Fibromyalgiesyndrom (FSM): Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Fibromyalgiesyndrom

Fibromyalgiesyndrom

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Fibromyalgiesyndrom

Volkskrankheit Kopfschmerzen: In Deutschland leidet jede dritte Frau und jeder fünfte Mann mindestens einmal im Monat darunter.

Volkskrankheit Kopfschmerzen: In Deutschland leidet jede dritte Frau und jeder fünfte Mann mindestens einmal im Monat darunter. Es gibt etwa über zweihundert verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Spannungskopfschmerz und Migräne gehören zu den bekanntesten und häufigsten Schmerzen. Muskelverspannungen im Kopf- und Nackenbereich, Halswirbelblockierungen beziehungsweise muskuläre Rückenverspannungen sind sehr oft die Ursachen. Dumpfe, gleichförmige Spannungskopfschmerzen oder wie der „Blitz aus heiterem Himmel“ der stechende, pulsierende Migräneanfall.

Es „hämmert, pocht und klopft“ – so werden Migräneattacken von betroffenen oft beschrieben. Kennzeichen für Migräne ist ein anfallsartig auftretender quälender Kopfschmerz, der durch Bewegung noch verstärkt werden kann. Begleiterscheinungen wie Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit bis zum Erbrechen lassen Betroffene oft handlungsunfähig werden.

Ursachen von Fibromyalgiesyndrom (FSM)

Die genauen Ursachen für Migräne sind bis heute noch nicht bekannt, dafür einige Theorien. Die Forschung hat ergeben, dass es viele Faktoren geben kann, die als Auslöser infrage kommen können. Eine der Vermutungen ist die krankhafte Ausdehnung und Verengung der Arterien, durch die das Blut in das Gehirn gelangt. Auch familiäre Vorbelastungen (Vererbung) spielt eine Rolle. Als Ursache für die spontanen Schmerzattacken können unter anderem sein:

  •  Erhöhte Sensibilität gegenüber bestimmten Lebensmitteln (Nüsse, Alkohol, Glutamat)
  •  Nahrungsmittelzusätzen (Geschmacksverstärker)
  •  Stress, Ärger, Dauerbelastungen
  •  Hormonell bedingte Veränderungen
  •  Einnahme der „Pille“
  •  Entzug von Koffein
  •  Wetterwechsel
  •  grelles Licht
  •  Bestimmte Düfte und Gerüche
  •  Der quälende Clusterkopfschmerz kann auch selbst durch Rauchen oder Alkohol ausgelöst werden.

Es scheint offensichtlich leichter zu sein einen Migräneanfall vorzubeugen, als ihn zu behandeln. Wichtig ist, die Zusammenhänge zu kennen, Schlüsselreize (Trigger) zu analysieren und damit die individuellen Hintergründe besser einschätzen und entsprechend sich verhalten zu können. Dabei ist die richtige Therapiemaßnahme und Medikamentenanwendung Grundlage zur Linderung dieses Leidens, das für viele zur Dauerbelastung geworden ist.

Symptome von Fibromyalgiesyndrom (FSM)

Als Vorboten einer Migräne gelten bei einigen Menschen sehr wahrscheinlich die Auren. Wahrnehmungsstörungen, verschwommenes Sehen oder auch extreme Stimmungsschwankungen können äußere Anzeichen sein. Der Clusterkopfschmerz kommt in bestimmten Zeitabschnitten (Clustern) vermehrt vor, die wiederum durch völlig schmerzfreie Phasen abgewechselt werden. Der anfallartige Kopfschmerz tritt meist einseitig (Kopfhälfte) auf. Eine Begleiterscheinung der Symptome ist eine erhöhte Reizempfindlichkeit. Mediziner unterscheiden in unterschiedliche Migränearten:

  • Ohne Aura (gewöhnliche Migräne)
  • Mit typischer Aura
  • Migräne ohne Schmerzen
  • Mit komplizierter Aura
  • Vestibularis-Migräne
  • Mit Wahrnehmungsstörungen

Die Mehrzahl aller Migränepatienten (mehr als achtzig Prozent) empfindet die Anfälle auf „klassische Art und Weise“, ohne Aura. Meist nur auf eine Kopfseite begrenzt, schwellen die Schmerzen langsam, aber anfallartig an. Die Betroffenen sind besonders lichtscheu oder werden von Übelkeit und Erbrechen geplagt. Die Dauer des Anfalls kann Stunden, aber auch Tage dauern.

Die Ankündigung einer Migräneattacke geschieht bei etwa jedem zehnten Betroffenen durch sogenannte Auren. Es sind Nervenerregungen, die zu Sehstörungen, verschwommenes Sehen, Blitzen oder Flimmern führen.  Migräne ohne Schmerzen kann beispielsweise bei Kindern oder älteren Menschen auftreten, ohne dass die typischen Kopfschmerzen empfunden werden. Das erschwert die Diagnose beziehungsweise kann sie verfälschen.  Mit komplizierter Aura tritt Migräne relativ selten auf. Sprachstörungen oder sogar Lähmungen können die Symptome sein. Diese Störungen sind meist temporär und vergehen wieder. Ob ein Schlaganfall vorliegt oder nicht, muss der Arzt feststellen.  Sind tiefere Hirnregionen von der Migräne betroffen, kann es zu Schwindelanfällen kommen. Die Ursache dafür bleibt oft unerkannt, wenn die typischen Kopfschmerzen ausbleiben. Diese Form wird als Vestibularis-Migräne bezeichnet. 

Verändern Auren die realistische Wahrnehmungsfähigkeit (veränderte Größenverhältnisse und verzerrte Ansichten), kann das Symptom traumartige Zustände sein. Diese Form der Migräne ist eher ungewöhnlich und selten.

Migräneattacken können sehr unterschiedlich verlaufen. Ein Migräneanfall gliedert sich meist in bestimmte Phasen. Diese dauern unterschiedlich lange und es müssen auch nicht zwingend alle auftreten.

Diagnose von  Fibromyalgiesyndrom (FSM)

Fachärzte (Neurologen) und Spezialisten von Fachkliniken für Migräne und Kopfschmerzen sind für Menschen mit diesem Krankheitsbild prädestinierte Ansprechpartner. Sie analysieren die Symptome, führen Untersuchungen durch, stellen die Diagnose und legen fest, ob der Patient mit Bedarfsmedikamenten auskommt (weil die Migräneanfälle nur sporadisch auftreten) oder eine permanente Therapie einschließlich gezielter Prävention notwendig ist.

Um eine Migräne zu diagnostizieren, erkundigt sich der Arzt zunächst nach den Beschwerden des Patienten, Symptomen, Häufigkeit der Anfälle sowie Art und Stärke der Kopfschmerzen. Unterstützend für eindeutige Diagnose ist, wenn die Betroffenen ein „Migräne-Tagebuch“ führen. Anhand der Intensität, Häufigkeit und Triggerfaktoren kann der Facharzt leichter Zusammenhänge erkennen, die zu den Anfällen geführt haben könnten.

Therapie von Fibromyalgiesyndrom (FSM)

Geeignete Medikamente können gezielt gegen Migräne eine deutliche Schmerzlinderung erreichen beziehungsweise die Attacken reduzieren. Die Migränebehandlung kann während eines Anfalls erfolgen (Akut-Therapie) oder als Vorbeugung (Prophylaxe) in der Zeit zwischen den Migräneattacken. Gegen starke Kopfschmerzen wirken zwei Tabletten Paracetamol je 500 Milligramm oder zwei Tabletten Ibuprofen zu je zweihundert Milligramm. ASS (Acetylsalicylsäure) ist für Jugendliche unter 16 Jahren sowie für alle, die eine ASS-Allergie haben, ungeeignet. Zu diesen sogenannten NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) zählt auch Diclofenac, das ebenso Schmerzlindern wirkt.

Außer diesen Mitteln werden teilweise Kombinationspräparate mit Koffein eingesetzt. Eine längere Medikamenteneinnahme als an zehn Tagen im Monat sollte vermieden werden, da sonst das Gegenteil, statt Linderung, bewirkt werden könnte. 

Triptane werden als Schmerzmittel möglichst vor Migräneattacken eingenommen, um die krankhaft bedingte Gefäßerweiterung zu unterdrücken.

Gegen Übelkeit und Erbrechen haben sich Antiemetika bewährt. Vor allem die Wirkstoffe Dimenhydrinat und Metoclopramid wirken sich auf das Schmerzempfinden positiv aus. Um die Anfallhäufigkeit zu senken, können beispielsweise Betablocker (Blutdruckmedikamente), Antidepressivum (Amitryptilin), Antikonvulsiva (gegen Epilepsie) oder auch Flunarizin eingesetzt werden. In jedem Fall ist die Absprache mit dem behandelnden Arzt erforderlich, da nicht jedes Mittel für Schwangere eingenommen werden darf.

Außer den kontrollierten Medikamentenverordnungen gibt es weitere Möglichkeiten, um mit Migräne relativ gut umzugehen. Alles, was zur Entspannung beiträgt, kann hilfreich sein. In Schmerzkliniken können Patienten gute Chancen für wirksame Therapien erhalten und Anleitungen, die sie zu Hause weiter befolgen. Auf das richtige Maß an körperlicher Aktivität (leichter Ausdauersport), Medikamenten und Entspannungsphasen kommt es an.

Physiotherapie ist eine weitere Möglichkeit, um den Kopfschmerz „in den Griff“ zu bekommen. Alternativen gibt es in der Anwendung der Akupunktur, Akupressur oder der progressiven Muskelrelaxation. Durch die bewusste An- und Entspannung von Muskelgruppen, erlernt der Migränepatient auf die Spannungszustände seines Körpers besser zu achten.

Viele Menschen sind verspannt und haben verkrampfte Arbeitshaltungen (am Computer) und wundern sich, dass sie Kopfschmerzen bekommen. Kurze Pausen während dieser Tätigkeit mit Entspannungs- und Lockerungsübungen wären schon hilfreich. Dem Leistungsdruck kann sich in heutiger Zeit kaum jemand entziehen. Aber auf sein eigenes Verhalten achten, mit Stresssituationen besser umzugehen und bewusste Pausen einhalten, das ist erlernbar. Verhaltenstraining gehört zum Programm der Migränetherapie. 

Bevor eigene Maßnahmen ergriffen oder unkontrolliert Schmerzmittel eingenommen werden, ist es wichtig, die Hintergründe, das Wesen und die Begleiterscheinungen der Migräneattacken zu kennen. 

Ein regelmäßiges Tagebuch diesbezüglich zu führen, hilft dem Betroffenen und unterstützt den Arzt bei seinen Entscheidungen zur Hilfe.

Therapeutische Maßnahmen immer mit dem Arzt (Kopfschmerz-Spezialist) absprechen.

Stress möglichst vermeiden und sich selbst nicht unter Druck setzen. Dazu zählt auch einmal ein „Nein“-Sagen.

Leichter Ausdauersport (Spaziergänge) schützt vor Migräne.

Mit Entspannungsübungen (Yoga) und mit Entspannungsmusik den Ausgleich zu Anspannungen finden.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist eine gute Basis für jeden. „Migräneanfällige“ sollten auf übermäßigen Genuss von Nikotin, Alkohol und Kaffee verzichten. Es sollte auf Nahrungsmittel, die viel Tyramin enthalten, verzichtet werden. Das betrifft verarbeitetes Fleisch, Wurst, Nüsse, Schokolade, Rotwein und lange gereifte Käsesorten, die diesen „Aminosäure-Abkömmling“ enthalten.

Koffein ist Bestandteil von Kopfschmerztabletten. Starker Kaffee trägt zur Verengung der Blutgefäße bei, was die Linderung des Kopfschmerzes zur Folge haben kann. Wer allerdings bereits häufig Kaffee trinkt, kann kaum „Wunder“ erwarten. Ein Entzug von Koffein kann sogar Kopfschmerzen auslösen.

Die „Schlafhygiene“ ist für die Gesundheit wichtig. Ausreichender und erholsamer Schlaf trägt für ein ausgeglichenes körperliches, seelisches und geistiges Befinden bei. Ätherische Öle wie Lavendel- oder Pfefferminzöl entspannen und lindern Kopfschmerzen. Mit dieser „Aromatherapie“ lässt es sich auch gut relaxen.

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