Diphterie: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Diphterie

Diphterie

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Diphterie

Die Diphtherie ist eine sehr ernsthafte und ansteckende Krankheit, welche die Atemwege erheblich beeinträchtigt. In vielen Ländern aber sind die Fälle von Diphtherie selten, da es heutzutage Impfungen gibt, welche diese Krankheit vorbeugen.

In der Vergangenheit war die Diphtherie weltweit eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern, da es keine Impfung in weniger entwickelten Ländern gab. Heutzutage tritt sie nur selten auf, vor allem in entwickelten Ländern. Seltene Fälle von Diphtherie treten häufig nur bei Jugendlichen oder Erwachsenen auf. Dies liegt daran, dass die Impfung im kindlichen Alter nach einer bestimmten Zeit abschwächt, und eine Person sollte eine Auffrischungsimpfung etwa alle 10 Jahre erhalten. Diese Impfungen helfen dabei, die Immunität eines Menschen aufrechtzuerhalten. Das ist vor allem wichtig, bei Reisen in Länder, in denen die Krankheit noch immer eine Bedrohung darstellt.

Die DPT Impfung (Diphtherie/Pertussis/Tetanus) wird in der Regel unmittelbar nach der Geburt verabreicht, mit späteren Wiederholungsimpfungen in der frühen Kindheit. Gewöhnlich erhalten Kinder Auffrischung der DPT Impfung im Alter von 12 oder 13 Jahren. Wenn nötig können auch Erwachsene eine Wiederholungsimpfung erhalten, und dies ist vor allem dann empfohlen, bei Reisen in jene Gebiete, in denen Diphtherie ist immer noch sehr häufig vorkommt. Zu den anfänglichen Symptomen gehören Fieber, Übelkeit und Halsschmerzen. Einer der gefährlichsten Aspekte bei dieser Krankheit ist der, dass sich eine Membrane im Hals, Nase und in die Bronchien bildet. Diese trägt dazu bei, dass die Atmung erheblich beeinträchtigt wird. Geschwollene Drüsen im unteren Teil vom Hals verschlechtern zusätzlich diese Atemprobleme. Da die Membrane über der Kehle schwellt, müssen in manchen Fällen die Ärzte sogar eine Intubation oder ein Luftröhrenschnitt durchführen, um die Atemwege frei zu halten.

Ursachen von Diphtherie

Die Diphtherie wird in erster Linie durch eine bakterielle Infektion verursacht. Der Zustand wird als eine akute Infektionskrankheit betrachtet, und verbreitet sich durch die Luft, meistens ist schon ein Niesen genug, um die Bakterien auf andere zu übertragen. Das Bakterium Corynebacterium diphtheriae (C. diphtheriae) infiziert die Nase und den Rachenraum, und in einigen Fällen sogar auch andere Bereiche des Körpers, wie zum Beispiel die Haut. Die Diphtherie Bakterien können relativ gefährlich sein, da sie einen bedrohlichen Giftstoff produzieren und dieser kann leicht in die Blutbahn gelangen. Im Körper kann er sich schnell verbreiten und zahlreiche Organschäden als Folge haben. Dieser Giftstoff kann zu großen gesundheitlichen Schäden beim Gehirn, Herz und den Nerven führen.

In einigen Fällen kann Diphtherie auch über kontaminierte Lebensmittel oder Gegenständen verbreitet werden, welche im direkten Kontakt mit der infizierten Person waren. Zu den Risikofaktoren dieser Erkrankung gehört ein geschwächtes Immunsystem, leben in überfüllten oder unhygienischen Bedingungen sowie schlechte Hygiene. Die ersten Symptome der Diphtherie treten nach etwa vier bis fünf Tage auf, nachdem die betroffene Person dem ursprünglichen Keim ausgesetzt war. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch das Einatmen der Flüssigkeitströpfchen von der infizierten Person. Selbst das Niesen oder Husten der infizierten Person ist in der Regel ausreichend, um die Krankheit auf andere Menschen weiter zu verbreiten.

Symptome von Diphtherie

Einer der ersten Symptome der Diphtherie manifestiert sich in der Entwicklung von schwarzen Fasern im Mund und Rachen. Diese können schnell zu Atembeschwerden und schmerzhaften Husten führen, welches ein wundes Gefühl in der Kehle als Folge hat. Halsschmerzen können nicht nur zu einer heiseren Stimme führen, auch das ständige Husten kann die Bakterien verbreiten. Beim Husten werden Wassertröpfchen aus dem Körper ausgestoßen, und sorgen dafür, dass sich das Virus ausbreiten kann. Außerdem gehört ein leichtes Fieber zu den frühen Symptomen.

Weitere Anzeichen von Diphtherie sind Atem- und Schluckbeschwerden, eine heisere Stimme, Halsschmerzen, Bauchschmerzen und geschwollene Drüsen. Andere Symptome umfassen Schüttelfrost, Fieber und vermehrte Nasensekretionen. Einige infizierte Patienten zeigen manchmal fast gar keine Symptome, insbesondere in den ersten Paar Tagen kann diese Krankheit unauffällig bleiben. Genau das kann schwerwiegende Folgen haben, da sich die Krankheit unbemerkt auf andere Menschen verbreiten kann.

Einige Patienten entwickeln hingegen sichtbar Symptome wie Hautveränderungen und können einen blauen Farbton der Haut aufweisen. Wie die Infektion weiter voranschreitet, so werden auch die Symptome immer schlimmer. Die Lymphknoten schwellen an, und die Atemwege werden schrittweise immer enger, was die Atmung stark behindert. Wässrige Sekrete können aus der Nase austreten, oder es kann zu einer Anhäufung von Speichel kommen. In einigen besonders schweren Fällen kann es aufgrund von unhygienischen Zuständen zur Entwicklung von offenen Wunden oder Blasen auf der Haut kommen. Bakterien können dann durch den Kontakt mit diesen Wunden weiter verbreitet werden.

Diagnose von Diphtherie

Die Diagnose der Diphtherie umfasst eine körperliche Untersuchung, um die Anwesenheit der Bakterien feststellen zu können. Der unterscheid zwischen Diphtherie und anderen ähnlichen Krankheiten ist, dass sich bei der Diphtherie ein dicker, grauer oder schwarzer Belag in der Nase oder im Rachen bildet. Dieser Belag ist meistens ein ausreichendes Indiz, um die Diphtherie zu vermuten. Eine Stichprobe der Membrane oder Gewebe in der Kehle bestätigt dann später die Anwesenheit der Krankheit. Wenn Diphtherie unbehandelt bleibt, dann kann sie im schlimmsten Fall zum Tod führen. Nach der Diagnose sollte unmittelbar die entsprechende Behandlung beginnen. 

Menschen, die mit Diphtherie diagnostiziert werden, müssen generell im Krankenhaus behandelt werden. Die Behandlung umfasste eine intravenöse Verabreichung von Antibiotika und dauert so lange, bis die Patienten vollkommen geheilt sind. Der Zustand kann sich mit der Zeit auch verschlimmern, und verschiedene Komplikationen können auftreten. So kann die Diphtherie Auswirkungen auf das Herz haben, und schwere Herzschäden verursachen. Um solche Schäden zu verhindern, muss diese Krankheit mit Antitoxin-Medikamenten behandelt werden.

Therapie und Behandlung von Diphtherie

Angesichts der Ansteckungsgefahr bei der Diphtherie muss jeder Fall zügig und vor allem sorgfältig behandelt werden. Die einzigen Ausnahmen sind kleine Hauterkrankung, die ebenfalls durch die Diphtherie-Bakterien verursacht werden können. Diese werden normalerweise mit oralen Antibiotika behandelt, und führen zu keinen Schwierigkeiten beim Atmen. Diphtherie sorgt immer noch für viele Todesfälle in einigen Ländern, in denen die Impfung noch nicht verbreitet ist. Die meisten von diesen Fällen sterben hauptsächlich aufgrund blockierter Atemwege.

Die Behandlung besteht aus Antibiotika und einem bestimmten Antitoxin. Antibiotika hilft dem Körper die Bakterien zu bekämpfen, und eventuell zu vernichten, sowie die Infektion zu beseitigen. Das Antitoxin hat eine andere Aufgabe, es wird dazu eingesetzt um die Giftstoffe zu neutralisieren, welche von den Bakterien produziert wurden. Um die Ausbreitung von Diphtherie unter Kontrolle zu halten, können in einigen Fällen auch Nahestehende des Patienten vom Arzt behandelt werden, jedoch nur mit Antibiotika.

Diphtherie wird als ein gefährlicher Zustand angesehen, denn in Fällen, wo sie nicht entsprechend und rechtzeitig behandelt wird, kann sie zu dauerhaften Schäden führen. Es ist grundsätzlich eine Atemwegserkrankung, mit Symptomen wie ein ausgeprägter Husten, Atemnot und eine heisere und raue Stimme sowie Lymphknotenschwellungen. Die Symptome beginnen in der Regel nach zwei bis fünf Tagen nach der Infektion, und während dieser Zeit kann sich die Infektion auf andere ausbreiten.

Die Entwicklung von Sulfonamiden, und später gefolgt von Antibiotika, waren die ersten Schritte auf die Suche nach einem Heilmittel für diese Arten von Krankheiten. Eine erfolgreiche Impfung wurde aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Angesichts der Wirksamkeit der Impfung und verbunden mit den relativ geringen Kosten, ist diese Krankheit mittlerweile vermeidbar. Wenn die Diphtherie unbehandelt bleibt, breiten sich die Bakterien im Rest des Körpers aus. Die Symptome, welche darauf hinweisen, dass genau dass passiert, sind eine blasse oder bläuliche Hautfarbe, Schüttelfrost und ein schneller Herzschlag. Die Bakterien können oft zu dauerhaften Schäden der Nieren führen.

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