Ebola, Ebolafieber: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie

Ebola

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Ebola

Ebola ist eine Viruskrankheit. Eigentlich ist Ebola nur die Kurzform, es heißt Ebolafieber. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit.

Was ist Ebola?

Eine Infektionskrankheit ist eine Erkrankung, welche durch einen Erreger hervorgerufen wird. Dabei heißt bei Infektionen folgen nicht gleich auch Erkrankungen. Diese hat je nach Ebola-Virus und Patient unterschiedliche Verläufe, bezüglich des Zeitablaufes und der Symptome. Der Name kommt von einem Fluss. Er heißt Ebola und findet sich in der Demokratischen Republik Kongo. Dies kommt daher, dass man im Jahre 1976 in der Nähe diesen Flusses der erste bekannte Ausbruch von Ebola stattfand. Wie gefährlich ist Ebola? Je nach Ebola-Virus verläuft Ebola bei 25 bis 90 Prozent der Erkrankungsfälle tödlich. So ist die Gefahr stark abhängig vom Ebola-Virus. In vielen Ländern, auch in Deutschland, besteht eine Meldepflicht beim Verdacht auf Ebolafieber.

Die Ursachen für Ebola.

Der Auslöser für Ebola ist das Ebola-Virus. Es gehört zu einer Gruppe von Viren, die auch der Gelbfieber-Virus oder die Dengue-Viren. Diese Viren haben gemeinsam, dass sie hämorraghisches Fieber auslösen, ein Fieber welches mit Blutungen einhergeht. Im Jahre 1967 starben mehrere Wissenschaftler in Marburg. Sie haben mit afrikanischen Affen gearbeitet und wurden mit einem dem Ebola-Virus ähnlichen Virus angesteckt. Nach diesem Vorfall heißt der Virus natürlich Marburg-Virus. So gibt es Vermutungen, dass Affen Überträger von Ebola sind, aber auch Fledermäuse, Insekten oder Nagetiere. Die Verbreitung von Ebola lässt sich nur mit Isolation und ganz viel Hygiene vermeiden.

Wie überträgt sich Ebola?

Ein Übertragungsweg ist der Verzehr von erkrankten Tieren. Aber auch die Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich. Dies geschieht allerdings nur während der akute Erkrankung. Während der Inkubationszeit, also die Zeit bevor die Krankheit ausbricht und nach der Heilung sind Menschen offensichtlich nicht ansteckend. Die Übertragung von einen Menschen auf den anderen Menschen erfolgt durch Körperflüssigkeiten, wie Blut, durch Verdauungssäfte wie Speichel oder durch Körpersekrete wie Urin oder Schweiß. So bezeichnet man die Infektion als Schmierinfektion oder Tröpfcheninfektion, je nach Übertragungsweg.

Was sind Typische Symptome und Anzeichen bei Ebola?

Ist die Inkubationszeit vorbei beginnt es mit Symptomen, wie bei einer Grippe. Es kommt zu Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Danach können auch noch Durchfall und Übelkeit bis hin zum Erbrechen auftreten. Im Jahr 1995 gab es eine Ebola-Epidemie in Masango, welches in der Demokratischen Republik Kongo liegt. Hier gab es auch Symptome wie Magenkrämpfe, Muskelschmerzen und Halsschmerzen einhergehend mit Appetitlosigkeit.

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • innere Blutungen
  • äußere Blutungen

Wie ist die Diagnose & Verlauf bei Ebola?

Die Diagnose von Ebola ist eigentlich einfach. Man benötigt dafür zuerst einmal ein Labor der Schutzstufe vier. Neben der besonderen Ausbildung der Mitarbeiter, muss das Labor auch baulich einige Voraussetzungen erfüllen, wie gefilterte Luft, ein Dreikammer-Schleusen-System, eine bauliche Abtrennung oder die Möglichkeit es abzudichten. In Deutschland gibt es jeweils ein Labor in Hamburg, auf der Insel Riems, in Marburg und in Berlin. Jetzt braucht man noch eine Probe des mutmaßlichen Patienten. Dabei kann es sich um Blut, Urin oder Speichel handeln. Jetzt kann man entweder den Virus oder die Antikörper nachweisen. Der Antikörper beweist zwar, dass der Patient zumindest schon einmal an Ebola erkrankt war. Ob der Patient allerdings aktuell an Ebola erkrankt ist, sagt nur ein Test bezüglich des Viruses aus. Jetzt macht man zur Sicherheit noch eine Differenzialdiagnose, um auszuschließen dass es sich vielleicht doch um eine andere Tropenkrankheit handelt.

Wie erfolgt die Behandlung & Therapie von Ebola?

Wie wird Ebola behandelt? Die Behandlung von Ebola ist schwierig. Es gibt kein Virostatikum, welches Ebola aufhalten kann. Ein Virostatikum ist ein Mittel, welches verhindern soll, dass sich der Virus weiterhin vermehrt. Es gab bereits Erfolge mit der Verwendung von Rekonvaleszentenserum, zumindest wenn es sehr schnell verwendet wurde. Das Rekonvaleszentenserum wird gewonnen aus dem Blut eines Meschen, welcher Ebola bereits überlebt hat. Dabei geht es vor allem um die Antikörper, welche dieser Mensch bei der Bekämpfung des Ebola entwickelt hat. Ansonsten kann man nur die Symptome von Ebola behandeln, dies bedeutet intensivmedizinische Betreuung. Dabei wird versucht das Fieber zu senken, den Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen, genau wie den Verlust der Elektrolyte. Außerdem achtet man genau auf den Glucosehaushalt. Allerdings gibt es weiterhin Versuche Ebola besser behandeln zu können. Aktuell versucht man Ebola anhand der Virusproteine zu knacken.

Wo tritt Ebola auf?

Ebola tritt überwiegend in Afrika auf. In der letzten Zeit gab es Fälle oder Epidemien in Sierra Leone, Guinea und Liberia, also im Groben gesagt in Zentralafrika. Besteht eine Gefahr von Ebola auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz? Es besteht kaum eine Gefahr für Europa. Bisher gab es knapp ein Dutzend Menschen, die außerhalb von Afrika wegen Ebola behandelt werden mussten. Aufgrund der guten Strukturen sind Deutschland, Österreich und die Schweiz nicht in Gefahr. Es gibt Pflegeeinrichtungen mit der entsprechenden Sicherheitsstufe. So wird eine Ausbreitung verhindert. In Afrika fehlt es den Menschen an allem und auch am Nötigsten. Da ist Hygiene unerreichbarer Luxus und der enge Kontakt mit den erkrankten Familienmitglieder ist dort selbstverständlich. Da hier alles vorhanden ist, was benötigt wird, kann die Krankheit gut eingedämmt werden und verbreitet sich nicht weiter. Klar macht man sich in der heutigen Sorgen, ob den nicht mit dem nächsten Flieger eine Person mit Ebola nach Deutschland kommt. Die Angaben über die Inkubationszeit gehen etwas auseinander.

Wann besteht der Verdacht auf Ebola?

Hat jemand mehr als 38,5°C Fieber und weitere Symptome wie Übelkeit mit Durchfall oder Erbrechen und andere Ebola typische Symptome. Dazu wird nachgeforscht, ob es Kontakt gab zu an Ebola erkrankten oder verstorbenen Personen oder Personen die in Verdacht stehen an Ebola erkrankt zu sein. Oder gab es vielleicht durch den Beruf Kontakt mit Ebolaviren, Material das mit Eboaviren belastet ist oder infizierten Tieren hatte. Diese Kontakte können im Heimatland oder im Ausland stattgefunden haben. Oder war man gar im Gefahrengebiet, wo gerade eine Ebola-Epidemie existiert? Dann wird der mögliche Patient isoliert und man untersucht das Blut auf Viren um abzuklären, ob es sich um Ebola handelt.

Wie kann man sich gegen Ebola schützen?

In Deutschland ist die Gefahr sich mit Ebola zu infizieren nicht besonders groß, denn es gibt so gut wie keine Krankheitsfälle. Aber man sagt ja nicht umsonst: Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Vielleicht holt man nur die Oma vom Flughafen oder Bahnhof ab und kommt per Zufall mit jemanden in Kontakt, natürlich ohne es zu merken, der gerade in Afrika war. Und schon hatte man leider Kontakt mit dem einzigen Ebolafall in Deutschland. Gut dass Schutz relativ einfach ist. Der Kontakt funktioniert wie bei einer herkömmlichen Grippe. Also muss man aufpassen, dass man nicht da anfasst wo alle anfassen, wie Türklinken, Griffe von Einkaufswagen oder Handläufen. Man kann nicht vermeiden, mit solchen Bakterienherden in Kontakt zu kommen. Wo viele Bakterien sind, findet sich auch gerne einmal der ein oder andere Virus. Wenn es sich nicht vermeiden lässt da hinzufassen und es läßt sich auf Dauer nicht vermeiden, sollte man versuchen sich nicht mehr ins Gesicht zu fassen. Im Zuge dessen sollte man unterwegs nicht essen oder trinken. Mit ein bisschen Übung kann man planen alles vo zu Hause aus mitzunehmen. Zur Sicherheit kann man einzeln verpackte Desinfektionstücher mitnehmen. Wenn man nach Hause kommt sollte man als erstes seine Hände gründlich waschen, also auch zwischen den Fingern. Die Schuhe kann man vor der Türe lassen. Aber man darf es nicht mit der Desinfektion übertreiben, denn das Immunsystem braucht Bakterien, sonst holt an sich durch zu viel Sauberkeit Krankheiten ins Haus.

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