Ptosis, herabhängendes Ausgenlid - Ursachen, Behandlung und Medikamente

Ptosis, herabhängendes Augenlid

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Ptosis, herabhängendes Augenlid

Ein herabhängendes Augenlid wird auch als Ptose bezeichnet. Das Wort selbst, stammt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie Fall oder Senkung.

Das Wort Ptosis bezeichnet im eigentlichen Sinne ein Herabsinken von Organen, durch den Einfluss der Schwerkraft. Dabei kann dies genauso bei der Niere wie zum Beispiel auch bei der Brust geschehen. Im Allgemeinen hat sich dieser Begriff aber mit dem Augenlid verknüpft. 

Was ist Ptosis

Als Ptosis oder Ptose wird in der Medizin, hier speziell im Bereich der Augenheilkunde, ein herabhängendes Augenlid bezeichnet. Sollten bei einer Ptosis beide Lider herabhängen, so spricht man auch von einer Blepharoptosis. Im Gegensatz dazu wird das Herabhängen der unteren Lider als Ektropium bezeichnet. Sollte die Ptosis im Kindesalter in Erscheinung treten, so kann dies zu einer Schwachsichtigkeit führen. Die Ptosis wurde auch nach dem IC-10 klassifiziert. Hier wird sie als H02.4 geführt.

Ursachen von Ptosis

Ptosis ist in der Regel eher ein Symptom, als eine eigene Krankheit. Einer Ptose liegt also immer eine Grundursache zugrunde. Oftmals erscheint ein herabhängendes Augenlid dann, wenn eine angeborene Fehlbildung des für die Lidbewegung zuständigen Muskels vorliegt. Diese Erkrankung wird als Ptosis congenita bezeichnet. Eine der häufigsten Fragen ist, ist Ptosis erblich? Hier kann nur gesagt werden, dass die Erkrankung unter den oben genannten Umständen erblich ist und von einer auf die nächste Generation weitergegeben werden kann. Auch ein Hämangiom kann zu dieser Form der Ptosis führen. Eine weitere Ursache kann das Marcus-Gunn-Syndrom sein, wobei das Herabhängen des Lides hier aber nur eine Nebenerscheinung ist.

Auch eine Schädigung des Levator durch einen Unfall, kann zu dieser Erscheinung führen. Im Alter kann der Muskel auch ohne Grund erschlaffen, sodass es ebenfalls zum Herrabhängen des Lides kommt. Auch bei einer Schädigung des Nerves für den Lidmuskel kann es zu einer entsprechenden Erkrankung kommen. Das gleich geschieht dann, wenn der Kopfsympathikus eine Schädigung aufweißt. Hierbei sind die sichtbaren Auswirkungen aber eher gering.

Krankheiten mit Ptosis als Symptom

Eine Erkrankung, bei der Ptosis als Symptom auftritt, ist Myasthenia gravis. Hierbei handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, welche zu einer allgemeinen Muskelschwäche führt. Ein typisches Symptom ist dabei das Herabhängen des Augenlides, wobei dies in einer relativ frühen Phase auftritt. Auch Vergiftungen können zu dieser Erscheinung führen. So kann etwa ein starkes Neurotoxin, welches die Muskeln lähmt, ein herrabhängen des Lides bewirken. Diese Erscheinung ist oft nach Schlangenbissen zu beobachten.

Des Weiteren kann auch eine Tumorerkrankung zugrunde liegen, welche sich im entsprechenden Bereich des Gehirns befindet und hierdurch eine Störung der Reizleitung zu den Muskeln auslöst. Auch bei einem Schlaganfall kann es dazu kommen, dass der Muskel des Lides nicht mehr die Kontrolle behält. Oftmals hängt hierbei aber die ganze Gesichthälfte nach unten, was dann auch als das Phänomen der hängenden Mundwinkel bezeichnet wird. Die Ptosis ist dabei oft ein erstes Anzeichen für den beginnenden Anfall.

Oft wird auch die Frage gestellt, ist Ptosis ansteckend? Dies kann im Grunde mit nein beantwortet werden, da es sich immer um eine Störung des Muskels handelt, oder aber eine Erkrankung zugrunde liegt, welche entweder gentisch oder aber durch Gifte verursacht wurde. Weder durch eine Berührung noch durch einen engeren Körperkontakt, ist eine Übertragung möglich. Ist Ptosis ansteckend? Die Antwort lautet definitiv nein.

Diagnose und Verlauf bei Ptosis

Ptosis wird in der Regel direkt durch visuelle Untersuchung diagnostiziert, da ein herabhängendes Augenlid grundsätzlich als Ptosis bezeichnet wird. In vielen Fällen wird auch ein Muskelfunktionstest durchgeführt, um allgemeine Muskelerkrankungen festzustellen oder diese Ausschließen zu können. Auch eine Blutuntersuchung kann durchgeführt werden, wird etwa eine Vergiftung vermutet. Bei einem Verdacht auf einen Tumor wird häufig eine Computertomografie angefertigt.

Der Verlauf der Erkrankung kann dabei unterschiedlich sein, allerdings halten die Konsequenzen eher in Grenzen. Eine typische Erscheinung ist das Schielen, welches vor allem bei Kleinkindern zu Schwachsichtigkeit führen kann. Bei Erwachsenen senkt sich das Lid in der Regel soweit, bis der Augenmuskel völlig erschlafft ist. Da sich das Lid dann nicht mehr schließen lässt, kann es zum Austrocknen des Auges kommen.

Behandlung und Therapie von Ptosis

Um das Krankheitsbild zu behandeln, muss die Grundursache bekannt sein. Dabei stellt sich für viele die Frage, welchen Arzt sollte man bei Ptosis aufsuchen? Nun der erste Weg führt entweder direkt zum Augenarzt oder aber zum Hausarzt. Dieser spricht dann in der Regel eine Überweisung aus. Je nach Ursache der Ptosis wird eine entsprechende Therapie gewählt. In den meisten Fällen wird aber ein operativer Eingriff durchgeführt. Doch häufig kommt die Frage auf, wie operiert man bei Ptosis? In der Regel wird bei einer Ptosis, sofern alle primären Ursachen beseitigt werden konnten, eine chirurgische Korrektur des Augenmuskels vorgenommen. Somit kann das Organ wieder normal verwendet werden. Andere Ursachen erfordern andere Mittel. So kann ein Tumor unter Umständen eine Chemotherapie bedingen. Sollte die Krankheit angeboren sein, werden als erste Maßnahme vor einer Korrektur oft Augentropfen verordnet, um das Austrocknen zu verhindern.

Es wird auch oft die Frage aufgeworfen, was tun bei Ptosis beim Baby? Zuerst muss auch hier immer die Grundursache abgeklärt werden. Sollte es sich allerdings um die angeborene Lidschwäche handeln, so kann auch hier eine Operation für eine Korrektur sorgen. In diesem Alter ist dies besonders wichtig, um eventuelle eine Schwachsichtigkeit zu vermeiden.

Vorbeugung gegen Ptosis

Eine Vorbeugung gegen Ptosis nicht möglich. Da stets andere Grunderkrankungen vorhanden sind oder aber der Lidmuskel selbst geschädigt ist, kann immer nur untersucht werden, wodurch die Ptosis ausgelöst wurde. Somit bleibt am Ende nur die Lidsenkung zu korrigieren und sofort nach den Ursachen für die Erkrankung zu suchen.

Hausmittel und Kräuter gegen Ptosis

Gegen eine Ptosis kann etwa der Gelbe Jasmin helfen, da die in ihm enthaltenden Wirkstoffe gegen Muskelverspannungen helfen. Auch der Gefleckte Schierling soll sich für eine Behandlung der äußerlichen Symptome der Ptosis eigenen. Allerdings sind die Präparate mit Vorsicht zu genießen, denn ihre Wirkstoffe können in der falschen Dosierung auch toxisch auf den Organismus wirken.

In der Regel sollte man immer erst einen Arzt aufsuchen, bevor man eventuell zu Hausmitteln greift. Ist die Grundursache angeboren, so kann man, falls keine OP in Frage kommt, auf diese Zurückgreifen, um das Hängen des Lides zu vermindern. Allerdings muss unter allen Umständen eine schwerwiegende Grunderkrankung oder gar eine Vergiftung ausgeschlossen sein. Somit sollte bei der Ptosis, der Weg auch immer zum Arzt führen.

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Diese Arzneimittel stellen lediglich eine exemplarische Auflistung von rezeptfreien Medikamenten gegen das Symptom dar und geben keine Empfehlung. Konsultieren Sie bevor sie irgendwelche Medikamente nehmen, unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker.

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