SARS - Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei SARS

SARS

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SARS

SARS trat 2002 zum ersten Mal in China auf. Übertragung der Viren geschieht sowohl von Tier zu Mensch, als auch von Mensch zu Mensch. In den meisten Fällen ist SARS nicht lebensbedrohlich, trotzdem ist wegen der hohen Ansteckungsgefahr Vorsicht geboten.

Bei SARS handelt es sich um ein schweres akutes Atemnotsyndrom, das als Infektionskrankheit auftritt. Krankheitsbilder, wie sie bei einer Lungenentzündung bekannt sind, treten bei SARS plötzlich auf und sind als grippeähnlich einzustufen.

Was ist SARS - schweres akutes Atemnotsyndrom?

SARS, englisch: Severe Acute Respiratory Syndrome, heißt übersetzt schweres akutes Atemnotsyndrom und ist eine Virusinfektion, bei der zunächst grippeähnliche Beschwerden auftreten. Zum erstenmal erkankten an SARS Menschen im November 2002 in China in der Provinz Guangdong.

Wann und von wem wurde SARS entdecket? Medizin im Dienst der Menschheit.

Dr. Carlo Urbani erkannte und klassifizierte SARS als Atemwegserkrankung und erkrankte 2002 selbst an SARS mit Todesfolge. Als italienischer Arzt gehörte er zu der Organisation "Ärzte ohne Grenzen", erhielt zusammen mit anderen Ärzten 1999 den Friedensnobelpreis, arbeitete für die WHO und lebte in Südostasien – vorwiegend in Hanoi (Vietnam).

Ursachen für SARS - Was sind die Gründe für SARS?

Der Erreger von SARS ist ein Virus, der zu den Coronaviren gehört. Die Übertragung des Virus geschieht vom Tier zum Menschen in Regionen, in denen Tieren und Menschen auf extrem engen Raum zusammenleben. Dies sind Lebenssituationen wie sie besonders in sehr armen Gegenden unseres Globus vorkommen.

Ist SARS ansteckend?

Wird SARS von Mensch zu Mensch übertragen, geschieht dies durch Tröpfcheninfektion. Die Infektion erfolgt nach dem ersten Auftreten der typischen Krankheitssymptome bei infizierten Person. Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei bis sieben Tagen nach dem ersten Auftreten der Krankheit. Grundsäztlich ist die Ansteckungsgefahr als hochgradig einzustufen, da Epidemien ausgelöst werden könnten.

Ist SARS meldepflichtig?

Die Meldepflicht von SARS ist im Infektionsschutzgesetz (IfSG) §6, Abs. 5 a und 5b geregelt. Nach Gesetzeslage sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Eintritt des Todes an SARS meldepflichtig. Bereits ein Anfangsverdacht von SARS ist wegen des möglichen epidemiologischen Zusammenhangs zu melden, falls ein Hinweis auf gesundheitliche Gefährdung mit möglicher Todesfolge der Allgemeinheit besteht.

Typische Symptome und Anzeichen bei SARS

Die Symptome von SARS sind nicht eindeutig einzuordnen, gelten medizinsch als unspezifisch, treten in Phasen auf und sind mit den Beschwerden einer Grippe (Influenza) vergleichbar. Zu den Symptomen gehören: hohes Fieber, das plötzlich auftritt und schnell über mehr als 38° steigt; schwere Atemnot mit Kurzatmigkeit; Halsschmerzen treten mit Heiserkeit und trockenem Husten auf; weiter kommt es zu Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Appetitlosigkeit, Hautausschlag, Verwirrtheitszustände, wässrigem Druchfall ohne Blut und Schleim und zur Entzündung beider Lungenflügel.

  • hohes Fieber
  • Atemnot
  • Kurzatmigkeit
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Schüttelfrost

Behandlung & Therapie von SARS

Eine medikamentöse Behandlung, die den Virus SARS im menschlichen Körper unschädlich machen könnte, liegt bis jetzt nicht vor. Behandelt werden ausschließlich die Symptome der Krankheit. Zu den Behandlungsmethoden gehört das Arbeiten mit einer Atemmaske mit Sauerstoff, um die vorliegende Atemnot erträglich zu machen. Fieber wird mit fiebersenkenden Mitteln wie beispielsweise Paracetamol, Ibuprofen und Infusionen behandelt. Infusionen dienen zusätzlich dem ausgleichenden Wasserhaushalt, da durch z.B. durch Durchfall dem Körper viel Wasser entzogen wird. Nachweislich unterstützen Interferone den Gesundungsprozeß bei SARS. Bei Interferonen handelt es ich um körpereigene Eiweiße, die das Immunsystem beim Abtöten von Viren unterstützen. Während der Behandlung werden Patienten mit SARS isoliert, um so sicherzustellen, dass das schwere akute Atemnotsyndrom sich nicht weiter ausbreitet. Medizinisches Personal und andere mit dem Patienten in kontaktkommende Personen tragen während der Krankheitsphase Schutzkittel, Mundschutz, Handschuhe und Schutzbrille. Weiter müssen Kontaktpersonen sorgfältig desinfiziert werden. Neben der Gesundung des Patienten ist es Ziel, dass sich die Krankheit nicht weiter verbreitet und auf weite Teile der Bevölkerung übergreift. Eine SARS Therapie oder SARS Medikamte liegen aktuell noch nicht vor. Daher werden während dem flächendeckenden Auftreten von SARS Medikamente wie Ribavirin als Hepatitis C Medikament, Kortisonprägarate und Antibiotika gereicht.

Vorbeugung gegen SARS

Medikamente oder Impfungen, die einer Erkrankung durch SARS vorbeugen, gibt es aktuell noch nicht. Gegen eine Erkrankung durch SARS helfen ausschließlich vorbeugende Maßnahmen wie beispielsweise sehr gute Hygiene mit häufigem Händewaschen, Teilnahme an Menschenansammlungen vermeiden und auf das Betreten von Tierstallungen verzichten. Selbstverständlich gelten diese Hinweise nur für Länder und Regionen, in denen SARS aktuell auftritt. Daher muss sich vor Reisebeginn über die jeweilige Landessituation informiert werden, beispielsweise beim Reiseleiter oder bei Gesundheitsorganisationen des Landes bzw. Bundes.

Diagnose & Verlauf bei SARS

Liegt ein Verdacht auf SARS vor, so muss schnell eine sichere, differenzierte Diagnose vom Arzt gestellt werden. Die Diagnose wird erstellt auf Grundlage der vorliegenden Symptome und dem Aufenthaltsort des Patienten, wenn dieser sich in einem von SARS betroffenen Land aufhielt. Nach dem Anamnesegespräch führt der Arzt verschiedene körperliche Untersuchungen durch. Dazu gehören: Röntgenuntersuchung: An Hand des Röntgenbildes der Lunge wird eine atypischen virusbedingten Lungenentzündung sichtbar. Die Lunge zeigt trotz der schwerwiegenden Symptomatik nur geringe Veränderungen. Computertomographie: durch die sehr hohe Auflösung von Röntgenbilder bei der Computertomographie (high resolution CT) zeigt sich eine klareres, besseres Bild der Lunge und ein direkter Virusnachweis ist möglich. Blutuntersuchung: Bei der Blutuntersuchung wird das Blut des Patienten nach sepzifischen Antikörpern untersucht. Diese Antikörper bilden sich im Laufe der Erkrankung, um die Coronaviren zu bekämpfen. Die Untersuchung des Blutes erfolgt in einem Speziallabor, da die Sicherheitsbedingungen wegen der hochgradigen Ansteckungsgefahr besonders hoch sind. Nachgewiesen wird bei der Blutuntersuchung das Erbgut der SARS Viren. Der Verlauf des schweren akuten Atemnotsyndrom SARS ist in keinsterweise einheitlich. So verläuft SARS mild oder gar tödlich. Zwischen "mild" und "tödlich" sind alle anderen Ausprägungen von SARS einzuordnen. Von SARS betroffene Menschen von zwei Stufen des Krankheitsverlaufs. Die erste Stufe der Krankheit SARS ist gleichzusetzen mit der ersten Krankheitswoche. In dieser Zeit treten allgemein bekannte Symptome auf wie Fieber, Kopfschmerzen und Unwohlsein. Diese Symptomatik wird vorrang zu den üblichen grippeähnlichen Symptomen gezählt. Erst in der zweiten Woche, also in der zweiten Phase treten Symptome wie Atemnot, Kurzatmigkeit und Durchfall auf. In dieser Zeit zeigt SARS sein volles Krankheitsbild. Für ungefähr 10 % aller Menschen, die an SARS erkranken, endet diese Krankheit tödlich. Kurz- bzw. langfristige Folgen für Patienten, die SARS überleben, treten nicht auf. Die Behandlung erfolgt i.d.R. Isoliert in der Intensivmedizin.

Wie lange dauert die Behandlung von SARS?

Je nach Ausprägung der Symptome von SARS liegt eine unterschiedliche Behandlungsdauer vor. Ausschlaggebend für die Dauer der Behandlung bei SARS sind körperliche Verfassung des Patienten, IST-Stand des Immunsystems und Anzahl der auftretenden Krankheitsbilder. Grundsätzlich gilt, dass die Gesundung von SARS nach 14 Tagen beginnt.

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