Penis, männliches Glied - Anatomie, Erkrankungen - Organ im menschlichen Körper

Penis

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Penis

Der Penis (männliches Glied) ist ein schlauchartiges, längliches Organ, welches sich im Unterleib befindet.

Was ist der Penis?

Der Penis besteht aus einer Peniswurzel, dem Penisschaft und der Penisspitze, auch Eichel genannt (im medizinischen bedeutet Eichel = Glans). Die Hauptfunktion beim Penis ist die Harnausscheidung, sowie zur Befruchtung der weiblichen Eizelle (Begattungsorgan). Der männliche Penis ist von einer sehr weichen Haut umgeben, die an der Eichel zur oberen Öffnung endet. Diese markante Stelle am Penis wird auch Vorhaut genannt. An der Eichel liegt eine Öffnung, wobei das Ende die Harnröhre bildet. Diese Öffnung am Penis ist zur Ausscheidung vom Orgasmus und Urin vorgesehen. Im inneren Teil vom Penis befindet sich der Schwellkörper (schwammartiges und längliches Gebilde), welches bei sexueller Erregung sich mit Blut füllt. Durch diesen Vorgang wird der Penis steif und richtet sich nach oben auf, um die Vollziehung des Geschlechtsaktes durchführen zu können.

Dadurch ist der Penis nun deutlich größer, als in seinem normalen „Ruhezustand“ und steht demzufolge auch weiter zurück. Somit ist die Eichel frei, welches nun deutlich erkennbar ist. Durch die sehr starke Durchblutung wird die Eichel bläulich rot. Sobald der Penis wieder erschlafft, wird die Vorhaut vom Vorhautbändchen (Frenulum) über die Eichel gezogen. Da die Eichel vom Penis über sehr viele Nervenendungen verfügt, ist diese besonders empfindlich. Dieser Teil liegt am äußeren Ende von der Eichel. Auch wenn der Penis von vielen Muskeln umgeben ist, besteht dieser nicht aus diesen. Dadurch ist eine Veränderung der Dicke oder Größe, zum Beispiel durch ein häufiges Trainieren oder mit bestimmten Übungen nicht möglich. Der Penis, sowie die weibliche Geschlechtsorgane gehen von der Entwicklung her von denselben Anlagen zurück. In einigen religiösen Kulturen wird das Entfernen der Vorhaut als rituelle Beschneidung bezeichnet. Einige schwören dabei sogar, einen besseren und intensiveren Sex zu bekommen. Sogar ästhetische Gründe können eine Grund für diesen Vorgang sein. Allerdings gibt es dafür keinesfalls eine Empfehlung.

Anatomie und Aufbau des Penis

Die Wurzel vom Penis sitzt fest am Beckenboden und ist an den jeweiligen Ästen vom Schambein verankert. Der Penisschaft ist allerdings frei beweglich. Dieser endet an der Eichel, welche auch Glans genannt wird. Über dem Penis liegt die verschiebbare Penishaut. Diese liegt doppelt über der Eichel, die auch Vorhaut oder Praeputium genannt wird. Beim Penis besteht die Vorhaut aus zwei Hautblättern, von einem äußeren und einem inneren Blatt, welches direkt an der Eichel anliegt. Diese sind verschiebbar und gehen am Rande ineinander über. Unter der Harnröhrenmündung zieht sich das Vorhautbändchen bis zum Vorhautansatz. Da dies etwas kurz bemessen ist, kommt es beim Zurückziehen zu leichten Spannungen, wobei sich die Eichel nach unten zieht. Damit der Penis zum Begattungsorgan wird und ein Beischlaf möglich wird, muss es zu einer Versteifung des Glieds kommen. Dabei spricht man von einer Erektion. Der Penis ist dabei von drei Schwellkörpern aufgebaut, die in etwa einem Luftkissen entsprechen. Damit es zur Steifigkeit kommt, wird das Glied mit Blut gefüllt. Die beiden seitlichen Schwellkörper heißen caernosum penis und der Harnröhrenschwellkörper nennt sich spongiosum penis.

Schwellkörper

An der Unterseite verläuft der Harnröhrenschwellkörper. Dieser fängt unter dem Beckenboden an und umfasst die Harnröhre. Dieser erweitert sich an der Eichel. Den Penisrücken bilden die seitlichen Schwellkörper. Getrennt sind diese durch eine Scheidewand, diese besteht aus einem Bindegewebe. Der Penis (Anhangsorgan) ist in drei anatomische Zonen aufgeteilt, der Peniswurzel, dem Penisschaft und der Eichel. Die Vorhaut stellt eine Art Schutzhülle dar. Im inneren befindet sich die Schwellkörper, der zu einem erigierter Zustand (verhärten) führt, damit es zu einem Ausstoß von Samenzellen oder Spermien kommt. Für die Versteifung (Fortpflanzungsfähigkeit des Mannes) sind Muskelstränge verantwortlich. Durch den Samenleiter, werden die Samenzellen zur Ejakulation freigegeben. Im Penis befindet sich ein starkes Netz von Blutgefäßen (Penisarterie). Dies ist eine wichtige Voraussetzung, damit es überhaupt zu einer Erektion kommt.

Funktion und Aufgaben des Penis

Der Penis als Organ dient wohl als Begattungsakt, wie auch der Harnausscheidung. Durch eine spezielle Morphologie ist das Glied in der Lage sich zu versteifen und zu erhärten. Durch diese Gegebenheit kann der Penis in die weibliche Geschlechtsorgane eindringen und den Geschlechtsakt durchführen. Durch eine Ejakulation kommt es zur Befruchtung der weiblichen Eizelle. Durch die nervale Steuerung der Funktion, welche auf Sinneswahrnehmungen reagiert, kann eine erhöhte Blutanreicherung der Schwellkörper erzeugt werden. Diese dient als Basis für die Fortpflanzungsfähigkeit beim Mann. Denn nur der erigierter Zustand kann der Penis seiner Aufgabe gerecht werden.

Fortpflanzung

Wenn der Mann sexuell erregt ist, gelangt mehr Blut durch die Penisarterie im Schwellkörper. Diese tragen zur Vergrößerung (Penisdeviation) bei und begünstigen die Gliedversteifung. Zu diesem Zeitpunkt richtet sich der Penis entsprechend auf. Bei der Ejakulation werden die Muskeln im Geschlechtsteil aktiv. Diese kontrahieren in einem bestimmten Abstand und garantieren somit einen Ausstoß der Samenzellen. Bei der Physiologie vom Fortpflanzungsakt durch die sexuelle Erregung gibt es eine Verbindung zwischen der Ejakulation und dem Orgasmus. Eine Funktionstüchtigkeit kann aber ohne eine Dauererrektion erreicht werden.

Erkrankungen

Eine sehr verbreitete Erkrankung beim Penis ist die erektile Dysfunktion, auch Impotenz genannt. Dabei ist das Glied aufgrund einer fehlenden Durchblutung nicht in der Lage steif zu werden. Eine weitere Erkrankung stellt eine anhaltende Versteifung oder auch Dauererektion dar. Diese Abnormität beim Penis wird auch Priapismus genannt. Dahinter verbirgt sich ein starker Krümmungsgrad. Im Rahmen dieser Hypogenitalismus kann es zu einer massiven Verkleinerung kommt. Diese Erkrankung beim Penis wird auch Mikropenis genannt.

Krankheiten, Beschwerden und Störungen des Penis

Aufgrund von entzündlichen Vorgängen bei der Eichel am Penis, spricht man von einer Balanitis. Ein erworbener oder angeborener Defekt am Glied ist eine Phimose, wobei sich die Vorhaut sehr stark zusammenzieht, dass es in Folge zu einer Abschürfung kommen kann. Dabei können sich im männlichen Glied Ansammlungen von Gewebswasser entstehen, was am Ende zu einem Penisödem führen kann. Zu dieser massiven Erkrankung beim Penis zählt das Peniskarzinom, was sogar auch zur Krebserkrankung zugeordnet wird. Diese Erkrankung beim Geschlechtsteil kommt allerdings nicht allzu häufig vor und meisten bei Personen im fortgeschrittenen Alter. Äußere Einwirkungen von mechanischer Art, aber auch Chemikalien, wie zum Beispiel Paraffin kann am Ende zu einem Paraffinom einen Penis manifestieren. Diese komme durch Eingriffe (medizinischer Schönheit) in den Penis, damit dieser eine stattliche Größe erreicht.

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