Durchfall (Diarrhö): Ursachen, Behandlung und Medikamente

Durchfall (Diarrhö)

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Durchfall (Diarrhö)

Eine gute und beschwerdefreie Verdauung trägt für die meisten Menschen erheblich zu ihrem Wohlbefinden bei. Doch ab und an kann es durchaus zu Verdauungsbeschwerden, wie beispielsweise Blähungen, Verstopfung oder Durchfall (Diarrhö) kommen.

Wenn dies ab und zu geschieht, sollte dem keinerlei größere Bedeutung zugesprochen werden. Wenn solche Probleme nur selten und nicht regelmäßig oder gar dauerhaft auftreten, besteht im Normalfall kein Anlass zur Sorgen. Es läuft im Magen und Darm nun mal nicht immer alles perfekt. Ursachen kann es dafür viele geben. Oft hat man nur etwas schwer verdauliches gegessen oder hat zu viel Alkohol getrunken und zuviel geraucht. Auch diese Punkte können zu solchen Verdauungsbeschwerden, die ab und zu auftreten, beitragen.

Besonders unangenehm sind solche Verdauungsbeschwerden wenn es um Durchfall geht. Durchfall kann sehr unangenehm sein und tritt nicht selten plötzlich und unerwartet auf. Nicht selten geschieht das auch noch in unangenehmen Situationen (zum Beispiel in der Öffentlichkeit) und man muss schnell die nächste öffentliche Toilette aufsuchen. Die meisten Menschen empfinden Durchfall schlimmer, als andere Verdauungsbeschwerden, wie Blähungen oder Verstopfungen. Aus dem einfachen Grund, dass Durchfall meist plötzlich auftretet und es zudem meist noch mehrere Symptome gibt. Selbstverständlich muss man hierbei aber zwischen regelmäßigen und gelegentlichem Durchfall unterschieden werden. Wenn regelmäßig Durchfall auftretet, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, um mögliche Krankheiten auszuschließen. Doch selbst dann, wenn man regelmäßigen Durchfall hat, heißt das noch lange nicht, dass eine (schlimme) Krankheit dahinter steckt. Durchfall bzw. Durchfallerkrankungen gibt es außerdem zahlreich in armen Länder. Hierbei gibt es aber ganz andere Ursachen, wie zum Beispiel verseuchtes Trinkwasser, starke Mangelernährung, oder schlechte hygienische Verhältnisse usw...

Ursachen von Durchfall

Ursachen für Durchfall kann es viele geben. Wichtig ist auch hier wieder die Unterscheidung von regelmäßigen und lang andauernden Durchfällen und Durchfällen, die nur gelegentlich oder selten auftreten. Gehen wir zunächst einmal auf mögliche Ursachen, für regelmäßig auftretenden Durchfall ein.  Wenn jemand über einen längeren Zeitraum gesehen, immer wieder über Durchfall klagt, dann kann es möglich sein, dass eine Krankheit dahinter steckt. Das muss aber nicht zwingend der Fall sein und muss daher vom Arzt abgeklärt werden. Man sollte dann auf gar keinen Fall in Panik verfallen.  Im schlimmsten Fall könnte regelmäßiger Durchfall ein Hinweis auf Darmkrebs, insbesondere Dickdarmkrebs sein. Hierbei ist aber zu beachten, dass Darmkrebs fast ausschließlich ältere Menschen betrifft. Junge Menschen sind davon fast nie betroffen, es sei denn, sie sind erblich vorbelastet. Vorkommen kann es natürlich trotzdem, aber es ist sehr unwahrscheinlich!

Darmkrebs wird leider erst zu spät erkannt und oft besteht dann keine Chance auf Heilung mehr. Umso wichtiger ist es, dass man bei Beschwerden wie regelmäßigem Durchfall, aber auch Verstopfung und anderen Verdauungsproblemen, unbedingt einen Arzt aufsucht, ganz egal in welchem Alter! Je früher man zum Arzt geht, desto besser, ganz egal was dahintersteckt!

Eine weitere und recht „harmlose“ Möglichkeit, weswegen man Durchfall hat, könnte ein Reizdarmsyndrom sein. Die Gründe dafür sind bis heute noch recht unerforscht. Meistens bildet sich solch ein Syndrom über längere Zeit aus und die Symptome können dann unter Umständen ein Leben lang bestehen bleiben. Hoffnung gibt es allerdings: 

Forscher haben erst vor einigen Jahren damit begonnen, das Reizdarmsyndrom zu erforschen. Möglicherweise wird man es irgendwann heilen können. Medikamente zur möglichen Linderung gibt es allerdings schon! Wenn es allerdings um unregelmäßigen und selten auftretenden Durchfall geht, steckt meistens nichts ernstes dahinter. Ursachen können u.a. Stress, ungesunde Ernährung oder ein ungesunder Lebensstil (zuviel Alkohol, Drogen, Tabak usw...) sein. Grund zur Sorge besteht in solchen Fällen eigentlich nicht!

So äussert sich Durchfall

Die meisten, die schon einmal Durchfall hatten, wissen sicherlich, dass neben dem Durchfall meist auch noch Begleiterscheinungen auftreten. Hierzu zählen beispielsweise ein unangenehmes Magen-/Darmknurren. Oft kommt es auch zu einem Blubbern, das sich unangenehm anfühlt und oft schon ein Anzeichen dafür ist, dass man (gleich) Durchfall bekommt. Ebenso treten oft Schmerzen im Bauchbereich auf, kurz bevor man Durchfall hat. Die können sich zum Beispiel in einem Ziehen oder Stechen äußern, welches sehr unangenehm sein können. An diesen Symptomen merkt man meistens, dass man Durchfall bekommt und besser gleich die nächste verfügbare Toilette aufsuchen sollte. Wenn allerdings auch noch Krankheiten mit dem Durchfall verbunden sind, dann können noch völlig andere Symptome auftreten. Diese sind dann aber eher auf die Krankheit und nicht an den Durchfall an sich selbst zurückzuführen. Bei Darmkrebs oder Magenkrebs können zum Beispiel noch Übelkeit mit Erbrechen zu den Symptomen gehören. Ebenso können Blutauflagerungen beim Stuhlgang auftreten. Diese können aber manchmal auch bei gesunden Menschen auftreten. Das ist noch lang kein Grund in Panik zu verfallen! 

Hatte man dann erst einmal Durchfall klingen die Symptome meist von alleine ab oder verschwinden genauso schnell wieder, wie sie gekommen sind. Manchmal können Symptome, die als Begleiterscheinungen beim Durchfall auftreten, aber auch noch länger und nach dem Durchfall anhalten. Diese sind zwar unangenehm aber im Regelfall nicht besorgniserregend!

Diagnose bei Durchfall

Wie bereits erwähnt wurde ist es natürlich sehr wichtig, bei regelmäßigen Beschwerden wie Durchfall oder anderen Verdauungsbeschwerden, einen Arzt aufzusuchen. Man sollte niemals in Panik verfallen und immer ruhig bleiben. Geht man erst einmal zum Arzt ist man in den besten Händen. Wenn eine Krankheit besteht, dann zählt jeder Tag. Je früher man zum Arzt geht, desto eher kann eine mögliche Krankheit schnell diagnosiert werden und dementsprechend auch bestmöglich behandelt werden. 

Bei Darm- oder Magenkrebs kann man im Anfangsstadium den Krebs im übrigen mit hoher Wahrscheinlichkeit besiegen. Demnach bestehen in diesem Stadium die Überlebenschancen des Patienten sehr hoch. Ein Grund mehr unbedingt so früh wie möglich zum Arzt zu gehen, um eine Diagnose zu bekommen. 

Damit eine Diagnose gemacht werden kann, wird in den meisten Fällen zuerst einmal ein Stuhltest gemacht. Fallen beim Testergebnis keine Besonderheiten auf, so wird als nächstes meist eine Blutuntersuchung gemacht. Diese wird häufig aber bereits schon davor oder gleich am Anfang gemacht. Eine Blutuntersuchung kann beispielsweise Anzeichen auf eine Tumorerkrankung ergeben. Bleibt die Blutuntersuchung ebenfalls unauffällig, so sind meist Darm- und/oder Magenspiegelung die nächste Option. Fällt dort wieder nichts auf, muss über weitere Ursachenabklärungen nachgedacht werden. Das sieht dann aber in jedem Fall unterschiedlich aus, sodass wir hier jetzt nicht näher darauf eingehen werden.

Behandlung und Therapie bei Durchfall

Je nachdem, was der Arzt für eine Diagnose stellt, gibt es unterschiedliche Therapieansätze. Je nach Diagnose kann die mögliche Therapie zur Heilung einer Krankheit komplett anders ausfallen. Besteht zum Beispiel keine Krankheit und tretet trotzdem immer wieder Durchfall auf, so kann als Therapiemöglichkeit auch Medikamentengaben erfolgen. Hierbei ist aber wichtig zu beachten, dass diese nur unregelmäßig eingesetzt werden sollten und nur wenn es nicht anders geht. Denn Medikamente gegen Durchfall können auf Dauer auch schädigend sein. Viel wichtiger hierbei ist es, dass man die Ursache für die Beschwerden findet. Oft können dies auch Stress sein, sodass auch eine Antistress-Therapie in solchen Fällen helfen kann (natürlich MUSS diese aber nicht helfen). Oft spielen auch psychische Probleme eine große Rolle, wenn keine körperliche Krankheit besteht. Hierbei kann zum Beispiel eine Gesprächstherapie bei einem Psychologen helfen. 

Häufig besteht auch ein Reizdarmsyndrom. Das ist leider relativ schwierig zu therapieren und ein vollständige Heilung scheint derzeit leider ausgeschlossen zu sein. Hier kann die Therapie nur das Ziel haben, die Symptome des Patienten zu lindern. Sei dies durch spezielle Medikamente, eine Ernährungsumstellung und einen besseren und gesünderen, allgemeinen Lebensstil. 

Bei schweren Krankheiten wie Magen- oder Darmkrebs, gibt es in vielen Fällen ein Chemotherapie. Entweder um die Krankheit hoffentlich zu besiegen oder um den Tumor kleiner zuhalten, um so die Lebenserwartung zu verlängern.

Rezeptfreie Medikamente gegen Durchfall

  • Perenterol (PZN: 1320586)
  • Imodium akut (PZN: 4940757)
  • Oralpdon (PZN: 2563032)
  • Lopedium akut (PZN: 1939446)
  • Vaprino gegen akuten Durchfall (PZN: 9938328)
  • Perocur (PZN: 10914729)
  • Elotrans (PZN: 3400504)

Diese Arzneimittel stellen lediglich eine exemplarische Auflistung von rezeptfreien Medikamenten gegen das Symptom dar und gegen keine Empfehlung. Konsultieren Sie bevor sie irgendwelche Medikamente nehmen, unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker.

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