Fußpilz: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Fußpilz

Fußpilz

© Edler von Rabenstein / fotalia.com

Fußpilz

Fußpilz ist eine Pilzinfektion der Zehenzwischenräume und der Fußsohlen. In schweren Fällen kann auch der Fußrücken betroffen sein. Meist ist so eine Pilzinfektion chronisch.

Wenn der Pilz den Fußnagel befällt, spricht man von Nagelpilz. Die Symptome sind vor allem Juckreiz und Rötung, Schuppung oder Nässen. Im Fachjargon wird die Erkrankung als Tinea Pedis bezeichnet. Fußpilz ist eine sehr häufige Erkrankung. Es ist davon auszugehen, dass jeder dritte davon betroffen ist. Und mit dem Alter steigt auch die Rate der Ansteckung. Außerdem sind mehr Männer als Frauen davon betroffen. Die Erreger von Fußpilz sind überwiegend Fadenpilze, die sogenannten Dermatophyten, die speziell die Haut und auch ihre Anhangsgebilde wie Nägel und Haare befallen. Vom Arzt kann der Pilz unter dem Mikroskop nachgewiesen werden. Allerdings muss er für eine sichere Diagnose oft eine Pilzkultur anlegen. Zur Behandlung wird er dann die passenden Medikamente verschreiben. Das sind vor allem Salben. Da der Pilz hartnäckig ist, ist die Behandlung oft langwierig. Deswegen ist hier die Vorbeugung sehr wichtig. Am Liebsten mag der Fußpilz es feucht. Deshalb sollte man die Füße immer richtig abtrocknen, vor allem in den Zehenzwischenräumen. Auch Licht und Luft sollte man an Füße und Schuhe lassen. Und ein sehr wichtiger Schutz ist es auch, in Schwimmbädern Badeschuhe zu tragen.Für die Infektion mit Fußpilz sind verschiedene Erreger verantwortlich und durch den Kontakt mit den Erregern steckt man sich an. Diese Erreger befinden sich unter anderem auf dem von dem mit Fußpilz Infizierten abgesonderten Hautschuppen. Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die eine Infektion begünstigen können und diese tragen dazu bei, dass bestimmte Personengruppen besonders anfällig für Fußpilz sind. Das sind zum Beispiel Sportler oder Diabetiker.

Ursachen für Fußpilz

Der Fadenpilz (Trichophyton rubrum) zeigt sich für die Mehrheit der Fußpilzerkrankungen verantwortlich. Zwar befällt dieser vor allem Füße und Fußnägel, aber er kann jedoch auch andere Hautareale befallen. Hefe- oder Sprosspilze sowie Schimmelpilze können auch zu einer Infektion mit Fußpilz führen, allerdings ist das eher selten. Um sich in der Haut einzunisten verfügen die Pilze über verschiedene Methoden. So gibt es einige Fadenpilzarten, die gezielt den Säureschutzmantel der Haut schädigen können. Andere Fadenpilzarten besitzen spezielle Haftorgane, die diesen eine Anbindung an die Hautzellen ermöglichen. Es gibt aber auch einige Hefepilze, die sich auf eine besondere Methode verlegt haben: Indem sie sich als körpereigene Zelle ausgeben, umgehen sie so die Schranken des menschlichen Abwehrsystems. Einer gesunden Haut können alle diese Angriffe jedoch in der Regel nichts anhaben. Denn der Säureschutzmantel der Haut und die schützende Hautflora bewirken, dass die Pilzsporen unverzüglich vernichtet werden. Wenn die Haut aber geschädigt oder das Immunsystem geschwächt ist, dann ist es für Pilze ein leichtes, sich einzunisten. So greifen die Pilze dann den Säureschutzmantel der Haut an und dringen mit ihren Zellfäden (Hyphen) in die Oberhaut ein. Das tückische am Hautpilz ist aber, dass er nicht an der Oberfläche bleibt. Von außen wächst er in die Haut hinein und nistet sich dann in den tieferen Hautschichten ein. Und dort vermehrt er sich. Dadurch das sich die Haut ständig erneuert und die inneren Hautzellen nach außen wandern, gelangt der Pilz wieder an die Hautoberfläche.Diese Erneuerung wird allerdings durch den Pilzbefall noch beschleunigt, so dass sehr viele abgestorbene Hautschuppen von der Oberhaut des befallenen Fußes abgestoßen werden. Und genau diese Schuppen sind es dann, die die Infektion übertragen. Denn in diesen können die Pilzsporen teilweise wochenlang überdauern und andere Personen anstecken.

Symptome bei Fußpilz

Die Erreger des Fußpilzes sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge gar nicht erkennen kann. Die Beschwerden die sie verursachen liefern jedoch verlässliche Anzeichen. Das typischste Symptom ist ein hartnäckiges Jucken in den Zehenzwischenräumen. Später rötet sich da dann die Haut und schuppt. Im weiteren Verlauf der Infektion tritt der Hautrand etwas dunkler hervor und es bilden sich kleine Pusteln oder auch Bläschen. Je weiter die Pilzinfektion fortschreitet, desto größer werden die Hautschuppen die sich von dem befallenden Bereich lösen. Darunter sieht die Haut wie aufgeweicht aus und es erscheint rotes und gereiztes Gewebe. Dann kommt es auch zu kleinen Rissen in der Haut, wodurch das Eindringen weiterer Keime und bakterieller Erreger begünstigt wird. Diese Risse sind sehr schmerzhaft und treten in schweren Fällen am ganzen Fuß auf. Fußpilz sollte man jedenfalls nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wird er nicht richtig behandelt, kann er sich auch auf die Fußnägel (Nagelpilz) ausbreiten und ernste Komplikationen nach sich ziehen. Denn durch die Pilzinfektion wird die natürliche Abwehr der Haut geschädigt und so können dann auch Bakterien und Viren in die tieferen Hautschichten eindringen und dort Schäden anrichten. Was viele nicht wissen: Fußpilz heißt so, weil er besonders gern den Fuß befällt. Aber er kann sich grundsätzlich auch an jedem anderen Bereich des Körpers ansiedeln. Wer Fußpilz hat muss gut aufpassen, dass er diesen nicht selbst an andere Körperstellen verteilt. Oft genügt es schon, wenn man die bereits infizierten Füße mit bloßen Händen juckt. Dadurch können Pilzsporen unter die Fingernägel wandern und von dort quasi überallhin, zum Beispiel ins Gesicht. Ein anderer Weg die Pilzinfektion zu verbreiten ist über verseuchte Handtücher und Badteppiche. Wer sich mit einem Handtuch mit dem er sich seine Füße abgetrocknet hat, auch an anderen Stellen abtrocknet, kann so den Pilz zum Beispiel in den Intimbereich verschleppen.

Diagnose von Fußpilz

Eine Infektion mit Fußpilz lässt sich bereits an den typischen Symptomen und an den Hautveränderungen feststellen. Um jedoch die genaue Pilzart festzustellen muss der Arzt eine Hautprobe entnehmen. Mit einem sogenannten Spatel schabt er dafür Hautschuppen aus den befallenen Arealen ab. Normalerweise ist das schmerzfrei möglich. Untersucht werden die Schuppen dann unter dem Mikroskop bei 25- bis 400-facher Vergrößerung. Außerdem legt der Arzt auf speziellen Nährböden eine Pilzkultur an. Diese wird bei einer bestimmten Temperatur einige Tage gewärmt. Aus den gewachsenen Kolonien lässt sich dann auf eine Pilzart schließen. Mit dem passenden Medikament kann diese dann gezielt behandelt werden.

Therapie und Behandlung bei Fußpilz

Meist richtet sich die Behandlung nach dem, wie weit die Pilzinfektion schon fortgeschritten ist. So müssen im Anfangsstadium die betroffenen Hautstellen meist nur äußerlich behandelt werden. Ist der Fußpilz allerdings schon weit fortgeschritten und hat großflächige Hautareale befallen, muss jedoch ein Medikament genutzt werden, dass den Pilz auch von innen bekämpft.Die Ihnen verordneten Medikamente müssen, wie vom Arzt angeordnet, angewendet werden. Eine solche Behandlung kann bis zu 4 Wochen dauern, da Fußpilz hartnäckig ist.Deswegen sollte die Behandlung auch weitergeführt werden, wenn die Symptome bereits vorher verschwunden sind. Nur so ist dann davon auszugehen, dass der Pilz vollständig abgetötet wurde und keine Rückfälle zu befürchten sind. Zur Behandlung von Pilzinfektionen werden von den Ärzten sogenannte Antimyotika eingesetzt, deren Wirkstoffe das Wachstum der Pilze beeinträchtigen oder sie abtöten. Im Anfangsstadium der Pilzinfektion reicht es meist aus, die Antimyotika äußerlich zu verwenden. Man kann dazu zwischen Cremes, Gels, Lösungen, Sprays und Puder wählen - je nachdem in welchem Zustand der Fuß ist und welche Medikamentenform bevorzugt wird. Wenn man stark unter Fußschweiß leidet, empfiehlt es sich ein Gel oder Puder zu verwenden. Bei trockener Haut greift man am Besten zu Cremes und Lotionen, denn diese haben zusätzliche pflegende Inhaltsstoffe. Lösungen sind praktisch, weil diese sich leicht dünn auftragen und gut einreiben lassen. Ein Spray ist für denjenigen geeignet, der Hautkontakt vermeiden möchte. Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind zum Beispiel Clotrimazol und Miconazol. Es gibt aber auch noch andere. Ein sogenanntes Breitspektrum-Antimyotikum kann eingesetzt werden, wenn die genaue Pilzart nicht bekannt ist. Dieses bekämpft dann mehrere Pilzarten gleichzeitig.

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