Kaufsucht - Ursachen, Behandlung, Therapie - Was hilft gegen Oniomanie?

Kaufsucht - Ursachen, Behandlung, Therapie - Was hilft gegen Oniomanie?

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Kaufsucht - Ursachen, Behandlung, Therapie - Was hilft gegen Oniomanie?

Konsum macht Spaß. Den virtuellen Warenkorb zu füllen, das schicke Kleid in Augenschein zu nehmen oder die neuen Schuhe anzuprobieren, löst Glücksgefühle aus, die den Tag verschönern und den Geldbeutel schmälern. Für acht Prozent der Deutschen ist der Konsum zu einer Sucht geworden, der sie nur mit professioneller Hilfe zu entkommen wissen.

Was hilft gegen Kaufsucht - Oniomanie?

Tagein, tagaus werden wir mit Werbung bombardiert. Ein neues Smartphone hier, eine neue Winterkollektion da, zwischendurch möchten Bücher, CDs oder Spielkonsolen bestellt werden. Das Internet hat den Konsum Suchtgefährdeter mit neuen Problemzonen ausgestattet. Schließlich ist es einfacher denn je, die Rabatte großer Warenhäuser zu sichern, unnötige Apps zu kaufen oder schlichtweg eine Sunnyplayer Casino Bewertung zu lesen und Geld in ein Online Casino einzuzahlen. Der Lohn ist so schnell weg, wie er auf das Bankkonto überwiesen wurde. Doch wie können sich Betroffene aus der Misere befreien, ohne sie noch schlimmer werden zu lassen?

Ursachen

Mögliche Ursachen für eine Kaufsucht können Depressionen, Ängste, innere Leere und ein sehr geringes Selbstwertgefühl.  
Die negativen Gefühle dieser Menschen sollen durch den Kauf in den Griff bekommen werden. Menschen mit Kaufsucht leiden sehr oft unter Minderwertigkeitskomplexen, durch das Einkaufen versuchen sie diese zu überspielen. 

Von Schmuck und Technik

Das Konsumverhalten der beiden Geschlechter weicht stark voneinander ab. Während sich Frauen ihren Wohlstand mit dem Kauf neuer Kleidung, Kosmetik und Schmuck vor Augen führen, neigen Männer dazu, technische Werkzeuge zu erwerben. Unabhängig vom Geschlecht hat das World Wide Web das Suchtverhalten verstärkt. Gerade das bargeldlose Bezahlen lässt Menschen jede Grenze vergessen. Die Scheine wandern nicht mehr über den Ladentisch. Sie werden bei PayPal im Handumdrehen überwiesen. Bemerkenswert: Obwohl sich der Prozentsatz der Betroffenen jährlich etwas vergrößert, ist Kaufsucht weiterhin nicht als Krankheit anerkannt.

Die Voraussetzung einer Kaufsucht liegt bei vielen Betroffenen in einem mangelnden Selbstwertgefühl . Die innere Leere, die Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben muss kompensiert werden. Dabei geht das Krankheitsbild mit dem Kontrollverlust einher, den auch Spiel- oder Alkoholsüchtige erleben. Sie wissen, dass ihre Freizeitgestaltung eine Abwärtsspirale bildet. Allerdings können sie sich trotzdem nicht ohne Hilfe befreien. Das ganze Dasein ist auf Alkohol, Spiel oder den nächsten Kaufrausch ausgelegt. Finanzielle Engpässe sind selbst bei Besserverdienern eher früher als später zu erwarten.

Wie erkennen Betroffene, ob sie süchtig sind?

Da Bürger bewusst zum Konsum verleitet werden sollen, ist der Gedanke an eine Kaufsucht zunächst wenig naheliegend. Doch schon bald bemerken Betroffene, dass sie nicht mehr ohne ihr zwanghaftes Kaufverhalten auskommen. Problematisch wird es für Betroffene, wenn der Tagesablauf nur noch vom nächsten Einkauf bestimmt wird, der Kaufprozess reinigend wirkt, sogar die Laune aufhellt. Denn auf die Euphorie kommt die traurige Erkenntnis: Einmal mehr wurde unnötig Geld ausgegeben. Schuldgefühle sind die Folge.

Symptome

Symptome - Kaufsüchtigen kommt es auf den reinen Konsum an. So packen Betroffene die bestellten Waren mitunter nicht einmal mehr aus. Das unkontrollierte Kaufverhalten gefährdet Freundschaften, setzt Partner unter Druck und hat einen negativen Einfluss auf das Arbeitsleben. Nicht selten müssen Betroffene Kredite aufnehmen, da sie die sich auftürmenden Rechnungen nicht mehr begleichen können. Wer Hilfe benötigt, muss sich zunächst eingestehen, ein ernsthaftes Problem zu haben. Es ist ratsam, sich dem Partner oder einem Familienmitglied anzuvertrauen und erste Schritte in die entgegengesetzte Richtung zu unternehmen.

Behandlung - Wertvolle Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen Oniomanie - Kaufsucht

Was kann man gegen Oniomanie tun? Einer beginnenden Kaufsucht mit ein paar einfachen Trick entgegenwirken. Behandlungen und Erste Hilfe Tipps bei Kaufsucht.

Grund hinterfragen:

Ist das Kind in den Brunnen gefallen, hilft nur noch schonungslose Ehrlichkeit. Betroffene haben ein inneres Bedürfnis, das sie auf andere Weise ausleben sollten. Stress mit der Familie, dem Bekanntenkreis oder auf der Arbeit ? Verdrängte Erinnerungen, die plötzlich wieder an Gewicht gewinnen? Nur wer weiß, was ihn wirklich bedrückt, kann der Sucht nachhaltig entkommen.

Finanzen kontrollieren:

Was wurde wann bestellt, wo und wie viel Geld ausgegeben? Der Finanzcheck ist obligatorisch, hilft vielleicht sogar dabei, die horrenden Summen als abschreckende Nebenwirkung zu erkennen. Dazu sollte der Ausflug zur Shoppingmeile ausbleiben. Statt PayPal, EC- und Kreditkarten werden Käufe nur noch mit Bargeld vorgenommen und umgehend bilanziert.

Ersatzbefriedigungen schaffen:

Körper und Geist sehnen sich nach Belohnungen. Warum nicht tolle Gerichte kochen, joggen gehen oder regelmäßig das Schwimmbad besuchen? Die Sucht lässt sich bestimmt durch ein anderes Hobby ersetzen, das in den letzten Monaten zu kurz gekommen ist. Hat das Gehirn die neuen Belohnungen abgespeichert, sind Betroffene viel weniger daran interessiert, in einen destruktiven Rhythmus zu verfallen.

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