Kehlkopfentzündung: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie

Kehlkopfentzündung

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Kehlkopfentzündung

Der Begriff Kehlkopfentzündung, oder lateinisch Laryngitis, bezeichnet eine entzündete Kehlkopfschleimhaut, die verschiedene Ursachen haben kann.

Was ist eine Kehlkopfentzündung?

Der Kehlkopf ist für viele verschiedene Dinge im Bereich der Lautbildung verantwortlich. Wird der Kehlkopf überstrapaziert oder durch andere, schädliche Einflüsse geschädigt, kommt es zu einer Entzündung. Der Kehlkopf ist der Eingang zur Luftröhre und im Falle einer Anschwellung kann die Luftzufuhr für den Organismus erschwert werden. Normalerweise heilt eine akute Kehlkopfentzündung sehr schnell wieder ab, in der Regel in wenigen Tagen. Trotzdem kann es in Einzelfällen zu schweren Komplikationen kommen, die eine stationäre Behandlung notwendig machen. In den meisten Erkrankungsfällen ist auch der Bereich der oberen Luftröhre mit betroffen. Um eine Verschlimmerung des Zustandes zu vermeiden, die im Extremfall zum Kehlkopfkrebs führen kann, sollte sich der Betroffene umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

Ursachen einer Kehlkopfentzündung

Fast alle Faktoren die zu einer Kehlkopfentzündung führen, sind heute bekannt. Für eine Kehlkopfentzündung gibt es verschiedene Ursachen. Zuerst muss man zwischen einer chronischen und einer akuten Kehlkopfentzündung unterscheiden, denn diese haben unterschiedliche Auslöser. Die Ursachen für eine akute Kehlkopfentzündung sind in den meisten Fällen Virusinfektionen. Erkältungsviren (Adeno- oder Rhinoviren), sowie Grippeviren (Parainfluenza- oder Influenzavieren) sind in den meisten Fällen die Auslöser. Allerdings kann eine Kehlkopfentzündung auch durch die Infektion mit Bakterien hervorgerufen werden. Weitere Ursachen der akuten Kehlkopfentzündung sind Schadstoffe oder große Hitze. Wer über längere Zeit Gasen, Tabakrauch oder Chemikalien ausgesetzt ist, erhöht sein Risiko an einer akuten Kehlkopfentzündung zu erkranken. Unbehandelt kann sich die akute in eine chronische Kehlkopfentzündung entwickeln. Auch für die chronische Kehlkopfentzündung sind verschiedene Ursachen möglich.Chemikalien und Tabakrauch, sowie die unbehandelte akute Kehlkopfentzündung, trockene Umgebungsluft, sowie Staub, Feuchtigkeit und Hitze. Weitere Faktoren, die eine chronische Kehlkopfentzündung Färbung, sind Mandelentzündungen und Schnupfen. Auch bronchiale Entzündungen und Entzündungen der Luftröhre können zur Kehlkopfinfektion führen und eine Ursache für die Kehlkopfentzündung darstellen. Ist der hintere Kehlkopf entzündet, so ist dies eine Sonderform der Kehlkopfentzündung und hat ihre Ursache im unvollständigen Verschluss des Mageneingangs. Dadurch kann der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen und die Kehlkopfentzündung auslösen. Anzeichen dafür sind Sodbrennen und permanente Heiserkeit. Hier spricht man von der sogenannten Refluxkrankheit. Auch während der Schwangerschaft kann eine Kehlkopfentzündung auftreten, diese ist nach der Entbindung allerdings wieder verschwunden und alle am Kehlkopf aufgetretenen Veränderungen Normalisierung in sich wieder.

Symptome bei einer Kehlkopfentzündung

Eine Kehlkopfentzündung kann sehr unterschiedlich verlaufen und die Symptome treten in bestimmten Phasen auf. Die typischen Symptome für eine Kehlkopfentzündung sind Husten und Heiserkeit. Die betroffenen Patienten leiden unter einem ständigen Kratzen im Hals und dem Drang des Ständigen Räusperns. Bei den Symptomen muss, wie bei den Ursachen, zwischen der akuten und der chronischen Kehlkopfentzündung unterschieden werden. Eine raue Stimme, die bis zum Verlust der kompletten Stimme führen kann, sowie Heiserkeit und Beschwerden beim Schlucken sind die typischen Symptome einer akuten Kehlkopfentzündung.Kratzen und Kribbeln dem Hals, häufiges ob den Hals Gefühl im Rachenraum sind ebenfalls Symptome einer Kehlkopfentzündung.Wenn diese Symptome über einen langen Haaren Zeitraum unbehandelt anhalten, so ist dies ein Anzeichen einer chronischen Kehlkopfentzündung. Die Symptome sind der akuten Kehlkopfentzündung ähnlich, die Heiserkeit allerdings hält sich über mehrere Wochen und Monate. Ebenso das Trockenheitsgefühl im Hals. Dazu kommt eine Reizhusten. Der Reizhusten tritt vor allem nachts auf, wenn die Ursachen für die Kehlkopfentzündung eine Refluxkrankheit sind. Patienten mit chronischer Kehlkopfentzündung haben weniger Schmerzen als Betroffene der akuten Kehlkopfentzündung. Dafür ist der Zwang sich Räuspern zu müssen weitaus mehr ausgeprägt. Des Weiteren ist die Stimme tiefer und versagt bei höherer Belastung.

Diagnose einer Kehlkopfentzündung

Um eine Kehlkopfentzündung sicher diagnostizieren zu können, muss sich der behandelnde Arzt ein Bild über die typischen Beschwerden machen. Ob wirklich eine Kehlkopfentzündung die Ursache für die Beschwerden ist, oder es sich um andere Erkrankungen handelt, kann er nur mittels einer Kehlkopfspiegelung sicher nachweisen. Hier stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung, die direkte oder die indirekte Kehlkopfspiegelung. Der Arzt zieht bei der indirekten Kehlkopfspiegelung die Zunge des Patienten vorsichtig heraus und schaut mit Hilfe eines Endoskops oder Spiegels den Kehlkopf von oben an. Die direkte Kehlkopfspiegelung wird unter Narkose durchgeführt. Dabei muss der Arzt mit dem Endoskop bis in den Kehlkopf vordringen, um auch die Kehlkopfinnenschleimhaut zu sehen. Die Veränderung der Stimmen hätten und der Kehlkopfschleimhaut sind wichtige Kriterien bei der Erstellung einer exakten Diagnose. Nur so lassen sich eventuelle anderer Erkrankungen, wie Tuberkulose, definitiv ausschließen. Die Kehlkopfspiegelung liefert dem Arzt die notwendigen Befunde. Während bei einer akuten Kehlkopfentzündung die Stimmenlippen gleichmäßig gerötet sind, dick und geschwollen, mit sichtbarer Gefäßzeichnung, Sind sie bei der chronischen Kehlkopfentzündung nur blassrötlich und verdickt. Dafür aber mit Schleim bedeckt, sehr und leben und trocken. Außerdem ist bei der chronischen Kehlkopfentzündung die Beweglichkeit der Stimmenlippen nicht eingeschränkt. Bei beiden Kehlkopfentzündungsarten ist die Kehlkopfschleimhaut gerötet. Bei der akuten Kehlkopfentzündung kommt es auf den Stimmenlippen zu einem schleimigen oder eitrigen Belag. Davon kann im Extremfall die Kehlkopfschleimhaut komplett betroffen sein. Um endgültig sicher gehen zu können, dass es sich um eine Kehlkopfentzündung handelt, wird der HNO-Arzt weitere Untersuchungen im Nasennebenhöhlenbereich durchführen. Die Untersuchung der Virenkonzentration ist ein wichtiger Bestandteil zur Erstellung einer endgültigen Diagnose. Bei lang anhaltender Heiserkeit kann eine Gewebeprobe, die der Kehlkopfschleimhaut entnommen wurde, endgültigen Aufschluss geben.

Therapie und Behandlung einer Kehlkopfentzündung

Wenn definitiv fest steht, dass es sich um eine Kehlkopfentzündung handelt, muss eine Therapie durchgeführt werden. Für eine erfolgversprechende Therapie ist es wichtig, dass bereits eine akute Kehlkopfentzündung behandelt wird, bevor sie in eine chronische Kehlkopfentzündung übergeht. Außerdem sind dann die Heilungschancen wesentlich größer als bei einer chronischen Kehlkopfentzündung, die vielleicht sogar schon über einen längeren Zeitraum besteht. Ein weiteres Risiko bei einer langanhaltenden chronischen Form der Kehlkopfentzündung, ist die Möglichkeit, dass Schleimhautzellen sich verändern und zur Vorstufe von Kehlkopfkrebs entwickeln. Für eine erfolgreiche Therapie der Kehlkopfentzündung ist oberstes Gebot, die Stimme so wenig wie möglich zu strapazieren. Dabei ist laut des sprechen ebenso schädlich wie flüstern. Die Devise heißt, wenige reden, doch wenn notwendig dann in einem ganz normalen Ton. Ein weiterer ganz wichtiger. Bei der Bekämpfung der Kehlkopfentzündung ist die konsequente Vermeidung schädlicher Stoffe. Die Patienten dürfen auf keinen Fall scharfe Gewürze, Tabak oder Alkohol zu sich nehmen. Auch im Arbeitsbereich ist abzuklären, dass der Patient nicht mit giftigen Substanzen in Berührung kommt. Wenn die Kehlkopfentzündung mit einer Virusinfektion im Zusammenhang stehend, für die Bakterien verantwortlich sind, muss mit Antibiotika behandelt werden. Auch kann der Arzt gegebenenfalls Medikamente verschreiben, die entzündungshemmende wirken. Der Einsatz schleimlösender der Medikamente hilft gegen geschwollene Kehlkopfschleimhaut. Dampf in Halle Aktionen sind sehr gut für die Behandlung von Kehlkopfentzündungen geeignet. Wichtig ist es, dass die Nase frei ist, damit eine Mundatmung verhindert wird. Eine Mundatmung verstärkt den Reiz der Kehlkopfschleimhaut und muss unbedingt vermieden werden. Deshalb muss eine eventuell bestehende Nasennebenhöhlenentzündung unbedingt mit behandelt werden. Dabei Kindern sehr häufig Atemnot auftritt, sollten diese zur Sicherheit im Krankenhaus überwacht werden, bis die schlimmsten Beschwerden abgeklungen sind und das Kind wieder frei atmen kann. Um eine wiederholte Kehlkopfentzündung zu vermeiden, ist es notwendig abzuklären, ob eine Nasennebenhöhlen Entzündung die Ursache für die Kehlkopfentzündungen war. Nur wenn wieder frei durch die Nase geatmet werden kann, kann auch eine wiederholte Erkrankung ausgeschlossen werden. Falls eine Überbelastung der Stimme zur chronischen Kehlkopfentzündung geführt hat, sollte ein Logopäden hinzugezogen werden, um mit der Erlernung korrekter stimmt Technik die Ursachen zu beheben. Liegt die Ursache der Kehlkopfentzündung im Bereich der Refluxkrankheit, muss diese ebenfalls therapiert werden, mit Mitteln, die das Sodbrennen verhindern.

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