Bei einer Darmspiegelung besteht auch kein großer Aufwand. Man muss lediglich ein Tag zuvor fasten, d.h. kein festes Essen mehr zu sich nehmen und zusätzlich meistens Abführmittel nehmen. Patienten beschreiben dieses Teil meistens als den unangenehmsten, da man den ganzen Tag auf der Toilette einplanen kann. Die Darmspiegelung selbst ist meistens überhaupt nicht schlimm. Zudem gibt es viele Ärzte die ein Schlaf- bzw. Halbnarkosemittel wie Propofol verabreichen. In solch einem Fall wird man von der Darmspiegelung selbst mit fast hundert-prozentiger Sicherheit gar nichts mitkriegen.


Abgesehen von der möglichen erblichen Vorbelastung können auch noch andere Gründe, für die Entstehung des Dickdarmkrebs vorliegen. Eine weitere Möglichkeit ist zum Beispiel der Verzehr von hohen Mengen Fleisch. Auch extremer Alkohol- und Tabakkonsum kann die Entstehung von Dickdarmkrebs begünstigen. Ebenso können andere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sich negativ auf das Risiko von der Entstehung des Dickdarmkrebs auswirken. Hierzu zählen unter anderem chronische Autoimmunkrankheiten, wo Darm und oft auch der Magen dauerhaft entzündet sind. Die wichtigste und häufigste Ursache für Dickdarmkrebs bleibt aber die erbliche Vorbelastung!

Symptome für Dickdarmkrebs

Die Symptome bei Dickdarmkrebs können unterschiedlich sein. Häufig berichten Patienten, die von Dickdarmkrebs betroffen sind, dass sie einen veränderten Stuhlgang haben. Das äußert sich zum Beispiel in häufigen Durchfällen. Häufig sind auch Blutauflagerungen auf dem Stuhlgang zu finden. Dabei handelt es sich in der Regel um dunkelrotes oder bereits schwarzes Blut. Das liegt daran, dass das Blut bis zum Stuhlgang sich dunkel bis schwarz verfärbt. Helles Blut deutet nicht auf Dickdarmkrebs hin.

Des Weiteren gibt es auch viele Patienten, die nicht nur über häufige Durchfälle, sondern auch über einen komplett veränderten Stuhlgang berichten. Dazu zählen breiiger Stuhlgang, aber auch lehmfarbender Stuhlgang. Auch kann der Stuhlgang ungewöhnlich und extrem unangenehm riechen. Weitere Symptome könnten zum Beispiel Bauchschmerzen und ein unangenehmes Gefühl im Darm sein. Viele, die Dickdarmkrebs hatten, wissen was mir damit meinen. Dieses Gefühl ist wirklich nur sehr schwer zu beschreiben, aber meistens merken die Betroffenen sofort, dass etwas nicht stimmt! 

Wie bereits schon vorhin erwähnt wurde, treten diese Symptome meist erst im Endstadium auf. Das heißt, dass wenn diese Symptome auftreten und anschließend Dickdarmkrebs festgestellt wird (was meistens wiederum einige Wochen dauert, wegen langen Wartelisten bei Ärzten usw.) ist es oft schon zu spät. Das muss natürlich nicht so sein und wenn man wirklich sofort und ohne zu zögern zum Arzt geht und alle Symptome genau schildert, kann die Möglichkeit auf Heilung noch bestehen. Wichtig ist aber wirklich sofort zum Arzt zu gehen! Das schreiben wir extra noch mal, weil es vielen Menschen bei solchen Symptomen unangenehm ist, einen Arzt aufzusuchen. Das ist aber unbedingt notwendig, denn nicht selten stecken auch andere Erkrankungen dahinter, die ebenfalls behandelt werden müssen. Zu hoffen, dass die Symptome nur Zufall sind oder das nichts dahintersteckt kann fatal sein. Denn irgendetwas steckt meistens dahinter, wenn auch oft kein Dickdarmkrebs, sondern andere Erkrankungen.

Diagnose von Dickdarmkrebs

Wie bereits vorhin erwähnt wurde, sollte man in Fällen mit solchen oder ähnlichen Symptomen sofort zum Arzt und das ohne zu zögern! Meistens erfolgt dann erst eine Blutabnahme und ein Test des Stuhlgangs. Sind dann immer noch keine Auffälligkeiten zu sehen, dann wird der Hausarzt meistens eine Überweisung für eine Darmspiegelung machen. Findet die Darmspiegelung statt und es sind immer noch keine Auffälligkeiten zu erkennen erfolgt meistens noch eine Magenspiegelung. Die Magenspiegelung kann aber genauso auch zuvor stattfinden. Das kommt ganz auf die Symptome und auf den einzelnen Patienten an. 

Wie bereits vorhin erwähnt wurde, braucht man keine Angst vor der Darmspiegelung zu haben. Genauso verhält es sich auch mit der Magenspiegelung. Hierbei braucht man eigentlich noch weniger Angst haben, denn sie ist an sich eigentlich noch sicherer und fast garantiert schmerzfrei! Sollte dann bei der Darmspiegelung Dickdarmkrebs festgestellt werden, ist zunächst einmal abzuklären, in welchem Stadium der Krebs sich im Moment befindet. Leute, die zum Beispiel aufgrund ihrer erblichen Vorbelastung jedes oder jedes halbe Jahr zur Darmspiegelung gehen, würden in einem solchen Fall, sehr gute Chancen auf Heilung haben. Im Anfangsstadium ist der Krebs mit einer Wahrscheinlichkeit von weit über 90 Prozent heilbar. 
Steht nun die Diagnose fest und man weiß auch in welchem Stadium sich der Dickdarmkrebs befindet müssen nun Therapiemöglichkeiten bedacht werden. Hierbei können völlig unterschiedliche Therapien zum Einsatz kommen!

Therapie und Behandlung von Dickdarmkrebs

Die Therapie kann wie bereits gesagt völlig unterschiedlich ausfallen. Es kommt dabei ganz auf den Zustand der betreffenden Person an und auf den Fortschritt des Dickdarmkrebs an. Ist der Dickdarmkrebs noch im Anfangsstadium, so ist es oft möglich, diesen wegzulasern. Das geht ganz einfach deswegen, weil er im Anfangsstadium meistens noch sehr klein ist und sich noch keine Metastasen gebildet haben. Oftmals kann im Anfangsstadium aber auch eine Chemotherapie Heilung bringen. 

Auch nach dem Anfangsstadium können Chemotherapie zur Heilung verhelfen. Abzuklären ist davor natürlich immer, wie hoch die Chancen auf Heilung mit welcher Therapie stehen. Es sollte meistens die Therapie gewählt werden, mit der die Heilungschance am höchsten ist! Doch auch schon im fortgeschritteneren Stadium kann noch Chance auf Heilung bestehen. Hierbei kann es unter Umständen (nicht in allen Fällen!) möglich sein, einen Teil des Dickdarms zu entfernen. Das stellt in der Regel für die Person im Nachhinein kein großes Problem dar, da danach noch meistens genügend vom Darm übriggeblieben ist. 

Bei dieser Art der Behandlung ist natürlich wichtig, dass der ganze Teil abgeschnitten wird, wo der Krebs sich ausgebreitet hat. Unter Umständen kann das auch ein langes Teil des Darms sein. Im Endstadium sieht die Therapie meistens keine Chance mehr auf Heilung vor. Meistens wird sie dann auch nicht mehr angestrebt und es wird eher Wert darauf gelegt, das restliche Leben des Patienten so schön, erträglich und mit möglichst wenig Schmerzen zu gestalten. Hierbei kommen oft starke Schmerzmittel wie Morphium zum Einsatz, um die Schmerzen, die bei Dickdarmkrebs extrem sein können, zumindest zu lindern oder erträglicher zu machen!

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