Heuschnupfen (Allergische Rhinitis): Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Heuschnupfen

Heuschnupfen (Allergische Rhinitis)

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Heuschnupfen (Allergische Rhinitis)

Heuschnupfen (auch Allergische Rhinitis genannt) ist eine Irritation der Schleimhäute von Augen und den oberen Atemwegen, was zu einer Vielzahl von unangenehmen Beschwerden führen kann.

Zahlreiche Menschen leiden an Heuschnupfen, vor allem während der Jahreszeiten mit erhöhten Pollen, da dieser einer der häufigsten Ursachen von Heuschnupfen ist. Die meisten Menschen sind in der Lage, ihre Symptome mit einer Ernährungsumstellung und milden Medikamenten zu behandeln, aber in manchen Fällen wird der Arzt benötigt, um eine Lösung für das Problem zu finden. Wenn die Symptome von Heuschnupfen schwerwiegend sind oder sie das ganze Jahr über andauern, sollten sich die Patienten überlegen, einen Allergie-Spezialisten aufzusuchen. Der Begriff "Heuschnupfen" ist ein wenig irreführend und wird oft mit Juckreiz und Irritationen während der Heuernte-Saison in Verbindung gebracht. In Wahrheit aber werden diese allergischen Reaktionen oft von vielen Blumensorten und Pflanzen verursacht, und nicht nur vom Heu selbst. Manche Menschen sind auf bestimmte Gräser allergisch, die für Heu verwendet werden wie Roggen, aber die Mehrheit der Leidenden entwickeln Heuschnupfen in Reaktion auf Pollen, Pilze, Hautschuppen oder Federstaub. Wie auch bei anderen Allergien tretet Heuschnupfen bei Menschen dann auf, wenn sie dem Erreger oder Allergen ausgesetzt werden. Das körpereigene Immunsystem sieht das Allergen als eine Bedrohung, und entwickelt Antikörper um ihn zu bekämpfen. Bei einer erneuten Aussetzung reagiert das Immunsystem, wodurch dann die Symptome auftreten, die mit Heuschnupfen verbunden sind. Zu diesen Symptomen gehören eine laufende Nase, Tränen in den Augen, verschiedene Hautirritationen, Niesen und Juckreiz. Für Menschen, die an Heuschnupfen leiden, ist eine der besten Lösungen die Symptome zu lindern, den Pollen so viel wie möglich zu vermeiden. Viele Städte haben mittlerweile einen sogenannten Pollenalarm und listen wöchentlich oder sogar täglich die Intensität vom Pollenflug.

Ursachen für Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion die zu bestimmten Jahreszeiten oder sogar ganzjährig auftreten kann. Viele Heuschnupfen-Symptome treten meistens im Frühjahr und im Herbst auf, und werden durch die Inhalation von Allergenen wie Pollen oder Schimmelpilzsporen hervorgerufen. Tierhaare und Hausstaubmilben können diese Allergien ebenfalls auslösen. Allergene gelangen durch den Mund, Nase, Rachen und Lunge in den Körper. Sie sind in der Regel nicht schädlich, aber sobald sie im Inneren des Körpers sind, kann das Immunsystem sie als gefährlich identifizieren und Antikörper produzieren, um sie anzugreifen. Das führt dann zu den Symptomen wie juckende, tränende Augen, Husten und Niesen. Andere Symptome sind Druck auf den Nasennebenhöhlen und eine verminderte Fähigkeit, Geruch und Geschmack wahrzunehmen. Diejenigen die an Heuschnupfen leiden haben möglicherweise erhöhte Symptome im Frühjahr und im Herbst des Jahres, wenn Pflanzen den Pollen freisetzen und "bestäuben". Die Intensität der Bestäubung hängt vom lokalen Klima ab, aber auch die Menge der Niederschläge und die Art der Pflanzen spielt hierbei als Ursache eine entscheidende Rolle. Zu dem Blütenstaub, welcher häufig als Hauptursache identifiziert wird, gehören Teilchen, die freigesetzt werden, vor allem durch Gras, Bäume und bestimmte Arten von Unkräutern, insbesondere Ambrosia. Etwa 75 Prozent derjenigen, die unter Allergien leiden, sind Schätzungen zufolge allergisch auf dieses beifußblättriges Traubenkraut, auch bekannt als Ambrosia. Manche Kräuter können ihre Pollen auch im Herbst freisetzen. Schimmel ist ebenfalls ein häufiger Verursacher für Heuschnupfen. Dieser ist oft sowohl drinnen als auch draußen und zu allen Zeiten des Jahres vorhanden. Schimmel gedeiht in feuchten Räumen wie Kellern und Badezimmern und im Freien in feuchten Bedingungen. Schimmel produziert Sporen, welche in der Luft oder im Wasser vorhanden sind, und wenn diese Sporen in den Körper gelangen, können sie eine allergische Reaktion auslösen. Staubmilben können auch häufig die Ursache für Heuschnupfen sein. Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine, Spinnen-ähnliche Kreaturen, die in Teppichböden, Hausstaub und Bettwäsche zu finden sind. Sie ernähren sich von abgestorbenen Hautzellen und verursachen Heuschnupfen-Symptome, wenn sie in den Körper gelangen. Es gibt zwar keine Möglichkeit sie vollständig zu beseitigen, aber sie können durch die Verringerung der Luftfeuchtigkeit und durch das Waschen der Bettwäsche in heißem Wasser reduziert werden.

Symptome bei Heuschnupfen

Heuschnupfen verursacht viele Symptome, welche die Augen, Ohren, Rachen und Nase der betroffenen Personen beeinträchtigen können. Die Symptome von Heuschnupfen können zu verschiedenen Zeiten des Jahres beginnen, und hängen davon ab, auf welche Substanz der Patient allergisch ist. Wenn eine Person allergisch auf alltäglich Pollen ist, dann treten die Symptome dann auf, wenn der Pollenflug höher ist. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Tränende Auge
  • Juckender Hals
  • Verstopfte oder laufende Nase
  • Juckende Nase
  • Niesen

Die etwas stärkeren Symptome sind:

  • - Schweißausbrüche
  • - Schmerzen im Gesicht welche im Zusammenhang mit verstopften Nasennebenhöhlen verursacht werden
  • - Kopfschmerzen
  • - Juckreiz, der sich von der Kehle bis zur Nase und den Ohren ausbreitet

In manchen Fällen können die Symptome zu Müdigkeit, Reizbarkeit und Schlafstörungen führen. Menschen mit Asthma die an Heuschnupfen leiden werden feststellen, dass die Episoden ihrer Kurzatmigkeit und Atemlosigkeit durch diese Allergie noch intensiver und häufiger auftreten. Die Symptome können saisonabhängig sein und nur im Frühling, Sommer oder Herbst auftreten. Das ist dann ein Indiz dafür, dass die Allergie durch Pollen verursacht wird. Sie können aber auch das ganze Jahr über oder sogar länger vorhanden sein, und diese Symptome werden normalerweise durch Innenraumallergene wie Hausstaubmilben und Tierhaare ausgelöst. Sie werden dann zusätzlich mit dem Beginn der üblichen Heuschnupfenzeit noch stärker.

Diagnose von Heuschnupfen

Eine Diagnose kann erstellt werden, indem eine sorgfältige Untersuchung vorgenommen wird, bei der eine Identifikation der potenziellen Faktoren stattfindet, welche die Allergie verursachen können. Saisonbedingte Auslöser und andere geläufige Allergene werden hierbei genaustens ausgewertet. Um eine endgültige Diagnose zu erstellen, können mehrere Tests durchgezogen werden, um festzustellen, welche speziellen Allergene die Ursache der Symptome sind. Zu den Tests könnten gehören:

  • RAST-Test
  • Hautpricktest
  • Intrakutantest
  • Nasenendoskopie

Ärzte sind in der Lage Heuschnupfen mit der Beschreibung der Symptome zu diagnostizieren. Allergie-Spezialisten können weitere Untersuchungen durchführen, einschließlich verschiedener Allergietests. Bei diesen Tests wird die Oberfläche der Haut mit einer Nadel eingestochen, und ein Paar Tropfen des Allergens werden in die Haut eingestochen. Auf diese Weise dringt das Allergen ins Immunsystem, und falls es der Auslöser ist, wird die Haut eine entsprechende Reaktion zeigen.

Therapie und Behandlung von Heuschnupfen

Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sowohl zu Hause als auch unter der Obhut eines Arztes, um die Symptome zu lindern. Heuschnupfen kann oft zu Hause behandelt werden, aber schwere Fälle wie jene, bei welchen der Patient häufig bei der Arbeit oder in der Schule beeinträchtigt wird, müssen ärztlich behandelt werden, um eine Lösung zu finden. Einer der ersten Schritte bei der Behandlung von Heuschnupfen ist die Identifizierung, was genau die Ursache ist, sodass diese Allergene in der Zukunft vermieden werden können. Pollen und Hautschuppen sind zwei häufig vorkommende Ursachen von Heuschnupfen, da sie in der Luft vorkommen und allgegenwärtig sind. Falls die Symptome verstärkt im Frühjahr und Sommer vorkommen, dann sind Pollen eine sehr wahrscheinliche Ursache. Menschen, die allergisch auf Pollen sind, sollten ihre Freizeit-Aktivitäten planen und darauf achten, wann der Pollenflug geringer ist. Einige Medikamente können dabei helfen, die Heuschnupfen-Symptome zu minimieren. Antihistamine helfen dabei die allergische Reaktion etwas zu mildern, indem Juckreiz, Schwellungen und Schmerzen reduziert werden. Nur wenn der Heuschnupfen schwerwiegend ist, dann kann der Arzt Kortikoid-Injektionen und Pillen verschreiben. Nasensprays sind ebenfalls sehr hilfreich, denn sie helfen dabei, die Nebenhöhlen frei zu halten. Bei wunden Rachen können Betroffene eine milde Salzwasserspülung gurgeln, oder beruhigende Tees wie Kamille trinken. Juckende, tränende Augen können mit Augentropfen behandelt werden, um Rötungen zu lindern und die allergische Reaktion etwas zu mildern. Es ist sehr wichtig, eine Diagnose und Behandlung für Heuschnupfen zu erstellen, denn falls diese lang anhaltend und intensiv ist, und dabei unbehandelt bleibt, dann kann sie zu unerwünschten Komplikation und sogar zu Asthma führen.

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