Herzrasen - Ursachen, Behandlung und Medikamente

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Natürlich ist Herzrasen, wenn das Herz über einen gewissen Zeitraum schneller als üblich schlägt. Wahrscheinlich hatte jeder Mensch schon einmal mit Herzrasen zu tun und viele davon werden es auch gemerkt haben.

Was ist Herzrasen?

Oft spürt man wie das Herz in der Brust schlägt. Es kann sogar sein, dass der Pulsschlag bis in die Halsschlagader zu spüren ist. Ist gelegentliches Herzrasen gefährlich? Nein, es gibt Fälle, bei denen ist Herzrasen ganz normal, beispielsweise wenn man aufgeregt ist, vor Vorfreude oder bei Stress. Wie lange hält Herzrasen an? Normalerweise geht das Herzrasen aber schnell wieder vorbei. Hält das Herzrasen allerdings länger an, so kann es sein, dass eine Krankheit die Ursache dafür ist. Ab wann spricht man von Herzrasen? Das Herzklopfen kann man als pochenden Pulsschlag in der Brust, im Bauch, im Hals oder im Kopfbereich spüren. Handelt es sich um einen beschleunigten und abgeflachten Herzschlag also ein schneller Puls, so spricht man von Herzrasen. In Zahlen kann man sagen, dass man ab einem Ruhepuls vo mehr als 100 Schlägen in der Minute von Herzrasen sprechen kann.

Was sind die Ursachen von Herzrasen?

Das Herzrasen kann viele Ursachen haben. Wie bereits erwähnt gibt es ein paar natürliche Ursachen. Es gibt allerdings auch krankheitsbedingte Ursachen oder Auslöser aus dem täglichen Leben. Es gibt Herzkrankheiten, welche Herzrasen auslösen, dazu zählen beispielsweise Herzryhtmusstörugen mit Vorhofflimmern. Auch wenn andere Organe krank sind, kann das Herzrasen auslösen, dies trifft beispielsweise auf die Schilddrüse zu. Es gibt Medikamente, wo Herzrasen eine Nebenwirkung oder ein Zeichen der Unverträglichkeit ist. Auch der Genuß von Koffein kann Herzrasen auslösen. Auch Bluthochdruck (Hypertonie) oder Blutdruckabfall, sowie Unterzuckerung und Blutarmut (Anämie) können genauso zu Herzrasen führen wie Angststörungen. Neben dem Herzrasen können noch andere symptome auftreten, die durch das Herzrasen ausgelöst werden, dazu gehören Schwindel, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Sprach- und Sehstörungen. Auch eine Arrhytmie, also ein unregelmäßiger Herzschlag oft auch Herzstolpern genannt kann auftreten. Was ist bei Herzrasen während der Schwangerschaft zu beachten? Man muss bedenken, dass das Herz während der Schwangerschaft bis zu 50 Prozent mehr Blut transportieren muss. Um dies zu schaffen muss es zwangsläufig seine Leistung steigern. So ist Herzrasen während der Schwangerschaft ganz natürlich. Vorsicht ist nur geboten, wenn das Herz unregelmäßig schlägt oder stolpert.

Welche Krankheiten mit Herzrasen als Symptom gibt es?

Es gibt Herzerkrankungen, die Hezrasen als Symptom haben, wie die Tachykardie, eine Form der Herzrhythmusstörung mit einem anhaltend beschleunigter Puls auf über 100 Schläge pro Minute beim Erwachsenen. Steigt der Puls auf 150 Schlägen pro Minute oder mehr handelt es sich um eine ausgeprägte Tachykardie. Auch eine koronare Herzkrankheit oft durch Arteriosklerose verursacht kann Herzasen auslösen, genau wie eine Herzlappenerkranungen, Durchblutungsstörungen oder eine Herzmuskelentzündung. Auch andere organische Erkrankungen können Herzrasen auslösen, wie eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Lungenembolie, ein Lungenödem, eine Blinddarmentzündung oder eine Bauchfellentzündung. Es gibt noch andere Auslöser für ein rasendes Herz, dazu zählen er Genuß von Nikotin und Alkohol, genau wie Allergien. Auch Vergiftungen können der Auslöser sein, insbesondere bei einer Blutvergiftung oder einer Pilzvergiftung. Wenn man sich im Sommer zu lange der Sonne aussetzt und einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag erleidet, kann dies mit einem beschleunigtem Puls einhergehen. Zudem ist Herzrasen ein häufiges Symptom wenn man unter Wechseljahren leidet.

Herzrasen und die Diagnose und Verlauf bei Herzrasen.

Welchen Facharzt sollte man bei Herzrasen aufsuchen? Ein Kardiologe sollte bei Herzrasen ausgesucht werden. Dieser wird dann erste ein Gespräch mit dem Patienten führen, um andere Symptome zu erfahren und vielleicht schon Ursachen abzuklären. Anschießend wird der Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen, um körperliche Erkrankungen auszuschließen. Natürlich ein EKG (= Elektrokardiogramm), um die Arbeit des Herzen zu sehen. Wahrscheinlich eine Echokardiografie, was eine Untersuchung per Unltraschall des Herzens ist und eventuell auch Röntgen.

Dem Empfinden nach tritt Herzrasen plötzlich auf. Ot beginnt es leicht und fällt den betroffenen Personen auf, wenn es stärker wird. Manchmal fallen auch mehr die Begleiterscheinungen auf, wie Schwindel, Kopfdruck, Schweißausbrüche oder Angstanfälle.

Die Behandlung und Therapie von Herzrasen.

Ist der schnelle Herzschlag harmloser Herkunft, so muss man ihn gar nicht behandeln. Sind sie nicht harmloser Natur, so kann man eventuell die Ursache ausschließen. Liegt es am Rauchen oder am Alkohol so muss der Betroffene versuchen seinen Genuss von Nikotion oder Koffein einzuschränken. Leigt es an der Hektik des Alltags, so muss man mit Streßvermeidung arbeiten. Hört sich beides einfach an. Für den Betroffenen heißt es allerdings eine gravierende Veränderung in ihrem Leben und die Umstellung wird ihnen nicht so leicht fallen. Sind Herzryhtmusstöungen die Ursache kann man diese medikamentös behandeln oder im schlechtesten Fall einen Herzschrittmacher dem Herzen als Hilfe zur Seite stellen. Auch eine Schilddrüsenfhlfuktion lässt sich hervorragend mit Medikamenten behandeln. Einige andere Ursachen lassen sich ausschalten oder abmildern, wie die Vergiftungen, die Embolien, die Edöme, die Entzündungen, die Wechseljahre, der Sonnenstich oder der Hitzschlag. Andere Ursachen die in der Erkrankung des Herzen liegen, sollten auf jeden Fall auch behandelt werden.

Wie kann man Vorbeugung gegen Herzrasen?

Da Herzrasen in den meisten Fällen ein Symptom einer organischen Krankheit ist, kann man in diesen Fällen nicht vorbeugen. Man sollte auf eine gesunde Ernährung achten. Die ganze Lebensweise sollte möglichst nicht so stressig sein. Regelmäßige Bewegung hilft auch einen gesunden Lebensstiel zu erreichen. So sorgt man dafür, dass das Herz, sowie das ganze Herzkreislaufsystem gesund beleiben, genau wie die Lunge und die damit verbundende Atmung immer einwandfrei klappt. So bleibt das Herz gesund und damit ist Herzrasen vorgebeugt.

gibt es Hausmittel und Kräuter gegen Herzrasen?

Da die Ursache für Herzrasen zahlreich sind, gibt es auch zahlreiche natürliche Gegenmittel aller Art. Je nach Ursprung des Herzrasens kann das ein oder andere durchaus funktionieren. Ein erste Hilfsmittel wäre es sich still hinzusetzen und zehn bis zwölf mal ein- und natürlich auch ausatmen und dies ganz bewusst, langsam und tief. Der nächste Schritt wäre eine Halsmassage. Dafür sollte man sich auch hinsetzen, weil es sein könnte, dass der Blutdruck ein wenig abfällt. Man nimmt den Mittelfinger und den Zeigefinger. Führt beide an die Stelle, wo man den Puls spürt und massiert diese Stelle vorsichtig. Erhöht man den Innendruck im Brustkorb, so wird sich das Herz langsamer werden. Dies kann man durch ein kaltes Getränk mit Kohlensäure erreichen oder man atmet ein, dann muss man sich die Nasse zuhalten und sachte gegen den geschlossenen Mund ausatmen. Wie bereits erwähnt sollte man versuchen den Nikotin- und Koffeingenuss einschränken oder besser noch einstellen. Für ein ruhigeres Leben ist autogenes Training oder progressive Muskelentspannung eine gute Idee. Es gibt verschiedene Kräuter die Helfen können. Die Blätter und das Kraut des roten Fingerhutes stärken das Herz und verlangsamen den Herzschlag. Einnehmen darf man es aber nur in Absprache mit dem Arzt und unter dessen Aufsicht. Wer nicht unbedingt auf Beruhigungsmittel zurückgreifen will, der kann es einmal mit Spaziergängen versuchen. Besonders im Wald kann man oft die Ruhe, die gute Luft und eine besondere Stimmung nachempfinden. Liegt die Ursache im Stress oder an Ängsten, so könnten Hopfen, Baldrian oder die Passionsblume helfen. Diese Pflanzen haben eine beruhigende Wirkung und wirken sich zudem noch positiv auf den Herzschlag aus. Aber auch bei natürlichen Mitteln muss man Wechselwirkungen und mögliche Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten beachten.

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