Magen-Darm-Grippe, Gastroenteritis: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Magen-Darm-Grippe

Magen-Darm-Grippe / Gastroenteritis

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Magen-Darm-Grippe / Gastroenteritis

Eine Magen-Darm-Grippe ist eine andere Bezeichnung für eine Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis). Doch mit einer echten Grippe, hat dies nichts zu tun.

Was ist Magen-Darm-Grippe?

Eine Magen-Darm-Grippe verläuft daher meistens ungefährlich ab, verursacht aber häufig einen Brechdurchfall. In ganz wenigen Fällen kann so eine Magen-Darm-Grippe aber auch schwierig verlaufen. In der Medizin spricht man von einer Entzündung des Magen-Darm-Trakts. Dabei muss eine solche Entzündung nicht nur durch eine Infektion hervorgerufen werden, auch kann dies die Folge einer Krebsbehandlung sein. Meistens handelt es sich jedoch um eine infektiöse (ansteckende) Form. Eine Magen-Darm-Grippe kann vom Prinzip her jede Personen bekommen, auch Babys und Kleinkinder bilden hier keine Ausnahme. Auch ältere Menschen sind von dieser Ansteckung her betroffen. Ursachen für Magen-Darm-Grippe Die Magen-Darm-Grippe steht für ein Krankheitsbild, welches mit einem Infekt von Krankheitserregern zusammenhängt. Je nachdem, welcher Erreger dafür verantwortlich ist, variieren die Intensität und die Dauer der Erkrankung. Häufig stecken hinter einer Magen-Darm-Grippe Viren. Besonders Rotaviren und Noroviren stellen häufig eine Ansteckung dar. Aber auch andere Bakterien und Parasiten können für eine Infektion in Frage kommen. Die Erreger haben es immer dann besonders leicht, wenn das menschliche Immunsystem geschwächt ist. Dies ist besonders bei älteren Personen und Kindern der Fall. Daher ist diese Altersgruppe besonders Anfällig für eine Magen-Darm-Grippe. Auch gilt dies für Menschen, die an einer Immunschwäche leiden.

Typische Symptome und Anzeichen bei Magen-Darm-Grippe

Die Symptome einer Magen-Darm-Grippe halten häufig nur einige Tage an. Dazu gehören Beschwerden wie Erbrechen, Übelkeit, Happe, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Bauchschmerzen, Schwindel und Durchfall. In den seltensten Fällen kommt zu stärkeren Komplikationen, die ohne eine fachgerechte Behandlung auch tödlich enden können. Bei der Gastroenteritis ist der Verdauungstrakt von Krankheitserregern besiedelt, daher werden die Symptome vor allem im Verdauungstrakt ausgelöst. Die Beschwerden entwickeln sich dabei recht schnell, häufig innerhalb weniger Stunden. Wie stark diese am Ende verlaufen, ist vom jeweiligen Erreger abhängig und der körperlichen Verfassung, sowie von der Stärke des jeweiligen Immunsystems vom Patienten.

  • Allgemeine Schwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Magenschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Diagnose & Verlauf bei Magen-Darm-Grippe

Eine ganz typische Magen-Darm-Grippe verläuft meistens unkompliziert und lässt sich anhand der Symptome schnell erkennen. Beim Arzt ist jedoch eine genaue Befragung zur Krankenentstehung unabdingbar, um andere Krankheiten völlig auszuschließen. Zudem ist eine genaue Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) sehr wichtig. Dazu werden vom Arzt häufig folgende Fragen gestellt: - Wie lange bestehen die Beschwerden? - Haben sie Durchfall und Erbrechen? - Haben sie ungegartes Fleisch oder rohe Eier gegessen? - Sind weitere Personen in ihrem Umfeld betroffen? - Leiden sie unter Fieber? - Haben sie Blut im Stuhlgang? - Haben sie einen hohen Flüssigkeitsverlust? - Nehmen sie irgendwelche Medikamente?

Behandlung & Therapie von Magen-Darm-Grippe

Was sollte man bei einer Magen-Darm-Grippe tun? Auf jeden Fall sehr viel Trinken, denn durch den Durchfall und das Erbrechen geht viel Flüssigkeit im Körper verloren und dieser muss unbedingt wieder ausgeglichen werden. Dabei reicht es einfaches Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken. Dagegen sind Limonade oder andere süße Getränke eher ungeeignet, da der Zuckergehalt dem Magen-Darm-Trakt nur zusätzlich schaden würde. Dadurch, dass der Köper Flüssigkeit verliert, gehen auch Salze (Elektrolyte) verloren. Ein solcher Mangel kann vor allem bei Kindern sehr gefährlich werden. In Apotheken gibt es Elektrolytpulver zum Einnahmen. Aber auch einfache Salzstangen reichen aus.

Ab wann ist Magen-Darm-Grippe nicht mehr ansteckend?

Wenn der Patient mindestens 24 Stunden komplett frei von den Symptomen ist, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Die Inkubationszeit der Erreger ist allerdings unterschiedlich. Einige können schon nach 6 bis 12 Stunden ausbrechen, bei anderen kann es sogar Tage dauern. Auch gibt es Erreger die gar nicht erst ausbrechen, wenn sie bereits früh im Vorfeld bekämpft wurden. Je stärker das Immunsystem des Menschen ist, umso geringer ist die Gefahr, dass es zu einem Ausbruch kommt. Ist eine Magen-Darm-Grippe in der Schwangerschaft gefährlich? Wenn die schwangere Frau genügend Abwehrkräfte besitzt, ist das ungeborene Baby gut geschützt. Auch wenn Durchfall oder Übelkeit eintritt, ist die Wahrscheinlich hoch, dass das Baby von dem Magen-Darm-Virus nichts mitbekommt. Zur Sicherheit sollte folgende Tipps beachtet werden: - Auf jeden Fall sich und dem Baby viel Ruhe gönnen - Viel Wasser oder Tee trinken. Auch eine Brühe kann eingenommen werden. - Es sollten unverdünnte Fruchtsäfte gemieden werden. Diese zeigen den Magen-Darm-Trakt nur unnötig - Kleine und leichte Mahlzeiten sollten eingenommen werden, wie leichtverdauliche Kohlenhydrate. Auf schweres oder gewürztes Essen besser verzichten - Ein probiotischer Joghurt am Tag kann helfen, damit sich das Verdauungssystem wieder normalisieren kann. - Ausreichend Zeit nehmen, sich von dem Infekt zu erholen.

Wie lange dauert eine Magen-Darm-Grippe und Ursachen für Magen-Darm-Grippe

Eine Magen-Darm-Grippe, kann je nach Heftigkeit bis zu einer Woche andauern. Oftmals beginnt sie schnelle und heftig, ist dann aber auch zügig vorbei. Eine durch bestimmte Bakterien Magen-Darm-Grippe, kann aber auch schon mal länger wie eine Woche andauern. Besonders wenn eine Infektion mit Salmonellen vorliegt. Diese Erreger halten sich sehr hartnäckig. Eine Magen-Darm-Grippe kann ich wenigen Fällen auch chronisch werden. Dabei fühlt sich der Patient immer schlapp mit Fieber. Hier ist unbedingt eine Behandlung von einem Arzt notwendig.

Zu welchem Arzt sollte man mit einer Magen-Darm-Grippe gehen?

Der erste Ansprechpartner sollte immer der Hausarzt sein. Dieser kann eine genaue Diagnose stellen und weitere Behandlungen einberufen. Bei schwereren Komplikationen wird dieser eine Empfehlung zu einem anderen Facharzt aussprechen. Wovon bekommt man eine Magen-Darm-Grippe? Eine Magen-Darm-Grippe kann mehrere Ursachen haben. Oftmals steckt eine Virusinfektion dahinter, aber auch Bakterien oder Parasiten können einen Auslöser darstellen. Bei Kleinkindern und Säuglingen stehen Rotaviren ganz oben auf der Liste, gefolgt von den Noroviren. Bei Erwachsenen verursachen Noroviren etwa die Hälfte der Erkrankungen. Besonders Durchfallerkrankungen treten bei Noroviren im gesamten Jahresverlauf auf. Besonders stark sind allerdings die Monate von Oktober bis März.

Hausmittel gegen Magen-Darm-Grippe

Einfache Hausmittel gegen eine Magen-Darm-Grippe sind oftmals in den meisten Haushalten vorhanden. Dazu zählen Salzstangen, Zwieback und Weißbrot. Ob zusätzlich noch ein Magen-Darm-Mittel aus der Apotheke hilft, ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Schaden würde es auf jeden Fall nicht. Häufig reichen jedoch einfache Hausmittel aus. Dazu zählt auch Heilerde oder Apfelpektin. In den meisten Fällen klingen die Symptome bereits nach einigen Tagen wieder ab und der Patient fühlt sich deutlich besser. Hausmittel sind zwar sehr hilfreich, verkürzen die Krankheitsdauer allerdings nicht.

Rezeptfreie Medikamente bei einer Magen-Darm-Grippe

  • Iberogast (PZN: 514644)
  • OMEP HEXAL 20mg (PZN: 10070208)
  • KIJIMEA Reizdarm Kapseln (PZN: 8813754)
  • Sab simplex 69,19mg/ml Suspension zum Einnehmen (PZN: 893334)
  • Buscopan Dragees (PZN: 61996)
  • LUVOS Heilerde mikrofein Kapseln  (PZN: 7796858)
  • OMNI BiOTiC Stress Repair Pulver (PZN: 8837594)
  • INGWERTROPFEN Dr.Muches (PZN: 5500078)
  • MOLEVAC Dragees (PZN: 683476)

Diese Arzneimittel stellen lediglich eine exemplarische Auflistung von rezeptfreien Medikamenten gegen das Symptom dar und geben keine Empfehlung. Konsultieren Sie bevor sie irgendwelche Medikamente nehmen, unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker.

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