Blut im Stuhl - Ursachen, Diagnose und Behandlung

Blut im Stuhl

© Miriam Dörr / fotolia.com

Blut im Stuhl

Viele Menschen die Blut im Stuhl entdecken sind beängstigt. Blut im eigenen Stuhl zu finden muss jedoch nicht immer eine ernsthafte Ursache haben.

Menschen die Blut im Stuhl entdecken sollten dies überwachen und gegebenenfalls ärztlichen Rat aufsuchen. Die Ursachen für Blut im Stuhl sind vielseitig und können nur durch die entsprechenden Untersuchungen entschlüsselt werden.

Woher kommt Blut im Stuhl?

Blut im Stuhl hat viele Ursachen, weshalb sich der Ursprung des Blutes auch nach jenen richtet. In den meisten Fällen stammt das Blut im Stuhl aus der untersten Etage, dem Enddarm. Der Enddarm wird häufig auch als Analkanal bezeichnet und ist je nach Anatomie der Mastdarm oder ein Teil des Dickdarms. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass das Blut im Stuhl von einer oberen Etage kommt und seinen Ursprung in der Speiseröhre, dem Magen oder dem Zwölffingerdarm hat. Selten kommt das Blut im Stuhl aus dem Dünndarm, welcher sich am Zwölffingerdarm befindet und viele Meter Länge misst.

Welchen Arzt sollte man bei Blut im Stuhl aufsuchen?

Bei der Entdeckung von Blut im Stuhl führt der erste Gang zum Hausarzt. Nach der Schilderung der Geschehnisse kann der Allgemeinmediziner eine Überweisung zu einem geeigneten Facharzt ausstellen. Meist erhält der Betroffene eine Überweisung zum Gastroenterologen, Proktologen oder zum Internisten und kann dort genauer untersucht und behandelt werden. Der Gastroenterologe ist auf den Magen-Darm-Trakt spezialisiert und kann so die Ursache von Blut im Stuhl durch Tast- oder endoskopische Untersuchungen bestimmen.

Welche Krankheiten haben Blut im Stuhl als Symptom?

Bei Blut im Stuhl kommen viele Krankheiten infrage die sich in dieser Weise äußern. Am häufigsten haben Menschen mit Hämorrhoiden Blut im Stuhl. Hämorrhoiden sind lästige Gefäßpolster, die jedoch nicht gefährlich sind. Auch eine Analfissur kann sich in Blut im Stuhl äußern und bezeichnet einen Riss in der Schleimhaut, der meist folgenlos von alleine wieder abheilt. Besonders oft kommt dieser nach einem härteren Stuhlgang oder Analverkehr vor. Ein Analabszess ist eine weitere Option, welche Blutungen auslösen kann. Dieser muss operativ eröffnet werden und heilt danach problemlos aus. Auch eine Gefäßerkrankung wie die Mesenterialarterienthrombose kann das Symptom von Blutungen im Darm erzeugen, ist jedoch vergleichsweise selten. Häufiger sind Darmpolypen, Dickdarmdivertikel, Gefäßentzündugen, Darmentzündungen und Mastdarmgeschwüre die Ursache von Blut im Stuhl. Chronische Darmentzündungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zudem zu Blutstuhl führen. In den seltensten Fällen sind Bluterkrankungen oder Darmkrebs der Grund einer Beimischung von Blut im eigenen Stuhl.

Welche Hausmittel gibt es gegen Blut im Stuhl?

In Abhängigkeit von der Ursache für Blut im Stuhl gestaltet sich auch die Nutzung gewisser Hausmittel. Ist das Blut aufgrund einer kleineren Entzündung im Stuhl, können Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium oder die Heilpflanzen Basilikum und Salbei in den Ernährungsplan eingeführt werden. Eine gesunde Lebensführung mit ausreichend Schlaf, täglicher Bewegung und gesunder Ernährung kann zudem helfen Blut im Stuhl zu bekämpfen, da der Magen-Darm-Trakt ins Gleichgewicht gebracht wird. Durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wird der Stuhlgang weicher gestaltet, was bei beispielsweise Schleimhautrissen eine große Hilfe darstellt die Heilung zu beschleunigen. Außerdem sind Sitzbäder in Kamille oder warmem Wasser eine Unterstützung für Analfissuren, welche dazu führen, dass diese abheilen und die Schmerzen deutlich gelindert werden.

Wie läuft die Behandlung bei Blut im Stuhl ab?

Die Behandlung von Blutstuhl (Hämatochezie) richtet sich nach der Ursache. Hämorrhoiden können mit Salben oder Zäpfchen zur Ruhe gebracht werden. Auch das Abtragen der arteriovenösen Gefäßpolster stellt eine wirksame Behandlung dar. Entdeckt der Gastroenterologe eine Analfissur, verschreibt dieser spezielle Cremes und Zäpfchen. Auch die Anwendung eines sogenannten Analdehners kann Hilfe bei der Abheilung geben. Heilt die Analfissur nicht innerhalb von einigen Monaten ab, sollten Betroffene über eine Operation nachdenken, bei welcher der Riss im Anus verschlossen wird. Bakterielle Infektionen werden meist mit Antibiotika behandelt und heilen schnell ab. Darmdivertikel oder -polypen können schnell und nahezu schmerzfrei behandelt werden. Sie werden während der endoskopischen Untersuchung mit einem speziellen Gerät abgetragen. Chronische Darmerkrankungen sind meist schwer zu behandeln und erfordern den Einsatz spezieller Medikamente über einen langen Zeitraum. Ist Darmkrebs die Ursache für Blut im Stuhl kann dieser je nach Stadium mit einer Operation, einer Strahlen- oder Chemotherapie bekämpft oder abgemildert werden.

Muss man sich bei Blut im Stuhl Sorgen machen?

Blut im Stuhl kann viele Gründe haben und ist nicht immer ein Grund zur Sorge. Häufig hat das Blut im Stuhl harmlose Gründe wie Hämorrhoiden. Meist verursachen harmlose Ursachen von Blut im eigenen Stuhl kleinere Blutungen. Bei größeren Blutungen sollte deshalb so schnell wie möglich ärztliche Hilfe gesucht werden. Auch die Farbe des Stuhls kann Aufschluss darüber geben, ob eine ernsthafte Ursache vorliegt. Dunkler Stuhl, sogenannter Teerstuhl (Meläna) beziehungsweise dunkle Blutauflagerungen sollten immer zügig fachärztlich abgeklärt werden.

Ist Blut im Stuhl gefährlich?

Das Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben die harmlos sind. Blut im eigenen Stuhl bedeutet in den seltensten Fällen Darmkrebs und sollte deshalb nicht überbewertet werden. Bei Sorgen aufgrund der Blutbeimischung im Stuhl sollte ein Arzt aufgesucht werden, welcher bestimmen kann, warum sich das Blut auf den Stuhl auflagert oder im Stuhl befindlich ist.

Welche Medikamente verursachen Blut im Stuhl?

Durch die Anwendung bestimmter Antibiotika wie Clindamycin, Ampicillin und Cephalosporin wird die Darmflora aus dem Gleichgewicht gebracht, weshalb es in seltenen Fällen zu einer leichten Blutung aus dem Anus kommen kann. Außerdem können Medikamente, welche zur Behandlung von Sodbrennen eingesetzt werden zu einer Blutbeimischung im Stuhl führen, da diese die zur Verdauung benötigte Magensalzsäure reduzieren.

Wie lange nach einer Darmspiegelung ist Blut im Stuhl normal?

Bei einer Darmspiegelung kann es zu kleineren Verletzungen im Rahmen der Untersuchung kommen, welche für wenige Tage eine leichte Blutung verursachen können. Auch das Abtragen von Polypen resultiert gelegentlich in einer kleinen Blutung. Ist die Blutung ein ein- bis zweimaliges Ereignis, ist dies als normal zu bezeichnen. Eine Ausnahme hiervon sind jedoch starke Blutungen, bei welchen unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Wie sieht Blut im Stuhl aus?

Das Blut im Stuhl kann viele Formen annehmen und ist für den Laien nicht immer einfach zu erkennen. Bei dem sogenannten Teerstuhl ist Blut nicht direkt sichtbar, jedoch färbt sich der eigene Stuhl nahezu schwarz, was auf eine Beimischung von Blut im Stuhl schließen lässt. Häufig lagert sich das Blut auf dem eigenen Stuhl ab und kann in hellroter oder dunkelroter Färbung erscheinen. Selten ist sogenanntes okkultes Blut im Stuhl, welches mit dem Auge nicht erkannt werden kann und häufig bei Routineuntersuchungen entdeckt wird.

Das könnte Sie auch interessieren