Prostata, Vorsteherdrüher - Anatomie, Erkrankungen - Organ im menschlichen Körper

Prostata

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Prostata

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein männliches Geschlechtsorgan. Die Vorsteherdrüse übernimmt regulative Prozesse, kann aber auch zu einigen Beschwerden führen.

Was ist die Prostata?

Die Prostata stellt eine Geschlechtsdrüse bei männlichen Personen und auch männlichen Säugetieren dar. Sie gehört zu den inneren Geschlechtsorganen und hat Muskelfasern, Bindegewebe und Drüsen. Ein festes Bindegewebe mit fester Kapsel umgibt die Prostata. Die Prostata liegt beim Menschen zwischen dem Beckenboden und der Harnblase, wobei ein Teil der Harnröhre sie umgibt. Außerdem ist die Vorsteherdrüse mit einem Teil vom Schambein verbunden. Hinter der Prostata befindet sich dann der Mastdarm. Ein sogenannter Spritzkanal verläuft durch die Prostata, wobei während der Ejakulation das jeweilige Ejakulat weitergeleitet wird. Bei einem kerngesunden Menschen hat das Geschlechtsorgan in etwa die Größe einer Kastanie und wiegt gut 20 Gramm. Die Hautaufgabe der Prostata besteht darin, die Befruchtungsflüssigkeit (ab der Pubertät) herzustellen. Dieses Sekret wird dabei mit der Pubertät erstmal bereitgestellt. Neben der Befruchtungsflüssigkeit beinhaltet die Prostata auch Eiweiße, die dafür sorgen, dass das Sperma entsprechend verflüssigt wird.

Anatomie und Aufbau der Prostata

Zu den inneren Geschlechtsorganen beim Geschlechtsverkehr, gehören neben der Prostata auch die Hosen, der Samenleiter, sowie kleinere Drüsen in der Nähe der Harnröhre. Zu den äußeren Geschlechtsorganen zählen der Penis, die Harnröhre und der Hodensack. Die Prostata hat im Normalzustand die Größe einer Kastanie mit einem Gewicht von etwa 20 Gramm. Sie befindet sich zwischen der Harnblase und dem Boden des Beckens, welcher den Schließmuskel an der Harnröhre bildet. Dahinter ist der Mastdarm, davor der Unterrand vom Schambein. Die Harnröhre wird von der Prostata umhüllt und besitzt viele Drüsen, Bindegewebe und Muskelfasern. Die Drüsen teilen sich in Innen- und Außendrüsen auf. Die Ausführungsgänge münden neben dem Samenhügel. Die Samenblase und der Samenleiter bilden den Spritzkanal.

Funktion und Aufgaben der Prostata

Die Prostata ist in drei Zonen aufgeteilt:

  • Die Innenzone
  • Die Außenzone
  • Die perirethrale Mantelzone

Diese Zonen sind die wie Zwiebelschalen an der Harnröhre. Die kleinste ist dabei die periurethrale Mantelzone. Von der Mantelzone werden bis zu 10 Prozent der jeweiligen Prostatamasse gebildet. Die Nähe zur Harnröhre kann dabei zur Gefahr werden, wenn einer Vergrößerung des Drüsengewebes auf die Blase kommt. Die Innenzone ist wie ein Trichter und hat etwa 25 Prozent der Drüsen mit dem Spritzkanal. Bei einer Ejakulation fließen gut 70 Prozent des Volumens hier durch. Ein Hautpanteil der Prostata hat die Außenzone, mit einem Prozentanteil von 70, an der gesamten Organmasse.

Ab welchem Alter sollte man regelmäßig die Prostata untersuchen lassen?

Dieses unscheinbare Organ sollten Männer ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig untersuchen lassen. Ein Urologe kann dabei schnell feststellen, ob bestimmte Beschwerden oder Erkrankungen vorliegen. Im Schnitt nehmen aber nur jeder 20. Mann Gebrauch von dieser Vorsorgeuntersuchung und lässt sich überprüfen. Diese Untersuchung stellt bei vielen Patienten oftmals eine total falsche Vorstellung dar. Außerdem ist das Schamgefühl hier sehr hoch, dass sich nur wenige zur einer solchen Untersuchung trauen. Etwa zwölf Prozent dieser Erkrankungen stellt dabei eine Krebstodesfolge bei Männern dar. Hier sollte es unbedingt zu einem Umdenken kommen. Je Früher eine solche Erkrankung festgestellt werden kann, umso besser sind am Ende die Heilungschancen. Denn bösartige Veränderungen können schlimme Folgen haben.

Haben Frauen auch eine Prostata?

Selbst Frauen besitzen eine Prostata. Damit sorgten Wissenschaftler mit Studienergebnissen für großes Aufsehen. Diese „männliche Spezifikation“ befindet sich am Harnleiter, bei etwa 50 Prozent der Frauen. Die Anlagen für eine Prostata durch ein Hormon, sind bei beiden Geschlechtern (Testosteron), also Frauen und Männern bei der Embryonalentwicklung gleich, könnten später aber unterschiedlich ausgereift sein. Es ist bei Frauen zwar sehr selten, doch auch bei Frauen kann es in dieser Region neben der Vagina zu einer Karzinomen kommen. Allerdings stellen sich die Wissenschaftler dabei die Fragen, ob es dasselbe Gewebe (Hormon) ist wie bei einem Mann.

Was kann man bei Prostataentzündung tun?

Eine Prostataentzündung (Prostatitis) führt in 90 Prozent aller Fälle zu einer chronischen Erkrankung. Die Erkrankung kann von einem Blasenverschluss, über Prostatakarzonom, über einen Tumor bis zu Prosatakrebs führen. Symptome sind dabei Schmerzen am Damm, im Unterbauch oder in der Blasengegend. Auch Schmerzen beim Wasserlassen (Urinieren)können ein Hinweis sind. Bei einer bakteriellen Infektion drohen Fieber und Schüttelfrost. Liegt ein Verdacht vor, sollte man unbedingt zu einem Facharzt. Bei einer bakteriellenn Entzündung helfen Antibiotika. Allerdings nur etwa 10 Prozent der Fälle von Bakterien die Auslöser. In vielen Fällen liegen seelische Probleme vor. Auch Stress kann so etwas auslösen. Als Vorbeugung hilft hier Sex, denn durch die Ejakulation wird die Prostata sehr gut durchblutet und die Keime werden herausgefördert. Außerdem sollte man kalte Füße und vermeiden, denn mangelnde Durchblutung fördert Prostatitis und somit Infektionen.

Welche Lebensmittel sind gut für die Prostata?

Etwas für die Gesundheit tun, fängt bereits bei der Ernährung an. Dazu gehören unverfälschte Lebensmittel mit einem natürlichen Zustand. Vor allem viele Nährstoffe sind gefragt, dazu zählen:

  • Grünkohl (viel Vitamine und Kalzium)
  • Brokkoli und Kohl (Sie neutralisieren Giftstoffe in der Leber)
  • Süßkartoffeln (Reich an Eiweiß, Vitaminen und Ballaststoffen)
  • Schwarze Bohnen (bieten Folsäure, Mangan, Magnesium und Vitamine)
  • Sonnenblumenkerne (haben Vitamin E)
  • Mandeln (unterstützen das Herz)

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung sind gut für die Prostata und beugen Erkrankungen vor.

Wie läuft eine Prostatauntersuchung ab?

Vor einer Untersuchung wird Blut entnommen, um DNA und ph-Wert zu bestimmen. Auch eine Urinprobe wird häufig genommen. Auf einem Untersuchungstisch wird der Bereich des Afters und des Geschlechtsteils abgetastet. Der Patient muss sich dabei völlig entspannt fühlen. Bei der Untersuchung wird vor allem auf eine Vergrößerung oder Verhärtung der Prostata geachtet. Nach der Tastuntersuchung folgt oftmals noch eine Ultraschalluntersuchung. Dabei wird eine Sonde in den jeweiligen After eingeführt, damit sich der Arzt ein genaues Bild machen kann. Zum Schluss kann ein genauer Befund festgestellt werden.

Krankheiten, Beschwerden und Störungen der Prostata

Da die Prostata sich unterhalb der männlichen Blase befindet, stellt sie einen wichtigen Teil des Fortpflanzungssystems dar. Denn sie liefert das Sekret, welches die Ernährung der Spermien für eine Fortbewegung benötigt. Probleme mit der Prostata kommen meistens im höheren Alter vor. Je älter ein Mann dabei ist, umso größer ist die Wahrscheinlich, dass es hier Beschwerden gibt. Aber schon nach dem 50. Lebensjahr können Probleme auftreten. Bein Männer über 65 Jahren haben bereits 80 Prozent eine Erkrankung. Und bei etwa 90 Prozent ist eine vergrößerte Prostata zu verzeichnen.

Erkrankungen der Prostata

Erkrankungen der Prostata sind dem medizinischen Fachbereich der Urologie zugeordnet. Erkrankungen sind z.B.

  • Prostatitis
  • Benigne Prostatahyperplasie (BPH)
  • Prostatakarzinom
  • Impotenz

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