Malaria: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Malaria

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Malaria

Malaria ist eine hoch ansteckende Krankheit, die durch Stechmücken, Moskitos und von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Ursprünglich dachte man, dass Malaria durch eine Exposition von sumpfiger Luft verursacht wird. Nachdem der Zusammenhang zwischen Moskitos und der Übertragung der Krankheit auf Menschen erkannt wurde, konnte die Ausbreitung viel besser kontrolliert werden. Kontinuierliche Forschungen haben bislang kein effektives Heilmittel für Malaria erstellen können, jedoch kann eine frühe Diagnose zu einer Heilung führen und langzeitige Schäden verhindern. In Europa kommt Malaria nur selten vor, sie breitet sich überwiegend in tropischen Klimazonen aus, wo vor allem Kinder und schwangere Frauen einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Die üblichen Symptome sind Fieber, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost, Erbrechen und Anämie, und sie können manchmal erst nach Monaten nach der ursprünglichen Infektion auftreten. 

Es gibt einige vorbeugende Maßnahmen, um diese Krankheit zu verhindern, wie die Verwendung von Insektenschutzmittel, das Bett mit Moskitonetzen bedecken und das Tragen von langen Ärmeln in diesen tropischen Gebieten. Es kommt vor, dass eine Person, die das Malaria Virus trägt, sich dessen gar nicht bewusst ist. Es kann in einigen Fällen sogar bis zu einem Jahr dauern, bis die ersten Anzeichen von Malaria auftreten. In der Regel aber manifestiert sich diese Krankheit viel schneller. Menschen, die sich mit Malaria anstecken, haben anfänglich Symptome, die einer Grippe ziemlich ähneln. Zu diesen gehören Fieber, Schüttelfrost gemeinsam mit Übelkeit, hohes Fieber, erbrechen und zittern. Wenn Malaria nicht behandelt wird, dann kann sie sogar tödlich sein. Die Behandlung umfasst in der Regel Antibiotika, die zusammen mit bestimmten Medikamenten gegen Malaria eingenommen werden.

Ursachen von Malaria

Die Bisse von infizierten Stechmücken sind eine der Hauptursachen von Malaria. Neben Mückenstichen kann Malaria auch durch Bluttransfusionen und sogar von einer Mutter auf ihr ungeborenes Kind übertragen werden. Aber die Mehrzahl der Fälle ist in einer direkten Verbindung mit Mückenstichen. Eine Person kann sich sehr schnell und einfach mit Malaria anstecken, aber dennoch gilt diese Krankheit nicht als weltweite Epidemie. Moskitos, welche das Malaria Virus in sich tragen, werden vor allem in tropischen Gebieten wie Afrika, Indien und einigen mittelamerikanischen Ländern vorgefunden. Es ist in der Regel nur selten, dass sich Menschen die außerhalb dieser Orte leben mit Malaria anstecken. Und in Fällen wenn das passiert, dann ist es höchst wahrscheinlich, dass es von einer Person übertragen wurde, welche gerade von einer Reise aus einem dieser Orte zurückgekehrt ist. 

Sichelzellenanämie ist eine genetische Blutkrankheit, die sich durch eine Mutation entwickelt hat, und zwar dort, wo Menschen in Malaria-Hochrisikogebieten leben. Menschen in diesen Gebieten können diese Mutation erben und müssen dann mit dieser chronischen Erkrankung leben. Diese kann in Zeitlichen abständen aufflammen und Anfälle von starken Schmerzen verursachen. Normalerweise sind die Chancen auf eine Heilung bei Malaria ziemlich gut, Voraussetzung ist, dass sie früh genug entdeckt und behandelt wird.

Symptome von Malaria

Die Symptome von Malaria können zwischen einer Woche und einem Monat nach der Exposition gegenüber dem Parasiten auftreten. Bei Menschen, die Antimalariamedikamente zu sich nehmen, können die Symptome unterdrückt werden, und erst viel später erscheinen. Eine frühe und rechtzeitige Erkennung der Symptome von Malaria kann langzeitliche Schäden verhindern, die durch diese Krankheit verursacht werden können. Es gibt einige verschiedene Formen, in welchen Malaria auftreten kann, aber alle werden in der Regel durch eine frühe Phase gekennzeichnet, in welcher der Patient Schüttelfrost und Zittern erlebt. Nachdem diese Phase vorbei ist, bilden sich Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, trockener Husten, Erbrechen, Schwitzen, starke Schmerzen, niedriger Blutdruck, Gelbsucht, Müdigkeit und eine Erweiterung der Leber oder der Milz. Die Symptome von Malaria werden sehr oft als "grippeähnlich" beschrieben.

Ein akuter Malariaanfall kann bis zu mehreren Stunden andauern, und bei Patienten mit schwerer Malaria sind die Symptome manchmal so extrem, dass sie zu Aktivitätseinschränkungen führen. Während der Anfälle können einige Medikamente gegen Malaria eingenommen werden, um die Symptome etwas zu unterdrücken. Patienten mit einer Vorgeschichte von Malaria sollten solche Medikamente immer bei sich haben, um eine erneute Infektion zu verhindern und bei ersten Anzeichen von Malaria die Symptome etwas zu minimieren.

Diagnose von Malaria

Malaria wird in der Regel durch eine mikroskopische Untersuchung der Blutzellen diagnostiziert. Sobald ein Patient die typischen Symptome aufweist und eine Diagnose bekommt, kann eine Vielzahl von Arzneimitteln als Behandlung angewendet werden. Chinin (welcher aus der Rinde des südamerikanischen Baumes Chinarinde destilliert wird) war eines der ersten Medikamente um die Krankheit zu behandeln aber auch um sie vorzubeugen. Es wird immer noch gegen einige Varianten des Erregers eingesetzt, welche eine Immunität gegenüber modernen Medikamenten entwickelt haben. Nach dem Auftreten der ersten Symptome sollten sich Patienten umgehend in medizinische Behandlung begeben. Der Arzt kann dann genauer feststellen, welche Parasiten für die Ansteckung verantwortlich sind, und angemessene Medikamente verordnen. Viele Malaria Parasiten sind gegen ein breites Spektrum von Medikamenten resistent, und einige Nachuntersuchungen müssen unternommen werden, um den Verlauf der Behandlung sowie die eventuelle Heilung kontrollieren zu können. Der beste Weg um Malaria zu behandeln ist zu versuchen, diese Krankheit ganz zu verhindern. Prophylaktische Medikamente sind optimal für diejenigen, die in Gebiete reisen, wo die Krankheit endemisch ist, aber leider können sich viele Menschen in diesen Entwicklungsländern diese Medikamente nicht leisten. Das Risiko von Malaria kann auch mit Moskitonetzen, Abschirmung von Fenstern und mit Insektenschutzmittel reduziert werden.

Therapie bei Malaria

Diese ansteckende Infektion, die hauptsächlich durch Moskitos übertragen wird, plagt die Menschen seit Jahrhunderten und bislang gibt es keinen erfolgreichen Impfstoff für diese Krankheit. Der Kampf zwischen den Forschern und den Parasiten dauert bis heute an, und Pharmaunternehmen sind ständig auf der Suche nach neuen Behandlungsmethoden. Malaria wird mit einem Medikament behandelt, welches als Anti-Malaria-Mittel bekannt ist. Antimalariamittel helfen dabei, eine Ausbreitung der Parasiten, welche diese Krankheit verursachen, zu verhindern und sie sogar ganz zu vernichten. Der Erfolg der Behandlung variiert von Mensch zu Mensch und hängt davon ab, wie schwer die Krankheit fortgeschritten ist, ob die Parasiten arzneimittelresistent sind und ob der Patient in der Lage ist, die erforderlichen Medikamente erwerben zu können.

Prophylaktische Medikamente können gegen Malaria eingesetzt werden, um eine Infektion zu vermeiden. Diese Medikamente sind in der Regel sehr teuer und nur schwer zugänglich für viele Bewohner in Regionen, wo Malaria verbreitet ist. Zu weiteren präventiven Maßnahmen gehört in erster Linie die Moskito-Kontrolle. Hierbei wird versucht, die Zahl der Mücken zu reduzieren, welche den Parasiten Übertragen. Das, kombiniert mit der Verwendung von Insektenschutzgittern auf Häusern und Zelten kann eine Malaria Infektion effektiv verhindern. Auch Insektenschutzmittel können auf dem Körper aufgetragen werden, um Insektenstiche zu vermeiden. Menschen sollten jede mögliche Vorsichtsmaßnahme ergreifen, um eine Infektion zu verhindern, vor allem in Gebieten, in denen Malaria ein wiederkehrendes Problem ist.

Patient die eine sogenannte unkomplizierte Malaria Ansteckung vorweisen, können ambulant behandelt werden, im Idealfall innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Auftreten der Symptome. Das Blut des Patienten wird getestet, um das Ausmaß der Infektion bestimmen zu können, und dann werden geeignete orale Medikamente verschrieben. Medizinische Fachleute müssen auf jeden Fall die Krankengeschichte des Patienten berücksichtigen, bevor sie entscheiden, welche Antimalaria sie verschreiben können. Für Patienten mit schweren Fällen von Malaria ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich um Medikamente intravenös oder mittels Zäpfchen zu erhalten. Einige Medikamente, die bei Malaria verwendet werden, sind die Kombinationen Atovaquon-Proguanil und Sulfadoxine/pyrimethamine sowie Sulfat Chinin, Chloroquin, Mefloquin, Primaquin und Artemisinin-Derivate. Die Kosten für diese Arzneimittel variieren und dies ist ein weiterer Faktor bei der Behandlung, da sich viele Patienten diese Medikamente nicht leisten können.

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