Impotenz im Alter - Was tun, wenn Mann nicht mehr kann

Impotenz im Alter

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Impotenz im Alter

Urologen schätzen, dass heute etwa 30 % der über 50-Jährigen von einer Potenzstörung betroffen sind. Doch was können Männer mit Erektionsstörungen tun?

Impotenz im Alter - Was tun, wenn Mann nicht mehr kann

Mit zunehmendem Alter leiden Männer gehäuft unter Erektionsstörungen. Urologen schätzen, dass heute etwa 30 % der über 50-Jährigen und über 50 % der über 70-Jährigen von einer Potenzstörung betroffen sind. Männer mit erektiler Dysfunktion erleben die Erkrankung in vielerlei Hinsicht als Belastung. Der Umstand, dass er nicht mehr "seinen Mann" stehen kann, hat nicht nur Folgen für Sexualität und Partnerschaft. Die Potenzstörung wirkt sich auch auf die Psyche aus und kann Ängste und Selbstzweifel verursachen. Manche betroffenen Männer fühlen sich als Versager und haben Angst vor dem Geschlechtsverkehr, was die Erektionsstörung noch verstärken kann. Ein solcher Teufelskreis lässt sich dank moderner Medizin in vielen Fällen vermeiden. Denn jede Erektionsstörung hat eine Ursache. Ist diese erkannt, steht einer erfolgreichen Behandlung nichts im Wege und der Spaß im Schlafzimmer kann zurückkehren.

Ursachen für Impotenz im Alter

Eine häufige Ursache für Impotenz im Alter sind psychische Probleme und Krankheiten. Vor allem Leistungsdruck und Versagensängste sowie Probleme in der Kommunikation und unterschiedliche Vorstellungen über Sexualität in der Partnerschaft tragen häufig zur Problematik bei. Auch Depressionen und Stress erweisen sich im Alter als wahre Potenzkiller. Sie können zu einer vorübergehenden und in einigen Fällen auch dauerhaften Erektionsstörung führen. Psychische Ursachen für eine erektile Dysfunktion lassen sich mit Psychotherapien und Psychopharmaka behandeln.

Meistens sind körperliche Ursachen der eigentliche Grund für Impotenz im Alter. Hier sind es vor allem vaskuläre Probleme, die zu einer Verengung der Gefäße im Penis führen und keine ausreichend harte Erektion zulassen. Auch andere Ursachen können für eine Impotenz in der zweiten Lebenshälfte verantwortlich sein.

Häufig diagnostizierte Grundprobleme sind:

  • ein hoher Cholesterinspiegel
  • ein hoher Blutdruck und/oder Diabetes
  • ein zu niedriger Testosteronspiegel
  • verschiedene Schilddrüsenerkrankungen
  • starkes Übergewicht (BMI > 30)
  • starker Alkohol- und/oder Nikotinkonsum
  • Medikamente (Antidepressiva, Betablocker)

Eine Studie legt den Verdacht nahe, dass auch ein starker Konsum von Softdrinks wie Cola und Limonade zu Impotenz führen kann. Ist eine körperliche Ursache für die Potenzstörung diagnostiziert, gilt es zunächst, diese zu kontrollieren und bestenfalls zu beseitigen. Danach steht dem Wiederherstellen der sexuellen Potenz und einer befriedigenden Sexualität nichts mehr im Wege.

So lässt sich Impotenz im Alter besiegen

Kein Mann muss eine erektile Dysfunktion einfach so hinnehmen. In vielen Fällen können Ärzte ihren Patienten mit dem Verordnen von sogenannten PDE-5-Hemmern wieder zu einer funktionierenden Sexualität verhelfen. Die Betroffenen nehmen die Tabletten vor dem Geschlechtsverkehr ein, wodurch eine lang anhaltende Erektion entsteht. Allerdings sind diese Medikamente nicht für jeden Patienten geeignet. Vor allem bei bestehenden Vorerkrankungen des Herzens ist Vorsicht geboten. Die Frage, ob die Krankenkasse die Kosten für Tadalafil oder Sildenafil trägt, hängt von der ärztlichen Diagnose ab.

Zu niedriger Testosteronspiegel

Da im Alter der Testosteronspiegel sinkt, ist nicht selten ein Mangel des männlichen Sexualhormons für die Impotenz verantwortlich. In diesen Fällen kann beispielsweise eine Behandlung mit dem einem Testosteronpräparat wie Testogel von Dr. Kade / Besins Pharma GmbH Erfolg versprechend sein. Das Gel tragen Männer in der empfohlenen Dosis auf die Haut auf. Das Gel erhöht den Testosteronspiegel im Blut und soll so zu mehr Lust führen und Erektionsprobleme beseitigen. Ob die Krankenkasse die Kosten für das Testosteron-Gel trägt, hängt vom Einzelfall ab.

Impotenz, erektile Dysfunktion: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Impotenz

Pumpentherapie

Ältere Männer, die ihre Impotenz ohne Medikamente behandeln möchten, können es mit einer Penispumpe versuchen. Durch den Unterdruck versteift sich der Penis und ermöglicht aktiven Geschlechtsverkehr. Je nach Diagnose übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Penispumpe. Männer, die weder auf Medikamente, noch auf eine Pumpen-Therapie ansprechen, können folgende Behandlungen testen:

Generell empfehlenswert ist bei Impotenz im Alter, die Aktivität zu steigern. Mäßiger Sport (z.B. Wandern ) und auch schon Spaziergänge haben nachweislich positiven Einfluss auf Körper und Seele und können so zu zur Wiederherstellung eines ausgefüllten Sexuallebens beitragen.

Prostata, Vorsteherdrüher - Anatomie, Erkrankungen - Organ im menschlichen Körper

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