Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung? - Ursachen, Behandlung und Medikamente

Konzentrationsstörungen

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Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung? Alle wichtigen Informationen über häufige Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten, Medikamente und was Sie dagegen tun können!

Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung

Der Hauptunterschied zwischen Konzentrationsschwäche und Konzentrationsstörung liegt in der Dauerhaftigkeit. Konzentrationsschwächen treten dauerhaft auf, Konzentrationsstörung treten vorübergehend auf. Beide Begriffe sind nicht eindeutig definiert, was eine medizinische Einordnung erschwert.

Konzentrationstörungen und Konzentrationschwäche treten beispielsweise als Symptome von verschieden Krankheiten, äußeren Einflüssen oder gesundheitsschädigem Verhalten auf. Beide Symptome zeigen sich altersunabhängig, individuell, treten oft situationsbedingt auf und bedürfen einer fachärztlichen Diagnostik und Therapie.

Was sind Konzentrationsstörungen? Sind Konzentrationsstörungen eine Krankheit? Woher kommen Konzentrationsstörungen bei Kindern?

Können sich Menschen nicht in einem für ihr Alter angemessenen Zeitraum auf das Durchführen einer Sache konzentrieren, wird von Konzentrationsstörungen gesprochen. Dabei ist es unerheblich, ob die zu bearbeitenden Dinge von der betroffenende Person als beliebt oder unbeliebt eingestuft werden. Der betroffenen Person fällt es schwer sich geistig zusammeln und willentlich einer Aufgaben, Person, Sache oder Reiz dauerhaft zuzuwenden. Menschen ohne Konzentrationsstörungen können sich auf eine Sache etc. fokussieren, Nebengeräusche ausblenden und halten den Körper in einer angemessenen Spannung..Sinkt die Konzentration zu schnell, reagieren die Betroffenen i.d.R. mit Kompensationsstrategien wie beispielsweise innere und äußere Unruhe und Suche nach anderen Reizen. In dem Zusammenhang Konzentrationschwäche und Konzentrationsstörungen wird bei Kinder meistens von ADS und ADHS gesprochen. Kinder reagieren mit überhöhtem Bewegungsdrang, reduziertem Schmerzempfinden, innerer und äußerer Unruhe, ihr Verhalten ist nicht lenkbar oder sie träumen weg, d.h. das aktuelle Geschehen zieht an ihnen vorbei.

Gibt es Ursachen von Konzentrationsstörungen? Wie machen sich Konzentrationsstörungen bemerkbar?

Kommt es zur Störung der Konzentration, so können dafür eine Vielzahl von Ursachen vorliegen. Eine häufige Ursache von Konzentrationsstörungen ist eine Überforderung in Schule, Beruf, Familie oder Freizeit. Der Betroffenen kommt nicht mehr zur Entspannung, d.h. der Körper kann sich nicht mehr erholen / runterfahren / regenerieren. Selbst im Schlaf erhälten Körper und Geist nicht die zur Bewältigung des Alltags notwendige Entspannung. Zu den ersten Anzeichen einer möglichen Konzentrationsstörung gehören beispielsweise Schlafmangel, übermäßiger Genuss von Kaffee, Drogen, Nikotin und Alkohol. Weitere Anzeichen sind eine dauerhafte schlechte Ernährung, die zu Mineral- und Vitaminmangel bis hin zu Allergien führt. Oft geht ein zunehmender Konsum von Fernsehen und Spaß an Computerspiele mit anderen unliebsamen Angewohnheiten einher. Neurologische und psychosomatische Probleme treten auf. Beispiel Burnout:Im fortgeschrittenen Stadium bzw. Endstadium wird im beruflichen Bereich oft von Burnout gesprochen. Betroffene fühlen sich ausgebrannt und emotional erschöpft. Grundsätzlich gilt Burnout als Problem bei der Lebensbewältigung. Oft sind Betroffene zunächst idealistische begeistert, werden von frustierenden Erlebnissen desillusioniert, reagieren mit Teilnahmslosigkeit, nicht näher beschreibbaren körperlichen Beschwerden, aggressivem Verhalten, Depressionen und Suchtgefährdung. Die Belastbarkeit Betroffener gilt als vermindert. Die berufliche Situation wird als hoch stressbelastend empfunden, die Leistungsfähigkeit nicht am, Konzentrationsstörungen treten auf und Unzufriedenheit gegen sich und andere steigt extrem. Der volkswirtschaftliche Schaden wird unterschiedlich hoch beziffert. Die DAK hält aktuelle Schätzungen für zu hoch. Die EU schätzt die Kosten auf 20 Milliarden Euro jährlich.

Krankheiten mit Konzentrationsstörungen als Symptom

Treten Konzentrationsstörungen als Folge von Krankheiten oder Fehlentwicklungen auf, so wird von Konzentrationsschwäche gesprochen. Konzentrationsschwächen sind erblich bedingt oder oft früh erworben. Besonders bekannt sind diese Konzentrationschwächen in der Öffentlichkeit bei Kindern mit Anzeichen ADHS, ADS und Legasthenie. Erkannt werden Konzentrationschwächen bei Kindern i.d.R. spätestens am Beginn der Schulzeit, da es den betroffenen Kindern schwer fällt sich angemessen auf den Schulunterricht zu konzentrieren und in ihrem sozialen Umfeld zu verhalten. Das Verhalten von Kindern ist dann oft impulsiv, störend oder wegträumend. Im Erwachsenen Alter treten Konzentrationsschwächen als Folge von Erkrankungen auf. Zu den Erkrankungen gehören beispielsweise: Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen, Wechseljahre, Magersucht, mangelhafte Gehirndurchblutung, Heuschnupfen, Alzheimer, Demenz, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Schlafapnoe, Nierenschwäche (Niereninsuffizienz), Niedriger Blutdruck (Hypotonie), Affektive Störungen. Zu erworbenen Krankheiten mit Konzentrationschwäche als Symptom zählen u.a. Kater (Alkoholintoxikation), Nikotinsucht (Nikotinabhängigkeit) und Stress.

Diagnose und Verlauf bei Konzentrationsstörungen analysieren und begleiten. Welchen Facharzt sollte man bei Konzentrationsstörungen konsultieren?

Diagnosen bei Verdacht auf Konzentrationsstörungen und Konzentrationsschwächen werden von einem Arzt oder Psychologen erstellt. Basis der Diagnose bilden standardisierte Testverfahren. Anschließend folgen weitere Untersuchungen, um abzuklären, ob organische, neurologische und psychosomatische Gründe für eine verminderte Konzentration vorliegen. Gründe dafür könnnen z.B. Verminderte visuelle oder auditive Aufnahme und Verarbeitung oder Auffälligkeit beim EEG (Elektroenzephalographie)und der Blutuntersuchung sein. Erst nach einer sehr genauen Befundung erfolgt die fachärztliche Diagnose. Diese gibt den Verlauf der Behandung und Therapie an.

Behandlung und Therapie von Konzentrationsstörungen. Was kann man gegen Konzentrationsstörungen tun?

Wenn Stress, Dauerbelastung und Überforderung im privaten, beruflichen und schulischen Bereich Ursache für Konzentrationsstörungen sind, empfiehlt sich eine Therapie durch Entspannungsübungen. Zu den Entspannungsübungen gehören u.a. autogenes Training, Yoga, progressive Muskelentspannung, ausreichend Schlaf und Konzentrationsübungen. Oft steigert das Anwenden von Akupunktur ebenfalls die Konzentration. Unter Konzentrationsübungen werden z.B. Kreuzwort- und Zahlenrätsel, Fehlersuch-Bilder und Über-Kreuz-Übungen verstanden. Über-Kreuz-Übungen sollten werden des gesamten Tagesablauf immer wieder zwischendurch trainiert werden. Bei den Über-Kreuz-Übungen werden beispielsweise Arme und Beine über die Mittellinie des Körpers zusammengeführt: rechter Ellbogen auf linkem Knie, linke Hand ans rechte Ohr. Liegt eine Konzentrationsstörung bei Kinder vor, sollte das Kind mit seinen Schwächen sich angenommen fühlen. Schimpfen, bestrafen und ausüben von Druck erhöhen i.d.R. die Konzentrationsprobleme, lösen Frustration aus und führen zu verzweifeltem Verhalten. Empfehlenswert ist das Durchführen von u.a. heimlichen Konzentrationsspielen. Zu diesen Konzentrationsspielen gehört das Verändern von angeordneten Büchern und Spielsachen. Das Kind soll anschließend die vorgenommenen Veränderungen benennen. Konzentrationsschwächen und Konzentrationsstörungen werden verstärkt, wenn Kinder viel Zeit vor dem Fernseher, Computer oder anderen Medien verbringen. Diese führen zu einer Überlastung des Gehirns, das Kind findet keine Ruhephase und es kommt zu Konzentrationsproblemen. Zeiten vor digitalen Medien sollten begrenzt werden. Kinder mit ADHS / ADS erhalten eine besondere Behandlung.

Vorbeugung gegen Konzentrationsstörungen

Eine ausgewogene Ernährung, strukturiere Lebensweise und positive Grundeinstellung zu sich selbst beugen Konzentrationsstörungen vor. Sich immer wieder freie Zeiten für sich einplanen und durchführen gehört zu den regelmäßigen Übungen. Eine gelassene Lebenseinstellung bildet die Basis für angemessene Konzentration. Bereits bei den ersten Anzeichen von Konzentrationsstörungen sollte fachärztlicher Rat eingeholt werden.

Welche Hausmittel und Kräuter gegen Konzentrationsstörungen helfen? Was sonst noch bei Konzentrationsstörungen helfen kann?

Treten Konzentrationsstörungen auf kann eine allgemeine Umstellung im Bereich Ernährung und Genussmittel bereits zu einer Linderung führen. Im Bereich der Ernährung sollte fett- und zuckerarme Lebensmittel bevorzugt werden. Weiter sollte die Ernährung vitamin- und mineralstoffreich sein. Zu den wichtigen Mineralstoffen gehören Niacin, Cholin und Selen. Auf Kaffee, Nikotin und Alkohol sollte komplett verzichtet werden. Viel Bewegung an frischer Luft fördert ebenfalls die Konzentration. Grundsätzlich gilt, es sollte auf eine ausgewogene Lebensweise und -ernährung geachtet werden.

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