Angst und Angstzustände - Ursachen, Behandlung und Medikamente

Angst / Angstzustände

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Angst / Angstzustände

Die Angst ist wohl der älteste Instinkt, welchem der Mensch erliegen kann. Sie ist die Urkraft, die dafür sorgt, dass wir in bestimmten Situationen Vorsicht walten lassen und uns aus gefährlichen Momenten zurückziehen.

Die Angst

Man könnte quasi sagen, dass uns die Angst beschützt. Doch leider gibt es von allem auch Extremformen. Angst kann auch krankhaft werden und den Lebenskomfort eines Menschen massiv einschränken. Wie kommt es zu solchen Problemen und ab wann wird dieses Urgefühl zu eier Belastung? Was kann man dagegen tun und wie sehen die Symptome von Angst aus?

Was ist Angst

Bei der Angst handelt es sich um eines der Grundgefühle. Sie wird durch potenzielle Bedrohungen etwa des körperlichen Wohls, des Selbstbildes oder der Selbstachtung ausgelöst. Oftmals löst sie ein Gefühl der Verunsicherung aus. Dabei wird Angst nicht grundsätzlich als unangenehm empfunden. Dies zeigt sich zum Beispiel dadurch, dass viele Menschen Horrorfilme schauen oder sich waghalsigen Aktionen, wie etwa verschiedenen Extremsportarten, stellen. Hierbei wird dieses Gefühl zu einer positiven Erfahrung, wenn es darum geht, eigene Grenzen zu überwinden. Hierbei wird dann ein "Kick" erzeugt, welcher durch den Ausstoß von Stresshormonen hervorgerufen wird. Dieses Gefühl wird dann allgemein als Positiv erachtet.

Welche Arten der Angst gibt es - Ursachen für Angst

Neben der normalen Angst, gibt es auch viele Angstzustände, die sich in unterschiedlicher Weise äußern. Am Anfang steht die sogenannte Generalisierte Angst, bei der bereits verschiedene Alltagssituationen zu Angstzuständen führen können. Weit verbreitet sind zudem Panikattacken, welche aus heiterem Himmel auftreten und den Betroffenen bis hin zu einem Punkt der Todesangst versetzen können. Die Agoraphobie oder auch Platzangst, kommt ebenfalls in vielen Facetten vor. Hierbei kann sowohl Beengtheit als auch große Plätze zum Auslöser der Furcht werden. Isolierte Phobien sind ebenfalls weit verbreitet. Unter diesem Terminus wird zum Beispiel die Angst vor Spinnen auch die Höhenangst zusammengefasst. Besonders hart trifft es auch Menschen mit Zwangsstörungen. Hier ist vor allem der Waschzwang allgemein bekannt, welcher deshalb als Beispiel angeführt werden soll. Posttraumatische Belastungsstörungen zeigen sich meistens nach einschneidenden Erlebnissen im Leben. Hier kann zum Beispiel durch das Erfahren von massiver Gewalt eine Angststörung zurückbleiben. Als letztes können noch die Sozialen Phobien genannt werden, bei denen der Betroffene in der Regel davor Furcht empfindet, dass ihm in der Öffentlichkeit etwas peinliches widerfahren könnte.

Die Ursachen für Angst sind so vielfältig, wie die Namen der verschiedenen Störungen. Sie kann hervorgerufen werden durch eine tatsächliche bedrohliche Situation, ein Kindheitserlebnis, das erfahren von Gewalt oder sich aus einem ganzen Komplex von Ereignissen zusammensetzen. Hierbei kann es dann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bevor der Betroffene begreift, warum er unter seiner Angsterkrankung leidet. Dabei stellen sich die Symptome so vielfältig dar, wie es Formen der Angst gibt.

Symptome und Anzeichen für Angst und Behandlung und Therapie von Angst

Die wohl bekanntesten Symptome für Angstzustände sind Herzrasen und Schweizausbrüche. Auch ein Zittern der Hände und ein trockenes Gefühl im Mund können dabei auftreten. Bei heftigen Angstreaktionen kann es zu Atemnot und einem Beklemmungsgefühl in der Brust kommen. Auch Übelkeit ist oftmals mit ihr verbunden. Psychisch zeigen sich die Symptome etwa durch Schwindel und Benommenheit, einer unwirklichen Wahrnehmung der Umgebung und der bereits erwähnten Todesangst.

Angstzustände können auch behandelt werden. Häufig führt hier der Weg zum Therapeuten. Dabei wird versucht, die Ursache der Angst zu ergründen und so den entstandenen Komplex aufzulösen. Ein besonders beliebtes Hilfsmittel ist hierbei auch die Hypnose. In diesem Zustand kann man vergangene Erlebnisse erneut erleben und sich im Unterbewusstsein verschüttete Erinnerungen ins Bewusstsein holen. Manchmal, wir zum Beispiel bei den isolierten Phobien, wird auch eine direkte Konfrontation mit der Angst in Erwägung gezogen. Ähnlich wird auch bei der Sozialen Phobie vorgegangen. Angst kann natürlich auch medikamentös, wie etwa mit Antidepressiva, behandelt werden.

Vorbeugung gegen Angst - Welche Hausmittel und Kräuter gegen Angst und Angstzuständen gibt es?

Um der Angst vorzubeugen gibt es verschiedene Methoden. Zum einen kann man sich stets selbst hinterfragen. Ist man etwa zufrieden mit sich selbst und hat man Vertrauen? Nehme ich mich selber richtig wahr? Bei solchen Fragen handelt es sich um eine gesunde Denk- und Verhaltensweise. Allerdings sollte man die Angstbesetzen Situationen, sofern dies möglich ist, nicht vermeiden. Hierdurch wird die Angst nur noch übermächtiger und steigert sich von Mal zu Mal.

Allerdings gibt es auch diverse Hausmittel gegen die Angstzustände. So kann man sich etwa mit einem heißen Bad beruhigen, wenn man dem Wasser ein wenig Lavendelöl hinzugibt. Auch Baldrian ist immer noch ein beliebtes und vor allem natürliches Beruhigungsmittel. Seine Inhaltsstoffe senken den Blutdruck und verbreiten ein angenehmes Gefühl im Körper. Auch Hopfen kann beruhigend wirken. Das Johanniskraut wirkt Stimmungsaufhellend und angstlösend wirken. Wer möchte, kann auch einen Melissentee trinken. Dieser hilft allgemein beim Stressabbau.

Was tun, wenn die Kinder Angst haben

Wichtig ist: Kinder dürfen Angst haben. Die meisten Ängste in der Kindheit verlieren sich schnell wieder, wenn eine bestimmte Entwicklungsphase erreicht ist. Oftmals können die Eltern hier auch unterstützend tätig werden. Das ständige Ermutigen des Kindes, kann dazu beitragen, die Ängste zu vermindern. Hierdurch begreift es, dass eine bestimmte Situation keine Gefahren in sich birgt. Dabei geht es nicht nur darum seine Angst zu überwinden, sondern auch darum, gewisse Ängste zu akzeptieren und diese in sein Leben zu integrieren. Hierbei sind die Eltern stets das Vorbild, an welchem sich das Kind orientieren wird.

Doch auch für Erwachsene steht die Frage im Raum, soll man sich der Angst stellen. Sich der Angst zu stellen ist nie verkehrt, aber man sollte dabei auf sich selbst achten. Nur wenn man sich wirklich sicher ist, dass man die Situation auch bewältigen kann, sollte man diesen Schritt gehen. Zudem sollte man immer Menschen bei sich haben, die einen in einem solchen Moment unterstützen. Wenn die Panik in einem aufsteigt, hat man sozusagen jemanden, der einen bei der Hand nehmen kann.

Krankheiten, die Angstzustände auslösen oder von Angst begleitet werden

Wie die Angst vor dem Zahnarzt überwinden

Wer Angst vor dem Zahnarzt hat, sollte diese Angst auch offen Aussprechen und bei akuter Panik Handzeichen vereinbaren. Auch kann man entsprechende Entspannungstechniken üben. Yoga und Autogenes Training können dabei eine große Hilfe sein. Während der Behandlung kann auch das Spielen von Musik eine Lösung sein. Wer seine Lieblingsmusik hört, kann sich viel besser entspannen. Hier kann mit dem jeweiligen Zahnarzt dann eine Absprache getroffen werden.

Doch was ist, wenn es nicht der Zahnarzt ist. Zum Beispiel was tun gegen Höhenangst? Jeder Mensch hat bei Höhen eine natürlich Furcht. Die Angst davor abzustürzen, liegt bereits in unseren Genen verankert. Doch auch diese Phobie kann ein übersteigertes Ausmaß annehmen. Hier hilft es in der Regel nur, wenn man sich seiner Angst stellt. Allerdings ist dies auf leichter gesagt, als getan. Daher sollte man Schritt für Schritt vorgehen und eine Vertrauensperson an seiner Seite haben, wenn die Angstzustände ein zu hohes Ausmaß annehmen.

Rezeptfreie Arzneimittel gegen Ängste und Angstzustände

  • Lasea (PZN: 5489632)
  • NEZREXAN Tabletten (PZN: 4115272)
  • BACH ORIGINAL Rescue Tropfen (PZN: 7253425)
  • Pascoflair 425 mg (PZN: 3678777)
  • Lioran die Passionsblume (PZN: 1633500)
  • CALMVALERA Hevert Tabletten (PZN: 9263534)
  • RHODIOLAN 200 Kapseln (PZN: 7110795)

Diese Arzneimittel stellen lediglich eine exemplarische Auflistung von rezeptfreien Medikamenten gegen das Symptom dar und gegen keine Empfehlung. Konsultieren Sie bevor sie irgendwelche Medikamente nehmen, unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker.

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