Atemnot - Ursachen, Behandlung und Medikamente

Atemnot

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Atemnot

Zu den Erkrankungen der Atemwege und Lungen gehört Atemnot zu den vier Hauptsymptomen, neben Husten und Brustschmerzen.

Menschen sprechen von Atemnot - Was ist Atemnot?

Es ist ein typisches Anzeichen für Herzschwäche, die ein Arzt über ein Stethoskop (Hörrohr) als Atemgeräusche wahrnehmen kann. Verwandeln sich die Geräusche in eine schwere und keuchende Atmung, die Asthma oder Bronchitis ähneln, spricht man von Herzasthma, dem sogenannten "Asthma cardiale". Im Gegensatz zum Luftmangel wird Atemnot subjektiv als akute Lebensbedrohung empfunden und bezeichnet einen Zustand, in dem der Betroffene nicht mehr die zwingend erforderliche Atemluft einatmen kann. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer Dyspnoe. Der Patient überkommt das Gefühl der Erstickung und gerät in Todesangst. Atemnot muss nicht nur durch Belastung entstehen, sie kann auch im Sitzen oder Liegen auftreten. Manchmal kann Atemnot auch beim Sprechen auftreten.

Ursachen von Atemnot

Atemnot entsteht durch Probleme bei der Atemregulation. Es liegt eine Störung der Atemwege, der Lungen, des Brustfells des Herzens oder des Kreislaufs vor. Die Lunge und der Herzmuskel versorgen den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff. Eine typische Erkrankung der Lunge ist die Lungenentzündung. Auch das Gehirn, die Nerven oder die Atemmuskeln können in ihrer Funktion beeinträchtigt sein. Dabei spielen Immun- und Systemerkrankungen oder auch Probleme mit den Stimmbändern eine Rolle. Stoffwechselstörungen oder Blutkrankheiten oder Störungen des Skelettsystems können die Atmung beeinträchtigen. Ebenso Infektionen, allergische Reaktionen, Schmerzen, Verletzungen, Vergiftungen, Medikamente, Höhenkrankheit und psychische Belastungen. Hier geraten Menschen mit Panikattacken schnell in Atemnot. Stress lässt uns ebenfalls in Atemnot geraten, denn wir geraten in eine Bereitschaftsreaktion, die den Puls und die Atemfrequenz erhöhen. Wir atmen nicht mehr bewusst durch und befinden uns in schlechter Haltung. Grundsätzlich ist immer eine reduzierte Sauerstoffaufnahme oder eine gestörte Verarbeitung durch die Atmungsorgane die Ursache für eine Atemnot. Ein typischer Fall von Atemnot ist die Grippe. Erkältungen und Entzündungen der Atemwege führen zu Atemnot, weil sich Schleim in den Atemwegen ablagert. Obwohl nur von kurzer Dauer, entsteht beim Betroffenen schnell Panik, weil diese extreme Störung der Atmung als Atemnot gesehen wird. Zu den Krankheiten mit Atemnot gehören unter anderem Angina pectoris, Asthma bronchiale, Koronare Herzkrankheit (zu enge Herzkranzgefäße), Leukämie, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Lungenembolie (Gerinnsel, dass ein Lungengefäß verstopft).

Krankheiten mit Atemnot als Symptom

Mehrere Krankheiten können als Ursache für Atemnot infrage kommen. Liegt eine Blutarmut vor, befinden sich im Körper zu wenig rote Blutkörperchen, es gelangt zu wenig Sauerstoff ins Gehirn. Der Patient gleicht das durch vermehrten Atem aus und gerät unter Umständen in Atemnot. Blutarmut entsteht durch Eisenmangel, zu wenig Nachbildung im Knochenmark oder vermehrten Blutverlust. Bei einer Herzleistungsschwäche gelangt aufgrund zu schwacher Pumpleistung zu wenig Sauerstoff an die Organe des Körpers und ins Gehirn. Subjektiv empfindet der Betroffene diesen Zustand als Atemnot. Das könnte zu engen Herzkranzgefäßen, einem Herzklappenfehler, an Herzrythmusstörungen oder an der zu schwachen Muskulatur liegen. Ein Kardiologe muss die richtige Diagnose stellen und eine Behandlung einleiten. Die Lungen tauschen das Gas aus und sorgen für ein ausgewogenes Verhältnis von CO2 und Sauerstoff im Körper. Befindet sich zu viel CO2 im Körper, wird das Atemzentrum im Stammhirn angeregt, das mit vermehrter Atemtätigkeit reagiert. Reicht das dennoch nicht aus, empfindet der Patient Atemnot. Bei Krankheiten des Bronchialsystems ist der Transport der Luft in und aus den Lungenbläschen zum Gasaustausch gestört. Das kann an einer Verschwellung der Schleimhaut liegen oder gebildeter Schleim kann nicht schnell genug abtransportiert werden. Solche Erkrankungen kommen recht häufig vor und können aber problemlos vom Hausarzt behandelt werden.

Diagnose und Verlauf bei Atemnot

Ein behandelnder Arzt erkundigt sich in der Regel zuerst einmal, wann zum ersten Mal eine Luftnot eintrat. Wichtig sind auch die Begleitumstände der Atemnot wie Grunderkrankungen, eventuelle Medikamenteneinnahmen oder Nikotinkonsum. Das Wissen um diese Faktoren erleichtert die Diagnose. Weitere körperliche Untersuchungen wie das Abhören der Lunge oder eine Blutanalyse könnten sich anschließen. Sogar Allergien und die Frage "Welche Allergie lösen Atemnot aus?" müssen geklärt werden. Gewebeuntersuchungen, eine Spiegelung der Bronchien und Röntgenuntersuchungen könnten ergänzend durchgeführt werden. Durchaus sinnvoll ist das Erfassen der Stärke der Atemnot auf einer Skala. Atemnot engt den Patienten ein und schwächt ihn. Eine Angststörung vor Erstickung und Tod ist die Folge. Oft wird ein Widerstand beim Atmen verspürt, besonders beim Durch- oder Ausatmen. Warum hat man bei CPOD Atemnot? Das liegt meist in hohem und jahrelangem Zigarettenkonsum begründet. Durch den Schleim, der sich in der Lunge bildet, wird der Sauerstoffaustausch über die Lungenbläschen gestört und es kommt zur Atemnot. Leider ist diese Krankheit unheilbar, kann aber durch verordenete Sprays und dem Aufhören von Rauchen sehr verlangsamt werden.

Behandlung und Therapie von Atemnot

Selbstverständlich sollte sofort ein Arzt hinzugezogen werden, eventuell sogar den Notarzt. Die Frage "Welchen Facharzt sollte man bei Atemnot konsultieren?" lässt sich nicht so leicht beantworten. Im Einzelfall hängt das von den Grunderkrankungen ab. Hat die Erkrankung psychische Ursachen, muss natürlich ein Psychiologe konsultiert werden. Atemnot kann durch eine Klinikaufnahme mit intensivierter Therapie und begleitenden Maßnahmen behoben werden. Eine Therapieform ist die Symptomatische Therapie, die Lagerungstechniken aufzeigt, auf Öffnen des Fensters und Lockerung der Kleidung achtet und für frische Luftzufuhr sorgt. Gelegentlich wird auch mit Morphin gearbeitet, das die Empfindlichkeit des Atemzentrums gegenüber erhöhten CO2-Werten erhöht, die Atemfrequenz senkt und Angst und Unruhe unterdrückt. Als allgemeine und einfache Maßnahmen werden körperliche Arbeit, Veränderungen im Tagesablauf, gelegentliche kühle Luftzüge ins Gesicht mittels eines Ventilators und das Erlernen von Atemkontrollübungen angesehen. Eine Bronchitis muss medikamentös behandelt werden, aber bei Asthma kann der beliebte Inhalator weiterhelfen.

Vorbeugung gegen Atemnot

Das man endlich das Rauchen aufgeben sollte ist ein nahe liegender Gedanke, weil die Atemwege freigehalten werden sollten. Aber auch Übergewicht und unkontrollierte Medikamenteneinnahmen wirken sich negativ aus. Asthmapatienten können mit einem kleinen und handlichen Gerät (Peakflowmeter) ihre Atemfunktion selbst messen. Dadurch können Betroffene den Therapieverlauf selbst gut nachzuvollziehen und eine sich verschlechternde Atemnot erkennen. Ergänzend kann eine Atemtherapie durchgeführt werden, um Atemtechniken zu erlernen. Grundsätzlich kann einer Atemnot nur bedingt vorgebeugt werden, weil der Patient nichts zum Krankheitsbild beigetragen hat. Körperliche und psychische Belastungen Belastungen sollten vermieden werden.

Hausmittel und Kräuter gegen Atemnot

Ab wann spricht man von Atemnot? Menschen mit Astthma leiden unter Atemnot. In der kalten Jahreszeit nehmen diese Beschwerden durch Erkältungen stark zu. Gerne greift man da auf kleine Hausmittel zurück, die eine schnelle Besserung bringen sollen, aber welche Mittel sind sinnvoll und wirken rasch? Bei schwerwiegenden Fällen werden zunehmend alternative Heilmittel eingesetzt. Eine verstopfte Nase oder starker Husten kann durch häufiges Teetrinken beseitigt werden. Abhilfe versprechen verschiedene Tees, die zum Beispiel mit Lavendel, Minzblättern oder Melisse zubereitet werden. Eine angefertigte Brühe aus Knoblauch oder Spargel ist ebenfalls zu empfehlen. Weitere Hausmittel sind Rinderbrühe mit Senf, gekochte Eier mit Teeblättern oder Kamilledampfbäder. Ansonsten kann noch ein feuchter warmer Umschlag empfohlen werden, der 30 Minuten auf die nackte Brust gelegt wird, um die Atemmuskulatur zu entspannen. Was ist bei Atemnot während der Schwangerschaft zu beachten? Natürlich muss auch das Baby mit Sauerstoff versorgt werden und der dicke Bauch drückt auf die Lunge. Das ist ganz normal und kein Anzeichen für eine Erkrankung. Allerdings ist nach einigen Monaten die Gebärmutter sehr groß, drückt von unten auf das Zwerchfell und damit die Lungen zusammen. In den letzten Wochen vor der Geburt rutscht das Baby nach unten in das Becken und der Druck auf die Lunge lässt nach. Während der Kurzatmigkeit ist es hilfreich, wenn Sie sich zehn Minuten hinsetzen und tief ein- und ausatmen. Eventuell kann Ihnen Ihre Hebamme noch andere Entspannungsübungen beibringen.

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