Lebensmittelunverträglichkeit testen: Symptome, Bluttest, Diagnose

Lebensmittelunverträglichkeit

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Lebensmittelunverträglichkeit

Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen - All dies können Symptome einer Lebensmittelunverträglichkeit. So testen sie das ganze mittels Bluttest und Atemtest.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Lebensmittelunverträglichkeit - Symptome und Krankheitsbild erklärt
  2. Schwerer Weg bis zur Diagnose
  3. Bluttest kann helfen
  4. Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen - Was muss man beim Testen beachten?
  5. Neue Volkskrankheit - Lactose-Unverträglichkeit
  6. Lebensmittelunverträglichkeit durch Lactose - So erkennt man sie

Die Lebensmittelunverträglichkeit - Symptome und Krankheitsbild erklärt

Lebensmittelunverträglichkeit - dieser Terminus ist schon seit vielen Jahrzehnten in der Medizin bekannt, nahm aber erst in den letzten Jahren an Bedeutung zu. Dabei stellt schon die Diagnose der Krankheit eine Herausforderung dar, denn die Symptome werden oft falsch gedeutet und anderen Beschwerden zugeordnet. Bei der Lebensmittelunverträglichkeit ist der Organismus nicht mehr in der Lage, einen bestimmten Stoff zu verdauen, und hat die entsprechenden Enzyme nie besessen. Dr. Sigrid Steeb ist Fachärztin für Laboratoriumsmedizin, Innere Medizin, Naturheilverfahren und Ernährungsmedizin und weist ausdrücklich darauf hin, das diese Intoleranz meist durch andere Vorgänge hervorgerufen werden kann. Eine Lebensmittelvergiftung oder die Unverträglichkeit gegenüber eines Bestandsteils eines bestimmten Lebensmittels, können dabei Indikatoren für eine Lebensmittelunverträglichkeit sein. Hier soll den wesentlichen Fakten auf den Grund gegangen werden.

Schwerer Weg bis zur Diagnose

Der Weg bis zur Diagnose der Erkrankung ist steinig und schwer. Zumeist werden von Ärzten andere Krankheitsbilder in Raum gestellt und es wird auf Allergien und das Reizdarmsyndrom verwiesen. Letztlich unterliegt die Feststellung dem Ausschlussprinzip. Steeb hat nun einen speziellen Ratgeber verfasst, welcher die Selbstdiagnose ermöglicht und mit dem sich jeder selbst testen kann. Kommt man hier zu einer Diagnose, so liegt die Chance bei über 80 Prozent, dass der Betroffene seine Beschwerden auch beseitigen kann. Ein weiterer Teil von Steebs Ratgeber befasst sich zudem mit ausgewählten Rezepten, welche bei einer Lebensmittelunverträglichkeit geeignet sein können. Selbst wen n gleich Mehrfachunverträglichkeiten bestehen, soll der Leser hier noch das eine oder andere kulinarische Erlebnis für sich finden. Dabei weist Steeb ausdrücklich darauf hin, das verschiedene Unverträglichkeiten sich sehr stark ähneln können, denn der Körper reagiert mit den gleichen Anzeichen auf sie.

Bluttest kann helfen

Wer immer wieder feststellt, dass er beim trinken von Milch starke Bauchschmerzen bekommt oder aber das der Verzehr von Obst zu Durchfall führt, der kann sich auch auf eine Lebensmittelunverträglichkeit testen lassen. Dies kann aber auch dann hilfreich sein, wenn andere nicht zu erklärende Beschwerden auftreten. So kann eine Gewichtszunahme trotz kalorienarmer Ernährung ebenfalls auf eine Unverträglichkeit hinweisen. Selbst permanente Kopfschmerzen und Hautprobleme können mit dem zusammenhängen, was man auf dem Teller hat. Ein häufiges Erscheinungsbild ist die Abgeschlagenheit, die permanent anhält. Gerade hier finden oft Missverständnisse statt, denn kaum jemand führt diese Beschwerden auf eine Unverträglichkeit von Lebensmitteln zurück.

Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen - Was muss man beim Testen beachten?

Lebensmittelunverträglichkeiten sind in verschiedene Typen eingeordnet. Gerade hier wird es noch schwieriger, diese zu erkennen und entsprechend gezielt auf sie zu testen. So treten die ersten Symptome bei einer Lebensmittelunverträglichkeit Typ III zumeist erst mehrere Tage später auf. Dies liegt daran, das nur bestimmte Bestandteile der Nehrung als fremde Stoffe erkannt werden. Gegen diese werden vom Immunsystem dann Antikörper gebildet. Durch diesen Vorgang kann sich ein chronischer Prozess entwickeln, welcher langfristig zu verschiedenen Beschwerden führen kann. Hauptsächlich zeigen sich dann Magen-Darm-Beschwerden in Form von Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen. Manche leiden allerdings auch unter Migräne, Bluthochdruck oder es entwickeln sich Hautprobleme und Übergewicht.

Neue Volkskrankheit - Lactose-Unverträglichkeit

Dabei entwickelt sich die Lactose-Unverträglichkeit zu einer neuen Volkskrankheit. Schwere Bauchkrämpfe gepaart mit wiederkehrenden Durchfallerscheinungen plagen dabei die Patienten. Auch Blähungen sind ein häufiges Zeichen für eine Lactose-Intoleranz. Diese Symptome können noch doch weitere Begleiterscheinungen verstärkt werden. Der Auslöser hierfür wird durch eine Kuhmilch-Allergie verursacht. Allerdings nützt es nicht viel nur auf Kuhmilch zu verzichten, denn der Milchzucker ist auch Bestandteil vieler anderer Produkte. So können selbst Zahnpasta, Wurst und Getränke mit Lactose versetzt sein.

Lebensmittelunverträglichkeit durch Lactose - So erkennt man sie

Eine Laktoseintoleranz wird durch eine Abnahme der Aktivität des Enzyms Laktase hervorgerufen. Hierbei ist die Darmschleimhaut bereits beschädigt, was durch eine Allergie hervorgerufen worden sein kann. Somit wird die Laktose unverdaut in den Dickdarm befördert, wo die dort heimischen Bakterien mit der Vergärung beginnen. Dabei tritt diese Form der Lebensmittelunverträglichkeit vor allem bei Vorschülern und im Teenager-Alter auf. Um sie zu diagnostizieren kann ein Bluttest hilfreich sein. Allerdings kann auch bei Äpfeln oder Kirschen eine Unverträglichkeit auftreten. Hierbei handelt es sich dann um eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit, welche ebenfalls Krämpfe im Magen und Darm auslösen kann. Dabei sind die Menschen sehr unterschiedlich, was die Menge des Obstes angeht, dass sie zu sich nehmen können. Hierbei ist ein Bluttest nicht wirklich förderlich - ein Atemtest kann schon erste Ergebnisse zeigen.

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