Schwarzer Hautkrebs: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei schwarzem Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs

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Schwarzer Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs -das maligne Melanom- ist eine bösartige Entartung der Pigmentzellen, aus diesem Grund verfärben sich die Tumore und werden dunkelbraun bis Schwarz.

Daher der Name "schwarzer Krebs". Es gibt auch hell gefärbte Tumore, diese treten selten auf, sind aber aufgrund ihrer Färbung schlechter zu erkennen und werden deshalb oft erst später erkannt und entfernt, was diese Form gefährlicher macht. 

Es gibt auch Melanome die nicht ausserhalb des Körpers auf der Haut sitzen, sondern innerhalb auf den nicht sichtbaren Teilen der Schleimhäute, häufig im Darm zu finden, bei Frauen auch auf den Geschlechtsmerkmalen. Da sich diese Tumoren häufig in der Nähe von Lymphbahnen befinden metastasieren sie besonders häufig. 

Er tritt meistens an den Armen und Beinen oder am Rumpf auf, seltener im Gesicht. Ein malignes Melanom kann sich aus einem Leberfleck entwickeln, es kann aber auch neu entstehen. Die Verbreitung des schwarzen Krebs nimmt schnell zu. Die Wahrscheinlichkeit einmal im Leben daran zu erkranken beträgt im Jahr 2010 ca. 1%. Im Jahr 1965 lag die Wahrscheinlichkeit noch bei ca. 0,2%. Verantwortlich dafür ist vermutlich die gestiegene UV-Belastung infolge des Ozonlochs. Diese Aussage lässt sich gut damit belegen, dass die höchste Sterberate an dieser Erkrankung in Australien und Neuseeland zu verzeichnen ist, den beiden Regionen über denen sich das Ozonloch befindet.

Ursachen für schwarzen Hautkrebs

Wie bei fast allen Krebserkrankungen steigt das Risiko am schwarzen Hautkrebs zu erkranken wenn eine frühere Krebserkrankung vorliegt. 

Die Hautfarbe spielt eine große Rolle. Menschen mit negroider Abstammung erkranken 20 mal seltener. Aber auch unter nichtfarbigen Menschen gibt es hier noch mal deutliche Unterschiede. Menschen mit sehr heller Haut, hellen Augen und roten Haaren haben ein deutlich höheres Erkrankungsrisiko als sog. südländische Typen mit getönter Haut und dunklen Haaren. 

Mit einem höheren Risiko behaftet sind auch Menschen mit vielen Muttermalen und Leberflecken. Diese sollte man gut beobachten.Riesige Leberflecken auch wenn es nur einer ist, und auch mehrere kleine die nicht regelrecht rund oder oval sind bedürfen der besonderen Beobachtung durch den Dermatologen.  

Ein schwaches Immunsystem wie man es beispielsweise nach Organverpflanzungen oder bei einer Chemotherapie oder Bestrahlungstherapie hat, ist ebenfalls ein Risikofaktor. 

Ein von den Benutzern deutlich unterschätztes Risiko ist die häufige Nutzung von Solarien. Besonders "Turbo"-Geräte setzen den Körper einer extrem hohen UV-Bestrahlung aus, damit Schaden sie den Zellen immens, nicht nur die schnellere Alterung ist eine Folge davon, sondern auch der Zellstruktur.

Es gibt zwar keine Vererbung von Krebserkrankungen, aber wie bei allen malignen Erkrankungen gibt es immer eine genetische Disposition. Das Vorliegen von Melanomen in der Familie stellt also ebenfalls ein Risiko dar. 

Auch Sonnenbrände die entstehen, wenn man die Haut der aussetzt sind ein Alarmzeichen und sollten eine höhere Aufmerksamkeit nach sich ziehen. 

Auch Sommersprossen sind eine Form von Pigmentstörungen. Menschen die dazu neigen haben ebenfalls ein höheres Erkrankungsrisiko.

Symptome bei schwarzem Hautkrebs

Die Symptome sind sichtbare Hautveränderungen, sie sollten immer ernst genommen werden. Wenn ein bisher unauffälliger Leberfleck sich verändert, in der Farbe, der Größe oder auch wenn er unregelmäßiger wird, dann ist dies ein mögliches Symptom für den schwarzen Krebs. Ein solcher Fleck sollte auf jeden Fall dem Arzt -am besten einem Dermatologen- gezeigt werden.

Diagnose von schwarzem Hautkrebs

Zur wichtigsten Diagnosemethode gehört die Sichtdiagnose. Die Haut - auch die behaarten Regionen - wird vom Arzt inspiziert. Oft hat man mehrere Leberflecken, und diese müssen dann regelmäßig inspiziert werden. Die Krankenkassen bezahlen seit 2008 dazu regelmäßig alle 2 Jahre eine Vorsorgeuntersuchung, das sog. Hautkrebsscreening, hierbei untersucht ein Hautarzt alle Hautregionen und alle sichtbaren Schleimhautregionen nach verdächtigen Veränderungen ab. Bei dieser Untersuchung wird allerdings kein sog. Auflichtmikroskop eingesetzt, die Deutsche dermatologische Gesellschaft empfiehlt jedoch besonders für Personen mit erblicher Vorbelastung eine jährliche Untersuchung mit Auflichtmikroskop. 

Jede Veränderung verdient Beachtung. Auch kleinere Flecken sollten beobachtet werden und man darf nie die Regionen vergessen die man selber gar nicht sehen kann wie beispielsweise die Kniekehle oder die Haut am behaarten Hinterkopf. Alle diese Regionen untersucht der Arzt bei der Vorsorgeuntersuchung, diese sollte man deshalb nicht vernachlässigen. 

Es gibt eine Regel, an der man sich orientieren kann, wenn es um das Erkennen von verdächtigen Malen und Leberflecken geht. Das ist die sogenannte ABCD- manchmal auch ABCDE-Regel. Sie steht für folgende Punkte: 

Asymmetrie : Sollte der Leberfleck nicht rund oder oval sein, sondern eine unregelmäßige Form haben, ist dies ein Indiz für schwarzen Krebs. 

Begrenzung:  Wenn das Mal keine klar umrissene Form hat, sondern gezackt ist, oder auch auslaufend, also wenn die Farbe zum Rand hin schwach wird, dann ist ebenfalls Vorsicht geboten. 

Colour (Farbe):  Je dunkler ein Melanom ist, umso größer ist das Risiko, aber auch unterschiedliche Farben auf dem gleichen Fleck sind ein Alarmsignal. 

Diameter (Durchmesser):  Ein Durchmesser von mehr als 5, max. 7 mm gilt bereits als klares Zeichen und sollte unbedingt entfernt werden. 

Evaluation (Entwicklung): Ein Mal, das sich schnell entwickelt obwohl die Haut davor glatt und frei von Veränderungen war, ist ein Merkmal dass sich umgehend ein Arzt ansehen sollte. 

Diese Regel ist als leicht merkbare Faustformel gut geeignet. 

Alles dies macht Flecken natürlich nur verdächtig. Eine gesicherte Diagnose kann nur nach erfolgter Biopsie unter dem Mikroskop von erfahrenen Dermatologen oder Pathologen gestellt werden. Trotzdem sind die Präventivmaßnahmen und die Früherkennung der wichtigste Teil der Diagnose.

Therapie und Behandlung bei schwarzem Hautkrebs

Der erste Schritt der Therapie ist eine weiträumige chirurgische Entfernung des Tumors. Bei einer Tiefe von 1mm in die Haut reichend, wird der die Haut 1 cm tief ausgeräumt. Dies geschieht aus Sicherheitsgründen. Bei 2 mm Eindringtiefe in die Haut beträgt die Ausräumung 2 cm. Ausserdem wird der nächstgelegene Lymphknoten in der Regel entfernt und feingeweblich untersucht. Finden sich auch hier Tumorzellen, dann muss das Lymphgewebe weitergehend ausgeräumt werden, um eine Verbreitung zu vermeiden. Je nach feingeweblichem Befund wir dann eine vorsorgliche (adjuvante) Therapie mit Interferon Alpha eingeleitet. Dies geschieht weil häufig bereits einzelne Tumorzellen sich abgesetzt haben, diese Zellen sitzen dann im betreffenden Gewebe und verursachen keine Beschwerden oder sichtbaren Sekundärtumore. Sie können allerdings noch nach Jahren wieder aktiv werden und weitere Tumore bilden. 

Der schwarze Krebs ist eine der gefährlichsten Krebsarten, vor allen Dingen deshalb weil er sehr schnell Metastasen in allen Regionen des Körpers und in allen Organsystem bilden kann. Aus diesem Grund kann manchmal auch eine Chemotherapie erforderlich sein. Die Prognosen bei einer so schweren Erkrankung sind leider sehr schlecht. Eine wirkliche Ausheilung eines metastasierenden Melanoms ist fast unmöglich. Die Chemotherapie bringt hierbei nur noch vorrübergehende Besserung. Sie wird in verschiedenen Abstufungen durchgeführt. Man beginnt mit einem milderen Medikament, dass bei einem Teil der Patienten bereits zum Stillstand des Wachstums oder der Rückbildung der Tumoren führt. Der Erfolg wird alle sechs bis zwölf Wochen durch Bildgebung kontrolliert. Tritt der gewünschte Effekt nicht ein, gibt es unterschiedliche Medikamentencocktails die dann ausprobiert werden. In diesem Bereich gibt es eine sehr aktive Forschung, so dass manchmal die Möglichkeit  besteht an Studien teilzunehmen wenn keine andere Chance auf Heilung mehr besteht. 

Patienten mit einem "geheilten" Melanom wird dringend die regelmäßige Nachsorge empfohlen, hier hat sich ein Intervall von 3-6 Monaten bewährt. Die Rückfallquote ist relativ hoch (30%). Schlafende Tumorzellen, die sich vor der Behandlung bereits vom Tumor abgesetzt haben, können auch noch nach vielen Jahren wieder aktiv werden und einen erneuten Tumor in jedem beliebigen Organsystem wachsen lassen.

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