Bluterguss, blauer Fleck und Hämatom - Ursachen, Behandlung und Medikamente

Blauer Fleck, Hämatom, Bluterguss

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Blauer Fleck, Hämatom, Bluterguss

Ein Bluterguss, auch Hämatom genannt entsteht, wenn sich im Körpergewebe Blut ansammelt. Eine Ursache dafür ist in den meisten Fällen eine Verletzung der Blutgefäße.

Je tiefer die jeweilige Blutung im Gewebe vorliegt, umso ausgeprägter ist sie. Dabei sind vor allem äußerliche Anzeichen gut sichtbar. Blutergüsse, die sehr nah an der Hautoberfläche liegen, verfärben sich bereits nach kurzer Zeit. Diese Verfärbung wird dann „blauer Fleck“ genannt. Allerdings kann es auch vorkommen, dass Blutergüsse erst nach ein paar Tagen sichtbar werden.

Bluterguss (Hämatom)

Ein Hämatom ist dabei an der typischen Färbung zu erkennen. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass der jeweilige Hautbereich anschwillt und zu schmerzen beginnt. Besteht ein Bluterguss über eine lange Zeit, kann sich eine bindegewebige Hülle bilden. Hierbei handelt es sich dann um ein organisiertes Hämatom. Ein Hämatom (blauer Fleck) gilt auch, wenn eine Ansammlung von Blut in bestimmten Körperhöhlen vorliegt. Hierfür haben die Mediziner dann spezielle Namen, die den genauen Ort der Ansammlung angeben. Bei einem Bluterguss in einem Gelenk, zum Beispiel bei einer Arthrose, spricht man von einem Hämarthors. Liegt ein Bluterguss im Bereich des Brustraumes vor, heißt es Hämathorax.

Verschiedene Ursachen

Blutergüsse können verschiedene Ursachen haben. Diese entstehen oftmals durch eine Verletzung oder einen Unfall, zum Beispiel bei einer Bänderdehnung oder Bänderzerrung. Dabei fließt das Blut in das jeweilige Gewebe oder Körperhöhle. Somit entstehen Hämatome in den Organen oder unter der Haut. Aber auch blutverdünnende Medikamente, zum Beispiel zur Einnahme bei Leukämie oder Arthrose kann das Risiko von Blutergüssen erhöhen.

Bluterkrankheit

Tritt ein Bluterguss ohne ersichtlichen Grund auf, können auch Störungen bei der Blutgerinnung vorliegen. Eine angeborene Störung, wie die Bluterkrankheit, kann dabei die Ursache sein. Personen, die unter einer solchen Erkrankung leiden, bekommen sehr häufig blaue Flecken an der Haut.

Krankheiten

Häufig kommt es auch zu einem Bluterguss bei bestimmten Krankheiten. Bei einer Kniebandverletzung oder einem Bänderriss durch eine Rotation im Gelenk. Sehr komplexe Verletzungen sind hier zum Beispiel ein Innenbandriss. Bei einem frischen Bänderriss kommt es zudem in Gelenk zu Hämarthros. Hier ist eine Behandlung oftmals nur mit einer Narkose möglich, da besonders starke Schmerzen auftreten. Ein Bluterguss kann bei folgenden Krankheiten auftreten:

  • Verstauchung
  • Kreuzbandriss
  • Bänderzerrung
  • Muskelfaserriss
  • Bänderdehnung

Diagnose

Eine Diagnose vom Hämatom folgt vom Beschwerdebild des Unfalls. Bei nicht eindeutigen Befunden, kann die genaue Lage vom Bluterguss auch durch einen Ultraschall erkundet werden. Besonders umfangreiche Blutergüsse deuten auf eine Verletzung der Blutgefäße hin. Ohne Grund sind dabei auch Blutgerinnungsstörungen möglich. Bei einem sehr großen Bluterguss, zum Beispiel bei einem Muskelfaserriss oder eine Leistenzerrung sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden. Ein ganz frischer Bluterguss ist schmerzhaft und es können Schwellungen auftreten. Der Bluterguss drückt dabei auf die Adern, so dass Muskeln und Gewebe nur mangelhaft durchblutet werden.

Verletzung

Ein Bluterguss durch eine Verletzung sollte immer gekühlt werden. Denn durch Kälte verengen sich die Gefäße und der blaue Fleck wird an der Ausbreitung gehindert. Besonders bei Sportverletzungen wie Verstauchung oder Kreuzbandriss ist eine sofortige Kühlung immer das Beste. Treten starke Schmerzen durch die Schwellung auf, kann auch eine spezielle Schmerzsalbe verwendet werden. Ein Bluterguss ist nach zwei bis drei Wochen verheilt. Wird dieser effektiv gekühlt ist auch eine kürzer Zeit möglich. Durch das Zusammenziehen der Gefäße, wird das Blut am Austreten gehindert und ein blauer Fleck gemildert.

Heilungsprozess

Während des Heilungsprozess verändert sich die Farbe, dabei werden Blutrückstände abgebaut. Ganz Gefährlich ist ein Bluterguss allerdings im Bereich des Gehirns, besonders wenn die jeweilige Person an der Bluterkrankheit leidet. Hier ist eine sofortige Behandlung in einem Krankhaus einzuleiten, ansonsten können sehr schwerwiegende Folgeerscheinungen auftreten.

Rehabilitation

Auch bei nicht ausgeheilten Kniebandverletzungen ist eine Umfangsverminderung an der Oberschenkelmuskulatur möglich. Bei frischen Verletzungen wird häufig versucht, die ursprüngliche Funktion wieder herzustellen. Bei isolierten Verletzungen wird dies in Gips verlegt. Durch gezieltes Krafttraining kann die Muskulatur (beim Muskelfaserriss) wieder stabilisiert werden. Außerdem ist nach solchen Behandlung oftmals eine umfassende Rehabilitation notwendig, damit der Patient wieder ganz beschwerdefrei ist.

Blaue Flecken

Nach einer effektiven Kühlung, gibt es auch zahlreiche Heilkräuter und Hausmittel um eine Heilung zu beschleunigen. Sehr gut bei einem Bluterguss oder bei blauen Flecken ist eine Arnika Ysop Salbei Tinktur. Dabei werden 20g Arnika mit etwas Salbei und 250lm Alkohol vermischt und etwa 12 Tage gelagert. Danach einfach die Blätter herausnehmen und als Auflage auf die Hautstellen legen. Hierdurch werden die Schmerzen und Schwellungen sehr gut gelindert.

Unfallstellen beseitigen

Blaue Flecken können am besten vermieden werden, wenn störende Unfallstellen beseitigt werden. Auch lange Kleidung, wie Hosen oder Pullover können als Schutz der Haut dienen, um kleinere Verletzungen zu vermeiden. Auch ausgiebige Sonnenbäder sollten am besten vermieden werden. Durch zu viel Sonneneinstrahlung wird die Haut deutlich dünner. Ein blauer Fleck mit kühlendem Eispad, sorgt für wohltuende Linderung.

Vorbeugung

Eine bestimmte Vorbeugung für ein Hämatom gibt es nicht. Am besten ist es jeder Art von Unfällen komplett zu vermeiden. Doch in den meisten Fällen sind Blutergüsse in ein paar Wochen verschwunden. Bildet sich auf der Haut ein blauer Fleckt, spricht man von einem Bluterguss bzw. Hämatom.

Sicherheitsregeln einhalten

Blutergüssen vorbeugen ist recht schwierig. Hier sollten im privaten oder beruflichen Umfeld immer alle Sicherheitsregeln eingehalten werden. Besonders beim Sport kann es dabei sehr schnell zu Verletzungen kommen. Wenn es doch einmal passiert ist, ist eine sofortige Kühlung die beste Medizin. Je schneller man eingreift, desto weniger blaue Flecken entstehen am Ende. Bei Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollte ein Bluterguss am besten ganz vermieden werden.

Heilkräuter

Eine weitere Kräutermischung aus Beinwurz, Johanniskraut, Ringelblume und Königskerze ist auch sehr wirksam. Dazu etwa 10g der Kräuter etwa 10 Minuten in Wasser kochen. Nach der Abkühlung das Ganze als Kompresse auf die jeweilige Stelle legen. Allerdings hilft diese Maßnahme nicht bei offenen Stellen. Arnika lässt blaue Flecken deutlich schneller verblassen und besänftigt Schwellungen. Die Mischung kann nach dem Abkühlen in ein Tuch gelegt und als Kompresse verwendet werden. Der Umschlag sollte etwa jede Stunden gewechselt werden, damit ein bestmöglicher Effekt eintritt.

Linderung

Bei der Linderung von einem Bluterguss hilft auch Lavendel. Durch regelmäßiges Einreiben ist eine Schmerzlinderung sehr gut möglich. Die beruhigende und sanfte Wirkung kann wahre Wunder bewirken. Heilkräuter und Hausmittel können bei den Bekämpfungen von Blutergüssen und blauen Flecken helfen. Besonders Heilkräuter können Schmerzen effektiv lindern. Außerdem wirken sie Schwellungen entdecken und sorgen für ein rasches Abklingen.

Rezeptfreie Medikamente bei Blutergüssen und Hämatomen

  • GENUTRAIN Knieband (PZN: 1285281)
  • Avene Couvrance Korrektur Stick (PZN: 7609112)
  • Heparin AL Salbe 30000 (PZN: 4668338)
  • Thrombareduct Sandoz 60000 I.E. / 100g
  • Mobilat DuoAktiv Schmerzsalbe (PZN: 4993297)
  • Heparin-ratiopharm (PZN: 7292715)
  • DOC ARNIKA Creme (PZN: 9221323)

Diese Arzneimittel stellen lediglich eine exemplarische Auflistung von rezeptfreien Medikamenten gegen das Symptom dar und gegen keine Empfehlung. Konsultieren Sie bevor sie irgendwelche Medikamente nehmen, unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker.

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