Mumps: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Mumps

Mumps

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Mumps

Mumps wird im Grunde als eine ansteckende Virusinfektion bezeichnet, welche vor allem einen Einfluss auf die Ohrspeicheldrüsen einer Person hat.

Es gibt drei verschiedene Arten von Speicheldrüsen, welche sich alle knapp unterhalb und vor den Ohren befinden, wobei die Ohrspeicheldrüsen ein Teil von ihnen sind. Das ist der Grund, warum eine gute Chance besteht, dass wenn eine Person sich an Mumps ansteckt, sie eine erhebliche Schwellung in entweder einer oder beiden Ohrspeicheldrüsen erleben wird. Da Mumps durch eine Virusinfektion verursacht wird, kann nur wenig getan werden, um die Infektion durch Medikamente wie Antibiotika zu bekämpfen. Die Infektion verläuft hingegen natürlich, was eine Verwendung der körpereigenen Antikörper umfasst, aber eine Behandlung kann für die Linderung, schneller Heilung und Genesung des Zustandes eines Patienten genutzt werden. 

Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren sind am wahrscheinlichsten an Mumps zu erkranken, aber sobald eine Person einmal infiziert wurde, besitzt sie eine lebenslange Immunität. Mumps ist am häufigsten im Monat März aktiv und erscheint in der Regel in Einzelfällen, aber es gibt gelegentliche lokale Epidemien unter nicht geimpften Kindern. Diese Erkrankung ist jedoch weniger ansteckend als Windpocken oder Masern und glücklicherweise ist Mumps nicht eine chronische Erkrankung, denn sie dauert in den meisten Fällen nicht mehr als zwei Wochen. Dies gilt jedoch nur für die Fälle von Mumps, in welchen es zu keinen Komplikationen kommt.

Ursachen von Mumps

Mumps wird durch das Mumpsvirus verursacht, welches zu der Familie von Viren gehört, die als Paramyxoviren bekannt sind. Diese Viren sind eine häufige Ursache von Infektionen, insbesondere bei Kindern. Wenn eine Person an Mumps erkrankt, bewegt sich das Virus von den Atemwegen (Nase, Mund und Rachen) in die Ohrspeicheldrüsen (Speichel produzierende Drüsen auf beiden Seiten des Gesichts), wo dieser Virus beginnt sich zu vermehren, was typischerweise bewirkt, dass die Drüsen anschwellen. Das Virus kann auch in die Rückenmarksflüssigkeit (CSF) eindringen, was eine Flüssigkeit ist, welche sowohl das Gehirn als auch die Wirbelsäule umgibt und schützt. Sobald das Virus in die Rückenmarksflüssigkeit eingedrungen ist, kann es sich leicht zu anderen Teilen des Körpers ausbreiten, wie dem Gehirn, Bauchspeicheldrüse, Hoden (bei Jungen und Männern) und den Eierstöcken (bei Mädchen und Frauen). 

Mumps ist ein in der Regel ein durch Luft übertragendes Virus, welcher auf folgende Arten verbreitet werden kann: 

  • Eine infizierte Person hustet oder niest und setzt winzige Tröpfchen von kontaminiertem Speichel frei, welche dann von einer anderen Person eingeatmet werden können 
  • Eine infizierte Person berührt ihre Nase oder den Mund und übertragt dann den Virus auf ein Objekt, wie einen Türgriff oder Arbeitsfläche. Wenn dann eine andere Person kurz danach das Objekt berührt, kann das Virus in die Atemwege übertragen werden
  • Das Teilen von Utensilien, wie einer Tasse, Besteck oder Teller mit einer infizierten Person

Menschen, welche sich an Mumps infiziert haben, sind in der Regel am ansteckendsten ein paar Tage, bevor ihre Ohrspeicheldrüsen anschwellen oder ein paar Tage danach. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Arbeit oder Schule für fünf Tage zu vermeiden, nachdem sich die Symptome bei einer Person zum ersten Mal entwickeln oder sie mit Mumps diagnostiziert wurde.

Symptome von Mumps

Bis zu einem Drittel der Infizierten Personen weisen keine Symptome auf, wohingegen andere ein leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, Müdigkeit und Appetitlosigkeit ab dem 14 bis 24 Tag erleben können, nachdem sie tatsächlich infiziert wurden. Über einen Tag nach dem Einsetzen von Fieber beginnt die Ohrspeicheldrüse in der Nähe des Ohrs anzuschwellen und Schmerzen können auftreten, was das Kauen und Schlucken schmerzhaft machen kann. Die Körpertemperatur der betroffenen Person kann dabei auf 39,5 °C bis 40 °C ansteigen. Die Schwellung und der Schmerz verschlechtern sich in den nächsten 3 Tagen und können sich auf den Vorderkiefer ausbreiten, aber bei einigen Patienten auch zum Unterhals, je nachdem ob andere Speicheldrüsen betroffen sind.

In der Mehrzahl der Fälle von Mumps schwellen jedoch sowohl die rechten als auch linken Ohrspeicheldrüsen an. Das Fieber dauert in der Regel nur 1 bis 3 Tage, aber es kann auch bis zu eine Woche andauern. Die Schwellung der Lymphknoten neigt ebenfalls dazu, sich nach etwa einer Woche zu lösen. Das ist in der Regel der normale Verlauf der Krankheit, sogar bei Erwachsenen. Einer von fünf Jugendlichen oder erwachsenen Männern kann jedoch an Orchitis im Verlauf der Krankheit leiden, was eine Infektion und Entzündung der Hoden ist. Dies kann sehr schmerzhaft sein, was aber fast nie zu einer Sterilität führt. Frauen können hingegen bei einer Komplikation eine Infektion der Eierstöcke erleiden, welche jedoch meistens nur mild und harmlos ist. 

Einer von 30 infiziert Patienten erlebt des Weiteren Pankreatitis (Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse) mit Erbrechen und Magenschmerzen, was sich aber schnell klärt. Eine ähnliche Zahl von Patienten entwickelt zudem auch Hörprobleme wegen einer Mittelohrentzündung, was ebenfalls eine vorübergehende Nebenwirkung von Mumps ist. Jede Viruserkrankung birgt ein gewisses Risiko von schweren Komplikationen wie Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder Meningitis (Entzündung der Membranen um das Gehirn und Rückenmark) während oder nach der anfänglichen Infektion. Das Risiko der Entwicklung von Enzephalitis bei Mumps entspricht etwa 1 zu 5.000 und das Risiko für Meningitis liegt bei 1% bis 10%. Es gibt zudem ein sehr kleines Risiko einer Fehlgeburt bei Frauen, die während der Schwangerschaft mit dieser Krankheit infiziert werden.

Diagnose von Mumps

Wenn eine Person vermutet, dass sie oder ihr Kind an Mumps erkrankt sind, kann der Arzt eine Viruskultur anordnen, um zu sehen, ob diese Krankheit tatsächlich vorliegt. Der Arzt wird in der Regel eine körperliche Untersuchung durchführen und die Ohrspeicheldrüsen unter und hinter den Ohren abtasten, um zu sehen, wenn sie geschwollen sind. Ein Bluttest wird vom Arzt deswegen angeordnet, um zu sehen, ob es Antikörper gibt, welche produziert wurden, um die Infektion im Körper einer Person zu bekämpfen. Meistens kann jedoch eine Person nur durch die Symptome selber feststellen, ob sie oder ihr Kind sich an Mumps angesteckt hat. Sollte aber eine Person Mumps bereits gehabt haben und die Symptome ähnlich, denen von Mumps sein sollten, sollte der Arzt aufgesucht werden, um zu sehen, was die Ursache der Symptome ist. Der Grund ist, dass sobald ein Mensch an Mumps erkrankt ist, dieser in der Regel immun gegen diese Krankheit für den Rest seines Lebens ist.

Therapie bei Mumps

Mumps wird durch ein Virus verursacht und Viruserkrankungen können noch immer nicht erfolgreich mit Medikamenten geheilt werden. Zum Glück kann aber unser Immunsystem den Mumps von selbst bekämpfen, sodass die Behandlung für Mumps daraus besteht, nur die Symptome zu lindern. Weiche Lebensmitteln zu essen und die Vermeidung von sauren Lebensmitteln wie Orangensaft kann ebenfalls dabei helfen, die Symptome zu lindern. Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen können zudem mit Paracetamol oder Ibuprofen gelindert werden. Acetylsalicylsäure (ASS) sollte jedoch niemals Kindern mit einer Virusinfektion gegeben werden, weil der Einsatz unter diesen Umständen zu einem gefährlichen Zustand führen kann, welcher als Reye-Syndrom bekannt ist. Orchitis (eine Schwellung der Hoden) erfordert zudem Bettruhe für ein oder zwei Tage. Sollten die Hoden hängen, steigt die Schwellung an, weshalb sie gestützt werden sollten. Ein Eisbeutel in einem Handtuch gewickelt kann ebenfalls bei dieser Schwellung helfen. 

Mumps kann jedoch ganz einfach mit dem hoch sicheren und wirksamen MMR-Impfstoff verhindert werden. Dieser wird in der Regel Kindern ab dem 1. Lebensjahr gegeben, denn in diesem Alter beginnen sie die natürliche Immunität zu verlieren, welche von ihrer Mutter vor der Geburt übertragen wurde. Viele Programme beinhalten ebenfalls eine Impfung einige Monate oder Jahre später, aber in der Regel, bevor ein Kind die Schule beginnt. Es wird empfohlen, dass ungeimpfte junge Erwachsene immunisiert werden, wohingegen ältere Erwachsene fast sicher sind immun zu sein.

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