Bauchschmerzen: Ursache, Symptome, Diagnose und Therapie bei Bauchschmerzen

Bauchschmerzen

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Bauchschmerzen

Bauchschmerzen ist wohl eine der weit verbreitesten Krankheiten in unserem Lande. Nahezu jeder leidet im Laufe seines Lebens einmal unter dieser Krankheit - einige seltener, einige öfter oder fast durchgehend.

Meist sind Bauchschmerzen harmlos und haben eine einfach Ursache, aber auch schwere Krankheiten äußern sich oftmals durch Bauchschmerzen. Manchmal kann dieser unangenehme Schmerz sogar Leben retten, denn er kann auf eine Notfallsituation hinweisen, zum Beispiel auf eine schwere akute Krankheit, in diesem Fall sollte man immer einen Notarzt kontaktieren.

Bauchschmerz ist ein weitläufiger Begriff, der sowohl ziehen, drücken und stechen als auch ein einfaches Unwohlsein in der Magen- und Darmgegend rund um den Bauch umfasst. Die meisten Bauchschmerzen treten akut auf und zeichnen sich durch eine Verkrampfung der Magen-Darm-Muskulatur aus. Durch diese Verkrampfungen leidet der Betroffene unter Schmerzen, aufgrund dieser Schmerzen verkrampft sich die Muskulatur weiterhin und der Schmerz nimmt ein noch stärkeres Ausmaß an. Es gibt ein breites Spektrum an Ursachen für den unangenehmen Schmerz, glücklicherweise gibt es heutzutage viele wirksame Behandlungsmethoden, um diesen Schmerzen den Kampf anzusagen.

Ursachen von Bauchschmerzen

So groß die Vielfältigkeit der Bauchschmerzart ist, so groß ist auch die Vielfältigkeit an Ursachen für diesen besagten Schmerz. Es gibt sowohl harmlose als auch ungemein gefährliche Auslöser für diese Krankheit. Häufig weisen Bauchschmerzen auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hin. Hierbei gibt es einen Unterschied zwischen toxischen und nicht toxischen Unverträglichkeiten. Bei einer toxischen Unverträglichkeit hat der Betroffene Lebensmittel mit Spuren von Pilzen oder Bakterien zu sich genommen, diese Spuren finden sich zum Beispiel auf verdorbenen Nahrungsmitteln. Die Folge daraus sind Bauchschmerzen, die vielleicht sogar eine Lebensmittelvergiftung ankündigen, bei der man dringend einen Arzt aufsuchen sollte. Die nicht toxische Unverträglichkeit ist weitaus ungefährlicher. Der Körper ist nicht in der Lage, einige Lebensmittel richtig zu verarbeiten und äußert diese Schwierigkeiten der Verdauung durch Bauchschmerzen. Hierbei spricht man auch von einer Lebensmittelallergie. Die weitverbreiteste Allergie ist die Laktoseintoleranz, dicht gefolgt von der Fruktoseintoleranz.

Häufig werden Bauchschmerzen auch durch Infektionen des Magen-Darm-Traktes ausgelöst. Ein möglicher Grund hierfür ist der häufig auftretende Magen-Darm-Virus, der durch Novo-Viren oder Rotaviren ausgelöst wird. Dieser Virus, auch Gastroenteritis genannt, taucht meist sehr plötzlich auf und beginnt mit plagenden Bauchschmerzen. Sollten Bauchschmerzen regelmäßig auftreten, leidet der Patient vielleicht unter dem Reizdarmsyndrom. Diese Krankheit ist seltener zu finden als die Nahrungsmittelunverträglichkeit und wird auch oft mit dieser verwechselt. Denn auch wie bei der Nahrungsmittelunverträglichkeit kann der Verzehr spezifischer Lebensmittel die Symptome der Krankheit verschlimmern. Das Reizdarmsyndrom ist schwierig zu diagnostizieren, aber das Krankheitsbild sieht meist wie folgt aus.

Der Betroffene hat über einen längeren Zeitraum anhaltende Schmerzen, die die Lebensqualität extrem einschränkt. Eine Behandlung dieser Krankheit ist bedauerlicherweise noch nicht möglich, allerdings kann durch Medikamente der Bauchschmerz behoben werden. Leider können Bauchschmerzen auch eine erste Ankündigung für eine lebensbedrohliche Krankeit sein. Ein Tumor, der in einem der Organe des Bauches wächst, äußert sich erst durch leichte, später durch nicht mehr auszuhaltene Bauchschmerzen. Hier gibt es die Therapiermöglichkeit der Bestrahlung oder der Chemotherapie. Fast ein Viertel der auftretenden Bauchschmerzen haben allerdings keine organische Ursachen. Auch ein psychisches Problem kann Bauchschmerzen auslösen. Der Auslöser hierfür ist meist Stress oder Angst. Probleme auf der Arbeit oder in der Schule haben eine große Auswirkung auf den Körper.

Denn besonders im Nabelbereich befinden sich sehr viele Blutgefäße und Nerven. Durch psychische Belastung können sich diese Blutgefäße zusammenziehen und es treten die klassischen Bauchschmerzen ein. Wie zu erkennen ist, können Bauchschmerzen also viele verschiedene Ursachen haben, die sowohl organisch als auch psychischer Herkunft sein können. Wichtig ist es nun, die Symptome den Krankheiten richtig zuzuordnen.

So äussern sich Bauchschmerzen

Symptome für Bauchschmerzen sind ziehen,drücken und stechen in der Bauchgegend. Auch ein einfaches Unwohlsein im Bauchbereich ist ein Symptom für Bauchschmerzen. Oft befinden sich die Schmerzen nicht an der Stelle eines Organes, welches eine Fehlfunktion oder Beschädigung hat. Diese Schmerzarzt nennt sich Tiefenschmerzen. Die Tiefenschmerzen werden sehr unterschiedlich wahrgenommen. Oft kann nicht genau lokalisiert werden, wo sich der Schmerz befindet. Die Bauchschmerzen können sich im Unterbauch, im Oberbauch oder auch im gesamten Bauchraum befinden. Bei Bauchschmerzen unterscheidet man zwischen Krämpfen, die in regelmäßigen oder auch unregelmäßigen Abständen auftreten und gewöhnlichen Schmerzen, die meist durchgehend, aber in einer konstanten Intensität wahrgenommen werden. Ein häufig wahrgenommenes Symptom für Bauchschmerzen sind Blähungen. Durch Bakterien, die im Dickdarm vorhanden sind, entstehen bestimmte Darmgase. Normalerweise können diese Gase über die Lunge abgegeben werden. Entstehen überschüssige Gase, werden diese in Form von Blähungen durch den Darmausgang geleitet. Treten Blähungen häufiger auf, ist das Gleichgewicht im Verdauungssystem möglicherweise gestört. Häufig treten Bauchschmerzen oder Blähungen in Kombination mit einigen Begleiterscheinungen auf. Durch die Störung des Magen-Darm-Traktes ist eine häufig auftretende Beschwerde die Übelkeit. Auch eine Veränderung des Stuhlgangs tritt gelegentlich auf. Sowohl verminderte als auch erhöhte Darmaktivitäten können bei Bauchschmerzen beobachtet werden. Nicht selten kommt es auch zu einer Gewichtsabnahme bei starken Bauchschmerzen, da der Betroffene an Appetit verliert und die Angst vor erneut auftretenden Schmerzen größer ist als der Hunger. Sind die Symptome erst einmal richtig zugeordnet, ist es an der Zeit, die richtige Diagnose zu treffen.

Diagnostik bei Bauchschmerzen

Die Diagnose Bauchschmerzen kann sehr leicht getroffen werden. Viel mehr geht es darum zu diagnostizieren, woher diese Bauchschmerzen hervorgerufen werden. Das Symptom der Bauchschmerzen ist daher nicht gleich die Diagnose, denn dahinter kann sich eine psychische oder organische Krankheit verbergen. Wichtig ist es für den Arzt herauszufinden, zu welcher Tageszeit die Schmerzen auftreten, wann sie am stärksten sind, wie sie sich äußern und mit welchen Einflüssen sie vielleicht zusammenhängen könnten. Bei einem Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit bietet es sich an, den Patienten ein Lebensmitteltagebuch sowie ein Schmerztagebuch führen zu lassen. So kann man auf einen Blick erkennen, nach welchem Verzehr der Lebensmittel die Schmerzen auftreten. Ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ausgeschlossen, muss der behandelnde Arzt weitere Maßnahmen ergreifen.

Ein Ultraschallbild ist eine gute Option, um mögliche Beschädigungen der Organe im Bauchbereich auszuschließen. Zudem kann man auf dem Ultraschallbild zum Teil auch Fehlfunktionen der Organe feststellen. Sollten auch hierbei keine merklichen Veränderungen diagnostiziert worden sein, können die Bauchschmerzen auch psychischer Herkunft sein. Der Arzt kann das Gespräch zu seinem Patienten suchen und ihn auf mögliche psychische Probleme ansprechen. Sollten diese gravierend sein, ist eine Überweisung zu einem Facharzt, zum Beispiel einem Psychologen, sinnvoll. In unserer heutigen Zeit gibt es viele verschiedene Therapien, um die Bauchschmerzen zu behandeln.

Therapie und Behandlung von Bauchschmerzen

Bei der Therapie steht die absolute Schmerzfreiheit des Leidenden an erster Stelle. Die Behandlung sollte sich natürlich nach der diagnostizierten Ursache richten. Häufig werden bei Bauchschmerzen homöopathische Mittel verschrieben, da diese Naturheilmittel Wirkstoffe enthalten, die beispielsweise krampflösend sind. Auch einige Öle dienen zur Entspannung der Bauchmuskulatur. Krampflösende Mittel sind bei vorübergehenden Erkranungen des Magen-Darm-Traktes favorisiert. Manchmal kann auch schon eine Ernährungsumstellung eine erfolgreiche Therapie sein. Laktoseintolerante Menschen sollten auf Milchprodukte in ihrer Ernährung verzichten, um schmerzfrei zu sein. Bei spezifischen Erkrankungen, die Bauchschmerzen auslösen, werden meist Tabletten oder Antibiotika verschrieben, um die Krankheit zu beseitigen.

Bei psychisch bedingten Bauchschmerzen hilft meist ein Besuch bei einem Psychologen. Sollten die Schmerzen stressbedingt sein, ist es äußerst wichtig, sein Stresspensum zu minimieren, um ein schmerzfreies Leben führen zu können. Bei akuten Bauchschmerzen hilft meist Bettruhe und Wärme rund um den Bauchbereich. Vor dem Schlafengehen sollte man das Verzehren von Nahrungsmitteln meiden, da sonst die Verdauung in der Nacht verstärkt arbeiten muss. Bauchschmerzen haben viele verschiedene Ursachen und können unterschiedlich behandelt werden. Bei dem Stand unserer heutigen Medizin muss keiner mehr unter dauerhaften Bauchschmerzen mehr leiden. Suchen Sie im Zweifelsfall immer einen Arzt auf.

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