Lungenkrebs: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Lungenkrebs

Lungenkrebs

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Lungenkrebs

Lungenkrebs wird durch ein abnormes Wachstum von Zellen in der Lunge einer Person verursacht, was zu einem malignen (bösartig) Tumor führt.

Bösartige Tumore dieser Art können metastasieren oder sich im Körper einer Person durch ihre Blutbahn oder das Lymphsystem ausbreiten. Lungenkrebs ist sehr lebensbedrohlich, weil dieser eine Tendenz hat, früh im Verlauf der Krankheit zu metastasieren und ist im Hinblick auf die Behandlung einer der schwierigsten Formen von Krebs. Lungenkrebs hat die Fähigkeit sich zu jedem Organ im Körper auszubreiten, auch wenn einige Organe häufiger betroffen sind, wie Leber, Gehirn und die Nebennieren, aber diese Krankheit befällt auch häufig die Knochen einer Person. Die Chance, entweder die Lebensdauer eines Menschen mit Lungenkrebs zu verlängern oder eine Heilung zu erreichen, ist sowohl abhängig von der Größe des Tumors und seiner Lage als auch einiger anderer Dinge. Dies umfasst zum Beispiel die Art des Lungenkrebses, die erscheinenden Symptome und die allgemeine Gesundheit einer Person. Insgesamt ist die Prognose für Lungenkrebs schlecht im Vergleich zu anderen Formen von Krebs. Die Gesamtüberlebensrate für Personen mit Lungenkrebs liegt bei etwa 16%, wohingegen Menschen mit Darmkrebs eine Überlebensrate von 65% haben, während Personen mit Brustkrebs in etwa 89% der Fälle überleben.

Ursachen von Lungenkrebs

Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs und ist für mehr als 80% der Lungenkrebserkrankungen verantwortlich. Je länger eine Person in ihrem Leben geraucht hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese Person an Lungenkrebs erkranken wird. Wenn eine Person jedoch mit dem Rauchen vor der Entwicklung von Krebszellen aufhört, kann der Körper Lungengewebe, welches durch das Rauchen beschädigt wurde, wieder reparieren. Das Risiko von Ex-Rauchern an Lungenkrebs zu erkranken ist nicht so niedrig wie die einer Person, die nie geraucht hat, aber im Laufe der Zeit wird das Risiko nach unten gehen. Das Rauchen von Pfeifen verursacht ebenfalls fast so häufig Lungenkrebs wie ein Zigarettenrauchen. 

Des Weiteren kann auch Passivrauchen in der Nähe von Rauchern das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken deutlich erhöhen. Nichtraucher, die mit einem Raucher verheiratet sind, haben zudem ein 30%höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, als die Ehepartner von Nichtrauchern. In einer Umgebung mit hoher Luftverschmutzung zu leben oder mit radioaktiven Mineralien/Asbest zu arbeiten, kann ebenso das Krebsrisiko erhöhen. Die Forschung hat uns geholfen zu verstehen, wie alle diese Risikofaktoren bestimmte Veränderungen in der DNA von Lungenzellen verursachen. Diese Veränderungen bewirken daraufhin, dass die Zellen abnormal wachsen und Krebserkrankungen bilden. Ein Risiko für einige Krebsarten (zum Beispiel Brust-, Eierstock-, Dickdarmkrebs und einige andere) kann zwar von den Eltern vererbt werden, aber Genmutationen werden von den meisten Forschern nicht als eine Ursache für die meisten Fälle von Lungenkrebs betrachtet.

Symptome bei Lungenkrebs

Das erste und häufigste Symptom von Lungenkrebs ist ein Husten, weshalb bei einer Person mit chronischer Bronchitis, die Lungenkrebs entwickelt, der Husten durch die Bronchitis noch schlimmer wird. Der Lungenkrebs kann sich ebenfalls auf die Blutgefäße ausbreiten und verursachen, das Blut in im Schleim ausgehustet wird. Der Krebs kann sich ebenfalls auch auf die Bronchien ausbreiten, sodass diese schmaler werden, und verursacht beim Patienten ein Keuchen, wenn dieser versucht zu atmen. Lungenkrebs kann sich außerdem in der Brustwand ausbreiten, was zu Schmerzen in der Brust führt, aber diese Krankheit kann auch zu einer Lungenentzündung führen, mit Symptomen von Husten, Fieber, Schmerzen in der Brust und Kurzatmigkeit. Menschen mit fortgeschrittenem Lungenkrebs haben zudem einen geringeren Appetit, fühlen sich schwach und verlieren auch meistens Gewicht. 

Lungenkrebs kann sich meistens auch auf andere Teile des Körpers ausbreiten, welche sich in der Nähe der Lungen oder in anderen Teilen des Körpers befinden, wie der Leber, dem Gehirn und den Knochen, was zu Schmerzen führen kann. Diese Erkrankung kann des Weiteren auch die Venen blockieren, welche vom oberen Teil des Körpers zum Herzen führen, was als Einflussstauung bezeichnet wird und bewirkt, dass das Blut in den Venen des Gesicht-, Hals- und oberem Brustbereiches sich staut und die Adern anschwellen. 

Lungenkrebs kann außerdem bewirken, dass sich Flüssigkeit um das Herz oder die Lungen ansammelt, sodass es sehr schwer für eine betroffene Person wird zu atmen. Krebszellen können auch auf die Lungen drücken, wodurch diese zu kollabieren drohen, aber ebenso auf das Rückenmark, was zu schmerzen oder den Verlust der Nervenfunktion führt. Einige Lungenkrebsarten können jedoch auch Hormone freisetzen, welche den Stoffwechsel des Körpers beeinflussen können.

Diagnose von Lungenkrebs

Lungenkrebs wird in der Regel vermutet, wenn eine Röntgenaufnahme einen Schatten auf der Lunge zeigt. Um die Diagnose zu bestätigen, wird der Arzt Auswurf oder Schleim untersuchen, welcher von der betroffenen Person ausgehustet wurde. Eine Läsion, welche auf einer Röntgenaufnahme der Lunge gefunden wurde, kann durch einen CT-Scan der Brust bestätigt werden oder eine lange Nadel wird mit Hilfe eines CTs zur Biopsie (eine Probe nehmen) unter die Brust platziert werden. Ärzte prüfen in der Regel die Lunge durch ein Betrachtungsinstrument, welches in die Bronchien eingeführt wird, wobei dieser Vorgang eine Bronchoskopie genannt wird. Eine Biopsie kann auch während der Bronchoskopie erfolgen, bei welcher eine Probe von abnormalem Gewebe aus der Lunge entfernt und später mit einem Mikroskop untersucht wird. Das Gewebe für eine Biopsie kann ebenfalls auch operativ durch das Öffnen der Brust eines Patienten entfernt werden.

Therapie bei Lungenkrebs

Lungenkrebs kann durch eine Chirurgie, Strahlentherapie oder Chemotherapie behandelt werden, was entweder alleine oder in Kombination durchgeführt werden kann, je nachdem wie weit sich der Tumor entwickelt hat. Die Behandlung oder die Kombination von Behandlungen, welche am besten geeignet ist, hängt meistens von der Art des Lungenkrebses ab, wie fortgeschritten der Krebs ist (das Stadium), die allgemeine Gesundheit, Nebenwirkungen und dem Potenzial den Krebs zu heilen, die Symptome zu lindern oder das Leben des Patienten zu verlängern. 

Eine Operation wird jedoch nur dann erfolgen, wenn der Tumor sehr klein und um nur einen Lungenflügel lokalisiert ist, und wenn der verbleibende Lungenflügel stark genug ist, um allein zu funktionieren. Die Operation wird als eine Pneumektomie bezeichnet, wenn der ganze Lungenflügel entfernt wird oder ein Lobectomie, wenn nur ein Teil des Lungenflügels entfernt wird. Obwohl 10% bis 35% der Fälle von Lungenkrebs chirurgisch entfernt werden können, wird eine Operation nicht immer den Krebs heilen. Eine Operation wird nur für Patienten empfohlen, welche eine noch ausreichende Gesundheit ohne Anzeichen von Metastasierung des Tumors besitzen. Wenn eine Person hingegen eine schwere Herz- oder Lungenkrankheit besitzt, ist eine Operation keine Option. 

Eine Strahlentherapie wird für Lungenkrebs verwendet, welcher sich ausgebreitet hat oder sich zu nahe an der Luftröhre befindet. Für Personen mit einer schweren Erkrankung wird die Strahlung hingegen verwendet, um das Krebswachstum zu verhindern, anstatt diese Krankheit vollständig zu zerstören. Eine Strahlung kann Knochenschmerzen, ein Hohlvenen-Syndrom und Kompression der Nerven am Rückenmark kontrollieren, welche alle durch ein Krebszellwachstum ausgelöst werden. 

Die Chemotherapie ist hingegen eine Behandlung mit Anti-Krebs-Medikamenten und kann verwendet werden, um das Leben einer Person bei metastasiertem (Ausbreitung auf andere Bereiche des Körpers) Lungenkrebs zu verlängern oder in Kombination mit einer Strahlentherapie von Lungenkrebs, um einen sich noch in der Brust befindenden Tumor unter Kontrolle zu bringen. 

Die höchste Chance für eine Heilung besitzen Patienten, bei welchen der Lungenkrebs in einem frühen Stadium gefunden wird. Die Überlebensrate bei Lungenkrebs, welcher in den frühen Stadien behandelt wird, liegt bei etwa 50%, wenn der Krebs sich jedoch außerhalb der Brust weiter ausgebreitet hat, ist dieser in der Regel nicht heilbar. 

Es ist außerdem sehr wichtig für Patienten, die an Lungenkrebs gelitten haben, sich regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zu unterziehen, denn einige Patienten, bei denen der Lungenkrebs chirurgisch entfernt wurde, haben ein hohes Risiko einer erneuten Erkrankung. Das Risiko ist noch höher für diejenigen Personen, die nach der Operation mit dem Rauchen nicht aufhören. Eine Prävention von Lungenkrebs ist möglich, wobei die Entscheidung mit dem Rauchen aufzuhören der erste große Schritt ist.

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