Ohrenschmerzen - Ursachen, Behandlung und Medikamente

Ohrenschmerzen

© DoraZett / fotolia.com

Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen sind häufig schmerzliche Reize am oder im Ohr. Dazu gehören die Ohrmuschel, das Mittelohr, das Innenohr und die äußeren Bereiche.

Was sind Ohrenschmerzen und Ursachen von Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen werden zum Beispiel durch Entzündungen, Infektionen oder auch Verletzungen verursacht. Zum äußeren Ohr gehören auch der Gehörgangsknochen und der Gehörgang dazu. Wenn hier Entzündungen oder Schwellungen auftreten, kommt es zu Ohrenschmerzen. Liegt eine Eiterbildung im Ohr vor, entsteht starker Druck, der ebenfalls für Schmerzen sorgen kann. Ohrenschmerzen können unterschiedlichen Intensitäten und Formen haben. Es gibt drückende, stechende, einseitige oder beidseitige Ohrenschmerzen. Die Schmerzen haben manchmal auch Begleiterscheinungen, wie Schwerhörigkeit oder Schwindel. In seltenen Fällen kann auch Blut vom Ohr herausfließen. Hier ist auf jeden Fall ein Besuch beim Arzt notwendig. Ohrenschmerzen sind von mannigfaltiger Natur. Die meisten Gründe sind Entzündungen im Bereich des Gehörgangs (Ohrmuschel) oder im Mittelohr. Diese kann zum Beispiel durch eine Erkältung oder Bakterien ausgelöst werden. Besonders bei Kindern zwischen dem dritten und siebten Lebensjahr kann diese häufig auftreten. Durch eine zu starke Säuberung mit Wattestäbchen, kann eine Infektion eintreten. Auch verdrecktes Wasser kann zu einer Bakterieninfektion werden. Weitere Ursachen für Ohrenschmerzen:

  • Allergien
  • Eingeklemmter Nerv
  • Krankhafter Kiefer oder Zähne
  • Eine starke Druckveränderung
  • Verschluss des Gehörganges durch Ohrenschmalz oder Dreck
  • Tinnitus
  • Gürtelrose
  • Wundrose
  • Trommelfellverletzungen
  • Angina tonsillaris
  • Mandlentzündung

Krankheiten mit Ohrenschmerzen als Symptom

Bei Ohrenschmerzen können auch Krankheiten auftreten wie eine Mittelohrentzündung, eine Trommelfellverletzung oder eine Nasennebenhöhlenentzündung. Eine Verstopfung oder Schwerhörigkeit kann von einem HNO Arzt mit Hilfe einer Tubenfunktionsprüfung untersucht werden. Außerdem bieten sich hier weitere Diagnosen an. Auch eine Röntgen- oder Blutuntersuchung ist manchmal hilfreich. Ja nach Ursache wird eine bestimmte Behandlung eingeleitet. Bei Entzündungen kann eine Salbe helfen. Bei einer fortgeschrittenen Infektion setzen die Ärzte häufig ein Antibiotikum ein. Bei einer Mittelohrentzündung kommen Ohrentropfen häufig zum Einsatz.

weitere Krankheiten mit Ohrenschmerzen:

  • Gürtelrose
  • Wundrose
  • Allergien
  • Verschluss des Gehörganges durch Ohrenschmalz oder Dreck
  • Mandelentzündung oder Angina tonsillaris
  • Infektionen und Entzündungen der Ohrmuschel und Ohrtrompete
  • Eingeklemmte Nerven im Bereich des Ohres (z.B. durch eng anliegende Brillen)
  • Krankhafte Zähne oder Kiefer
  • Starke Durckveränderung (z.B. beim Fliegen, Bergsteigen, Autofahren im Gebirge und Tauchen, Explosion oder Schläge)

Diagnose und Verlauf bei Ohrenschmerzen

In vielen Fällen ergibt sich bereits ein guter Verdacht auf einer Schilderung (Anamnese) und der vorliegenden Symptome. Abgesichert wird eine solche Diagnose mit einer Ohrenspiegelung oder entsprechenden Untersuchung. Auch eine Hörprüfung kann zu einem genauen Urteil beitragen. Liegt eine Verletzung durch Gewalteinwirkung vor, kann mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung genaue Rückschlüsse auf Fremdkörper lokalisiert werden. Bei einer ausgeprägten Verletzung vom Trommelfell, droht eine Hörminderung oder Taubheit.

Behandlung und Therapie von Ohrenschmerzen und Vorbeugung gegen Ohrenschmerzen

Eine Therapie hängt immer von der jeweiligen Schmerzursache ab. Bei einer Entzündung können Salben sehr gut helfen, die auch gleichzeitig schmerzhemmend wirken. Hat sich bereits Eiter gebildet, kann das Trommelfell geöffnet werden, damit das Sekret auslaufen kann. Um starke Erreger abzutöten, werden häufig Antibiotika eingesetzt. Zusätzliche kann viele Wärme helfen und wirkt wohltuend bei Schmerzen. Dazu kann Rotlicht oder eine Traubenkernkissen verwendet werden. Bei einer Mittelohrentzündung können diese Maßnahmen allerdings keine Medikamente ersetzen. Eine Vorbeugung gegen Ohrenschmerzen lässt sich erzielen, indem man laute Geräuschquellen meidet. Diese können im schlimmsten Fall sogar einen Tinnitus auslösen. Bei der Ohrhygiene ist zudem zu beachten, dass keine Wattestäbchen zur Säuberung des Ohres verwendet werden dürfen. Bei Kleinkindern gibt es spezielle sanfte Ohrstäbchen, die nicht sehr tief in den Gehörgang vordringen können. Nach einem ausgiebigen Schwimmbad sollten die Ohren immer gründlich getrocknet werden, besonders im Winter wenn draußen eine kalte Luft herrscht. Besonders Zugluft und eisiger Wind kann Ohrenschmerzen auslösen. Besonders Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren sind häufig von Ohrenschmerzen betroffen.

Auf welchem Ohr sollte man bei Ohrenschmerzen schlafen?

Empfehlenswert ist es auf dem Ohr zu schlafen, welches nicht schmerzt. Sind beide von Schmerzen betroffen, eignet sich die Rückenlage ganz gut. Wenn die Ohrenschmerzen innerhalb weniger Tage nicht weg sind, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Auf keinen Fall über Nacht Watte oder Ohrenstöpsel in die Ohren stecken. Zu welchem Arzt sollte man bei Ohrenschmerzen gehen? Bei starken Ohrenschmerzen ist ein Besuch bei einem HNO Arzt auf jeden Fall die richtige Wahl. Der Hausarzt kann hier oftmals nur bedingt weiterhelfen, da ihm häufige die passenden Instrumente fehlen. Wie lange dauern Ohrenschmerzen? Ohren sind besonders sensible Organe, da sich hier viele Nerven befinden. Hier können bereits kleinste Störungen einen Ohrendruck oder auch Ohrenschmerzen auslösen. Diese können sowohl das Innen-, Außen- oder Mittelohr betreffen. In einigen Fällen steckt eine Entzündung hinter den Schmerzen, welche durch Viren oder Bakterien ausgelöst wurde. Auch eine Kinderkrankheit wie zum Beispiel Mumps kann ein Auslöser von Schmerzen sein. Da das Mittelohr mit dem Nasen Raum Rachen verbunden ist, können somit auch Atemwegsinfektionen betroffen sein. In vielen Fällen sind Ohrenschmerzen nach ein paar Tagen wieder weg. Halten sie länger an, liegt eine ernste Sache vor, die von einem HNO-Arzt kontrolliert werden sollte.

Was tun bei Ohrenschmerzen bei Kindern und Babys?

Etwas ¾ aller Kinder haben in den ersten Jahren Ohrenschmerzen, diese können im Gehörgang oder auch außen auftreten. Die Ursache ist dabei oft unterschiedlich, von einem harmlosen Pfropf der das Ohr einfach nur verstopft, bis zu einer Infektion ist alles möglich. Bei Kindern und Babys sind Ohrenschmerzen immer ein Grund einen Arzt aufzusuchen. Dies gilt besonders bei Säuglingen und Kleinkindern. Denn entzündete Ohren können Auswirkungen auf die Sprachentwicklung, sowie auf das Hörvermögen haben. Aufpassen sollte man auf jeden Fall wenn noch Fieber oder starke Ohrgeräusche im Spiel sind, hier droht eine Taubheit. Bei diesen Anzeichen dringend einen Arzt aufsuchen.

Hausmittel und Kräuter gegen Ohrenschmerzen

Ein Stückchen von einer Zwiebel hilft bei schmerzenden Ohren. Diese kann etwas erwärmt werden (Mikrowelle). Die ätherischen Öle linden schmerzen und wirken entzündungshemmend. Petersilie wirkt beim Ohr reinigend und desinfizierend, auch kann das Kraut gegen Ohrenschmerzen eingesetzt werden. Die Petersilie sollte leicht zerquetscht und unter lauwarmes Wasser gehalten werden. Den Brei in ein Tuch wickeln und über das schmerzende Ohr legen. Bei Ohrenschmerzen hilft auch Kamille sehr gut. Ein Kamillenbad hilft sogar gegen die Schmerzen. Einfach die Blüten in einen Gehälter geben, etwas heißes Wasser drüber und die Dämpfe über das Ohr halten. Sind Ohrenschmerzen ansteckend? Ohrenschmerzen treten viel im Kindesalter auf, aber auch später sind sie manchmal eine Begleiterscheinung. Allerdings ansteckend sind sie nicht, jedoch können Bakterien und Viren für unangenehme Schmerzen sorgen. Bei Fieber oder sehr starken Schmerzen sollte auf jeden Fall ein HNO Arzt aufgesucht werden, dieser kann der Sache auf den Grund gehen.

Rezeptreie Medikamente gegen Ohrenschmerzen

  • TALGAN Ohrentropfen (PZN: 4884645)
  • IBU-LYSIN-ratiopharm 684mg (PZN: 10019638)
  • OTOVOWEN Tropfen zum Einnehmen (PZN: 753484)
  • ACONIT Ohrentropfen (PZN: 1448553)
  • LEVISTICUM OHRENTROPFEN (PZN: 1754089)
  • OTIMED flüssig (PZN: 3245423)
  • OTITEX Ohrentropfen (PZN: 3712876)
  • OTODOLOR soft Ohrentropfen (PZN: 3390651)
  • SANOHRA fly f.Erwachsene Ohrenschutz (PZN: 1719756)

Diese Arzneimittel stellen lediglich eine exemplarische Auflistung von rezeptfreien Medikamenten gegen das Symptom dar und geben keine Empfehlung. Konsultieren Sie bevor sie irgendwelche Medikamente nehmen, unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker.

Das könnte Sie auch interessieren